Roberto Alemann

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Roberto Alemann (* 1922 in Buenos Aires) ist ein argentinischer Politiker, Rechtsanwalt, Journalist und Autor.

Leben[Bearbeiten]

Die Vorfahren seiner Familie sind aus der Schweiz nach Argentinien eingewandert. Vorfahren von Alemann gründeten die deutschsprachige wöchentlich erscheinende Tageszeitung des Argentinischen Tagesblattes.[1] Alemann besuchte das Colegio Nacional de Buenos Aires, wo er 1941 graduierte, und studierte Rechtswissenschaften und Sozialwissenschaften an der Universidad de Buenos Aires. Als politischer Gegner von Präsident Juan Perón schloss er sich dem Team von Raúl Prebisch 1955 an. 1957 war er Mitgründer von Asociación Argentina de Economia Politica. Im April 1961 wurde Alemann Nachfolger des argentinischen Wirtschaftsministers Álvaro Alsogaray in der Regierung von Arturo Frondizi. Im Januar 1962 musste er das Amt des Wirtschaftsministers aufgrund konservativen Drucks argentinischer Militärpersonen aufgeben. Nach seinem Rücktritt arbeitete Alemann in der Privatwirtschaft und war Lobbyist der schweizerischen Bank UBS. Von 1964 bis 1973 war er als Hochschullehrer für Wirtschaft an der Universidad de Buenos Aires tätig. Im Dezember 1981 wurde Alemann unter General Leopoldo Galtieri erneut zum Wirtschaftsminister in Argentinien berufen, nachdem der Haushalt der argentinischen Regierung unter einer Außenverschuldung zusammenbrach. Allemann versuchte als Wirtschaftsminister, die Wirtschaftslage Argentiniens zu stabilisieren und begann, die belasteten Wirtschaftsbeziehungen zur US-amerikanischen Regierung von Ronald Reagan und zum Internationalen Währungsfonds zu reparieren. Der Einmarsch des argentinischen Militärs auf den Falkland-Inseln am 2. April 1982 zerstörte die Reformanstrengungen Alemanns. Nach der Niederlage des argentinischen Militärs im Falklandkrieg wurde Alemann als Wirtschaftsminister ersetzt. Alemann widmet sich nach seinem Rückzug aus der argentinischen Politik seiner journalistischen Tätigkeit für das Argentinische Tagesblatt sowie für eine Kolumne in der Zeitung Clarin.[2]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Sistemas Económicos (1953), Buenos Aires: Arayú
  • Hacia una política de inversiones (1960), Buenos Aires: Selección Contable
  • Curso de Política Económica Argentina (1970–81), Buenos Aires: EUDEBA
  • Breve historia de la política económica argentina (1989), Buenos Aires: Claridad
  • Recordando a Kennedy (1996), Buenos Aires: Sudamericana

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Argentinisches Tageblatt:Wir über uns
  2. taz.de:Durchschnittsalter: über siebzig