Robert Stethem

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Robert Stethem

Robert Stethem (* 17. November 1961; † 15. Juni 1985) war ein Taucher der United States Navy im Range eines Petty Officer Second Class. Er reiste an Bord eines zivilen Flugzeuges von Athen nach Rom, als der TWA Flug 847 durch die Organisation für die Unterdrückten der Welt - einer Gruppe, die Verbindungen zur Libanesischen Widerstandsorganisation Hisbollah hat - entführt wurde.

Robert Stethem wurde in Waterbury geboren, wuchs jedoch in Waldorf auf. Er war eines von vier Kindern. Sein Vater und beide Brüder dienten ebenfalls in der US-Navy. Seine Mutter war in der Zivilverwaltung der Navy tätig. Er schloss 1980 die Highschool ab und trat kurz darauf in die Navy ein.

Er wurde dem ersten Navy-Unterwasserkonstruktionstteam unterstellt, das auf der Naval Station Norfolk in Virginia stationiert ist. Er kehrte von einem Einsatz Nea Makri, Griechenland zurück, als das Flugzeug entführt wurde. Die Entführer verlangten die Freilassung von 435 libanesischen und palästinensischen Häftlingen in Israel.

Als ihre Forderungen nicht erfüllt wurden und die Entführer feststellten, dass er ein Angehöriger des US-Militärs war, wurde er herausgedeutet. Nach mehreren Stunden, während deren er brutal geschlagen, gequält und letztlich getötet wurde, warfen die Terroristen seinen Leichnam bei einem Aufenthalt in Beirut aus dem Flugzeug auf die Landebahn. Die ihm zugefügten Verletzungen waren so schwerwiegend, dass Stethem anhand seiner Fingerabdrücke identifiziert werden musste.

Stethem wurde posthum mit dem Purple Heart und dem Bronze Star geehrt. Er ist auf dem Ehrenfriedhof in Arlington National Cemetery beerdigt. Im Jahre 1994 wurde das Kriegsschiff USS Stethem (DDG-63) zu seinen Ehren mit seinen Namen zu Wasser gelassen.

Einer der Entführer, Mohammed Ali Hamadi wurde zwei Jahre später in Frankfurt am Main verhaftet und wegen des Mordes an Stethem und dem Schmuggel von Sprengstoff zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach 19 Jahren wurde er Mitte Dezember 2005 auf Bewährung freigelassen. Im Juni 2010 wurde er bei einem US-Drohnenangriff in Pakistan getötet.

Drei weitere, Imad Mugniyah, Hassan Izz-Al-Din und Ali Atwa wurden ebenfalls wegen ihrer Beteiligung an der Entführung beschuldigt. Sie stehen seit dem Jahre 2002 auf der Liste der FBI Most Wanted Terrorists. Mugniyah starb Anfang 2008 bei einem Autobombenanschlag.

Weblinks[Bearbeiten]