Robertino Loreti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Robertino Loreti, 1961
Robertino Loreti, 2011

Roberto Loreti[1] (* 22. Oktober 1946 in Rom), besser bekannt unter seinem Künstlernamen Robertino, ist ein italienischer Sänger, Schauspieler und Kinderstar.

Leben[Bearbeiten]

In den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren begeisterte er als Robertino ein breites Publikum mit seinen gefühlvollen Aufnahmen im Jungen-Sopran.

Der Sohn eines Bäckers sang schon als Kleinkind im heimischen Bäckerladen und bezauberte die Kundschaft. Hier wurde er dann entdeckt und schnell lokal bekannt. Bereits mit sechs Jahren spielte er neben Gino Cervi und Fernandel in einem Don-Camillo-Film mit.

In einem Touristencafé, in dem Robertino häufig auftrat, hörte ihn 1960 der dänische Fernsehdirektor Volmer Sørensen, der mit seiner Frau in Italien Urlaub machte, und war ergriffen. Begleitet von seinem Vater, ging es alsbald nach Kopenhagen, wo er wenig später seinen ersten Auftritt im dänischen Fernsehen hatte. Der Auftritt war ein sofortiger Erfolg. Nur musste Robertino hier auch mit dreizehn Jahren noch kurze Hosen tragen um seine Kindlichkeit zu betonen.

Bald war er europaweit bekannt und sang, begleitet vom Orchester Otto Francker, Arien und bekannte Stücke wie Santa Lucia, O sole mio, Ave Maria, La Paloma und Brahms’ Wiegenlied. Auch spielte er in verschiedenen Filmen mit.

Den Titel Mamma, durch den Heintje 1968 in Deutschland zum Kinderstar wurde, sang Robetino das italienische Original bereits 1961 im deutschen Schlagerfilm Im schwarzen Rößl.

Bis heute ist der mittlerweile recht füllige Loreti vor allem in Skandinavien und Osteuropa populär. Auch in der früheren Sowjetunion war er ein Begriff. Im populären Kinderfilm Der elektronische Doppelgänger wird er als Synonym für eine schöne Kinderstimme gebraucht.[2] Der Anfang der 70er Jahre in der Sowjetunion berühmte Sängerknabe Sergej Paramonow (1961-1998) wurde mit ihm verglichen, u. a. in dem 44-minütigen Dokumentarfilm "Sergej Paramonow. Ein sowjetischer Robertino Loreti" (2006).[3]

Filmografie[Bearbeiten]

Erfolgstitel[Bearbeiten]

  • 1961: Jamaica
  • 1964: Un bacio piccolissimo
  • 1965: Mia cara
  • 1966: Bella
  • 1966: Un dollaro d’amore
  • 1967: Era la donna mia
  • 1968: Suona, suona violino
  • 1969: Le belle donne
  • 1969: Intorno a me mulini
  • 1969: Arcobaleno
  • 1969: Contenta tu, contento anch’io
  • 1970: Non siamo al mare
  • 1970: Ho fatto centro nel tuo cuor

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Robertino Loreti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.robertinoloreti.eu/Inglese/Biografia_English.asp
  2. Teil 1, Minute 53
  3. Dokumentarfilm in russischen Sprache: «Сергей Парамонов. Советский Робертино Лоретти»; vollständige Fassung auf www.bdh.ru (AVI; 111 MB)