Robin Frijns

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Robin Frijns (2012)

Robin Frijns (* 7. August 1991 in Maastricht) ist ein niederländischer Automobilrennfahrer. Er wurde 2010 Meister der europäischen Formel BMW, 2011 Meister des Formel Renault 2.0 Eurocups und 2012 Meister der Formel Renault 3.5.

Karriere[Bearbeiten]

Frijns begann seine Motorsportkarriere 1999 im Kartsport,[1] in dem er bis 2008 aktiv war. Unter anderem wurde er 2008 Vizemeister der französischen KF2-Meisterschaft. 2009 wechselte er in den Formelsport und trat für Josef Kaufmann Racing in der europäischen Formel BMW an. Frijns entschied ein Rennen für sich und wurde Dritter in der Meisterschaft. Zudem gewann er die Wertung des besten Neulings. 2010 blieb Frijns bei Josef Kaufmann Racing und bestritt seine zweite Saison in der europäischen Formel BMW. Nachdem er große Teile der Saison hinter Jack Harvey auf dem zweiten Platz in der Fahrerwertung lag, übernahm er am letzten Rennwochenende die Führung in der Fahrerwertung und gewann mit insgesamt sechs Siegen den Meistertitel vor Harvey. Da die Serie zum Saisonende eingestellt wurde, war er der letzte Meister der europäischen Formel BMW.[2] Außerdem nahm er an drei Rennen der nordeuropäischen Formel Renault teil und erzielte dabei einen Sieg.

2011 ging Frijns für Josef Kaufmann Racing im Formel Renault 2.0 Eurocup an den Start.[3] Mit fünf Siegen entschied er den Meistertitel vorzeitig für sich. Darüber hinaus trat er 2011 für Josef Kaufmann Racing zu einigen Rennen der nordeuropäischen Formel Renault an. Mit einem Sieg lag er in dieser Serie auf dem vierten Gesamtrang. 2012 wechselte Frijns zu Fortec Motorsport in die Formel Renault 3.5.[4] Nachdem Frijns bei seinem Debüt im Motorland Aragón Dritter geworden war, gewann er einen Tag später sein erstes Formel-Renault-3.5-Rennen. Mit zwei weiteren Siegen in Wolokolamsk und Mogyoród und insgesamt acht Podest-Platzierungen entschied Frijns den Meistertitel in seiner Debütsaison für sich. Beim letzten Saisonrennen in Catalunya verursachte Frijns eine Kollision mit seinem Titelrivalen Jules Bianchi, der dabei ausschied. Frijns wurde zwar nach dem Rennen mit einer Strafe für dieses Manöver belegt und fiel aus den Punkterängen, da er aber schon vor dem Rennen vor Bianchi lag, änderte sich nichts am Gesamtergebnis der Fahrer, während sein Team dadurch eine Position in der Teamwertung verlor.[5] Frijns entschied das Duell gegen Bianchi mit 189 zu 184 Punkten. Nach der Saison absolvierte Frijns Formel-1-Testfahrten für Red Bull und Sauber.

Robin Frijns beim Sprintrennen der GP2-Serie in Spa-Francorchamps 2013

2013 übte Frijns bei Sauber die Position des Formel-1-Testfahrers aus.[6] Darüber hinaus absolvierte er GP2-Testfahrten für Trident Racing. Zu einem Engagement bei dem Rennstall kam es jedoch nicht.[7] Nachdem er beim Saisonauftakt der GP2-Serie-Saison 2013 ohne Cockpit war, erhielt er für die zweite Veranstaltung einen Platz bei Hilmer Motorsport.[8] An seinem Debütwochenende blieb er ohne Punkte. Bei seiner zweiten Teilnahme in Barcelona gewann er das Hauptrennen und wurde Zweiter im Sprintrennen. Aufgrund eines fehlenden Sponsors besaß Frijns bei Hilmer keinen festen Vertrag, sondern wurde jeweils für eine Veranstaltung bestätigt.[9] Nach fünf Rennwochenenden bei Hilmer Motorsport verlor er sein Cockpit an Adrian Quaife-Hobbs. Eine Veranstaltung später übernahm er für ein Wochenende das Fahrzeug seines ehemaligen Teamkollegens Jon Lancaster. Frijns nahm an sechs von elf Rennwochenenden teil und beendete die Saison auf dem 15. Gesamtrang. 2014 ist Frijns Formel-1-Testfahrer bei Caterham. In dieser Funktion wird er auch an Freitagstrainings teilnehmen.[10]

Sonstiges[Bearbeiten]

Frijns wählte die #46 als seine Formel-1-Startnummer. Er hat die Nummer bisher nur in Trainingssitzungen verwendet.

Statistik[Bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten]

Einzelergebnisse in der GP2-Serie[Bearbeiten]

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 Punkte Rang
2013 Hilmer Motorsport MalaysiaMalaysia MAS BahrainBahrain BRN SpanienSpanien ESP MonacoMonaco MON Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR DeutschlandDeutschland GER UngarnUngarn HUN BelgienBelgien BEL ItalienItalien ITA SingapurSingapur SIN Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate UAE 47 15.
    21 23 1 2 DNF 15 13 DNF 6 DNF     9 DNF            

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Palmares“ (robinfrijns.com; abgerufen am 4. September 2010)
  2. „Frijns ist der dritte und letzte Formula BMW Europe Meister“ (Motorsport-Total.com am 12. September 2010)
  3. «Frijns e Tunjo si affidano a Kaufmann» (italiaracing.net am 26. Januar 2011)
  4. “Robin Frijns graduates to FR3.5 with Fortec” (autosport.com am 30. Januar 2012)
  5. Matt Beer, Glenn Freeman: “Barcelona FR3.5: Frijns penalised for Bianchi clash but keeps title”. autosport.com, 21. Oktober 2012, abgerufen am 23. Dezember 2012 (englisch).
  6. „Offiziell: Gutierrez neuer Stammfahrer bei Sauber“. Motorsport-Total.com, 23. November 2012, abgerufen am 23. November 2012.
  7. Philipp Schajer: „Konzentration auf die Formel 1“. Konzentration auf die Formel 1. Motorsport-Magazin.com, 22. März 2013, abgerufen am 22. März 2013.
  8. Norman Fischer, Roman Wittemeier: „Hilmer greift zu: Doch noch ein Cockpit für Frijns“. Motorsport-Total.com, 15. April 2013, abgerufen am 17. April 2013.
  9. Norman Fischer: „Wartezeit vorbei: Frijns auch in Monaco am Start“. Motorsport-Total.com, 21. Mai 2013, abgerufen am 3. Juni 2013.
  10. Norman Fischer: „Offiziell: Caterham 2014 mit Kobayashi und Ericsson!“ Motorsport-Total.com, 21. Januar 2014, abgerufen am 21. Januar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]