Robert Stirling

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Robert Stirling

Robert Stirling (* 25. Oktober 1790 in Cloag, Methvin, Schottland; † 6. Juni 1878 in Galston, Ayrshire, Schottland), war ein britischer Pastor und Ingenieur.

Leben[Bearbeiten]

Stirling besuchte zwischen 1805 und 1808 die Universität in Edinburgh. Während dieser Zeit legte die Universität keine Aufzeichnungen über ihre Studenten und deren Eltern an. Er studierte Latein, Griechisch, Logik und Mathematik.

Im November 1809 beschloss Robert Stirling, Priester zu werden, und begann ein Studium der Theologie und Rechtswissenschaften an der Universität Glasgow. Am 4. Juli 1815 examierte er und wurde im folgenden Jahr von der Schottischen Kirche geweiht.

Am 27. September 1816 meldete er in Schottland ein Patent einer Heißluftmaschine an, die später als Stirlingmotor bekannt wurde. Er verwirklichte sie 1818 in mehreren Stufen. Diese Maschine wurde als Wasserpumpe im Bergbau in Ayrshire, Schottland eingesetzt [1], wo sie zwei Jahre lang lief, bis der heiße Teil des Motors am Zylinder durchbrannte.

1819 heiratete er Jean Rankin, sie hatten gemeinsam sieben Kinder. Ab 1837 war er bis zu seinem Tode Pastor (minister of the church) der Presbyterianischen Kirche in Galston. Bis 1840 entwickelte und patentierte er mehrere Maschinen zusammen mit seinem Bruder James, einem Mechanikingenieur.

Im März 1843 lieferte Stirling einen (für damalige Verhältnisse) leistungsstarken Motor an die Dundee Foundry Company, eine Gießerei in Schottland. Die Maschine hatte eine Schwellenleistung von 34 kW bei einer Drehzahl von 28/min, Zylinderdurchmesser: 0,4 m, Hub: 1,22 m, wassergekühlt [1]. Erstmals wurde ein Regenerator mit Drahtgeflechten eingesetzt. Der Treibstoffverbrauch betrug nur ein Drittel gegenüber der vorher verwendeten Dampfmaschine bei gleicher Leistung. Dieser Motor war vier Jahre im Einsatz und hatte einen im 19. Jahrhundert nie wieder erreichten Wirkungsgrad von 18 % [1].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Fritz Steimle, Jürgen Lamprichts, Peter Beck: Stirling-Maschinen-Technik, 2. Auflage, Heidelberg: C. F. Müller Verlag, 2007, S. 117-120