Robert Wiedersheim

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Der junge Robert Ernst Eduard Wiedersheim, wahrscheinlich im Frühjahr 1874 von Alfredo Noack in Genua.[1]

Robert Ernst Eduard Wiedersheim (* 21. April 1848 in Nürtingen; † 12. Juli 1923 in Schachen (Lindau)) war ein deutscher vergleichender Anatom.

Sein Vater war Eduard Friedrich Wiedersheim (1819–1882). Seine Mutter, Bertha Friederike Wiedersheim (1825–1848), geborene Otto, verstarb wenige Tage nach seiner Geburt. Robert Wiedersheim wurde dann im Haus seines Großvaters, des Fabrikanten Immanuel Friedrich Otto (1791–1875) in Nürtingen, erzogen.[2]Seine Schulzeit absolvierte er zum einen in Nürtingen und zum anderen in Kirchheim unter Teck dann folgte das Gymnasium in Stuttgart, wo er bei einem Onkel wohnen konnte.

Er studierte ab 1868 ein Semester Naturwissenschaften in Lausanne, dann Medizin von 1868 bis 1870 in Tübingen bei Franz von Leydig, 1871 in Würzburg, 1872 in Freiburg bei Albert Schinzinger. Mit einer Arbeit über Die feineren Strukturverhältnisse der Drüsen im Muskelmagen der Vögel wurde er an der dortigen medizinischen Fakultät promoviert. 1873 legte er sein Staatsexamen bei Adolf Kußmaul ab und promovierte in Würzburg. Während seines Studiums wurde er 1868 Mitglied der Burschenschaft Germania Tübingen.[3]

Er wurde Assistent von Albert von Kölliker. Als Nachfolger von Hasse übernahm er die Prosektur. Im Jahre 1873 heiratete er die Tilla Gruber, einer Tochter des Lindauer Kaufmanns Friedrich Gruber. Nach seiner Nostrifikation arbeitete er ab 1876 am Anatomischen Institut der Universität Freiburg bei Alexander Ecker in Freiburg, wo er im folgenden Jahr zum außerordentlichen Professor berufen wurde. 1883 wurde er als Nachfolger von Ecker ordentlicher Professor und Direktor der anatomischen und vergleichend-anatomischen Anstalt. 1918 wurde er emeritiert.

1894 wurde Wiedersheim zum Hofrat und 1902 zum Geheimen Hofrat ernannt. 1910 folgte die Ernennung zum Geheimrat.[4]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Robert Wiedersheim – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Frühe Zeugnisse vom Eichbergschacht (Kat.-Nr.7621/7) bei Undingen (Schwäbische Alb)und Würdigung des biospeläologischen Wirkens von Robert Ernst Wiedersheim. Beiträge zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland Nr. 46 S. 5-18 Stuttgart, Juni 2008. S. 12 (PDF; 2,4 MB)
  2. Frühe Zeugnisse vom Eichbergschacht (Kat.-Nr.7621/7) bei Undingen (Schwäbische Alb)und Würdigung des biospeläologischen Wirkens von Robert Ernst Wiedersheim. Beiträge zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland Nr. 46 S. 5-18 Stuttgart, Juni 2008. S. 11 ff. (PDF; 2,4 MB)
  3. Burschenschaftliche Blätter. XIV. Jg., Berlin 1900, S. 281.
  4. Jakob Kocher: Geschichte der Stadt Nürtingen, 1924, Band 2, Seite 260