Robinson soll nicht sterben

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Filmdaten
Originaltitel Robinson soll nicht sterben
Robinson soll nicht sterben Logo 001.svg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1957
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Josef von Báky
Drehbuch Emil Burri
Produktion neue deutsche Filmgesellschaft
(Harald Braun)
Musik Georg Haentzschel
Kamera Günther Anders
Schnitt Claus von Boro
Besetzung

Robinson soll nicht sterben ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1957. Der Film mit Romy Schneider, Horst Buchholz und Erich Ponto in den Hauptrollen entstand nach dem gleichnamigen Theaterstück von Friedrich Forster. Regisseur war Josef von Báky.

Handlung[Bearbeiten]

Daniel Defoe ist der berühmte Schriftsteller und Autor von Robinson Crusoe, aber zum Vergnügen auch Geschichtenerzähler für die Jungen Ben, Charly und Jim, die hart in der Baumwollfabrik arbeiten müssen, in der auch Maud Cantley (Romy Schneider) arbeitet, bei deren Mutter Defoe zur Untermiete lebt. Defoe war einst Berater von König Georg II. (Großbritannien), doch seitdem er bei dem in Ungnade gefallen ist und Defoes Bücher verboten wurden, weil zu viele Matrosen sich nach dem Vorbild des Robinson auf die Inseln flüchten, kann er sich nur mühsam durchs Leben schlagen. Noch dazu ist er mit seinem Sohn Tom (Horst Buchholz) zerstritten. Tom macht Schulden und kommt deshalb ins Schuldgefängnis. Doch sein Vater ist unbeugsam und möchte ihm auch jetzt nicht helfen. Maud dagegen glaubt an Tom und besucht ihn im Gefängnis. Sie hinterlässt sich selbst als Pfand für Tom, damit er seinen, über den Ärger schwerkrank geworden Vater besuchen kann. Sie möchte, dass sich die beiden wieder versöhnen. Defoe jedoch zeigt sich unnachgiebig und der Sohn stiehlt ihm dafür seinen größten Schatz: Das wertvolle handschriftliche Manuskript seines Romans Robinson Crusoe. Tom verkauft das Manuskript für einen lächerlichen Preis an einen Trödler und bezahlt damit seine Schulden, wodurch er wieder freikommt. Daraufhin verschwindet er mit dem Gangsterkönig Carlton Heep und ein paar zwielichtigen Gestalten. Maud und die Kinder machen sich sofort auf die Suche nach ihm, unter ihnen auch Ben, Charly und Jim, die stattdessen an diesem Abend, aufgrund ihrer fürchterlichen Arbeit in der Baumwollfabrik, eigentlich nach Robinsons Vorbild auf einem Schiff anheuern wollten, um für immer abzuhauen. In der Taverne von Carlton Heep werden sie fündig und nehmen Tom mit. Im Hyde Park halten sie ihn kurz gefangen, während Maud eine Audienz beim König persönlich erwirkt. Dieser gibt Tom Geld, sodass er das Manuskript zurückkaufen kann, und will auch dafür sorgen, dass Kinder nicht mehr so hart arbeiten müssen. Daraufhin besuchen sie alle Defoe in Mrs.Cantleys Wohnung. Tom und Maud lesen dem schwerkranken Schriftsteller aus Robinson Crusoe vor.

Hintergrund[Bearbeiten]

Regieassistent bei diesem Film war der Theaterregisseur Rudolf Noelte.

Kritiken[Bearbeiten]

„Kinder aus den Armenvierteln Londons organisieren Hilfe für Daniel Defoe (1660–1731), den betagten und in Not geratenen Autor ihres Lieblingsbuchs "Robinson Crusoe". Keine historische Biografie, aber warmherzige, munter inszenierte und gespielte Unterhaltung.“

Lexikon des internationalen Films[1]

Hörspiele[Bearbeiten]

Zwischen 1951 und 1961 entstanden auch drei Hörspiele unter dem gleichen Titel, die ebenfalls auf der Vorlage von Friedrich Forster basieren.

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Forster: Robinson soll nicht sterben. Ein Spiel in 3 Akten. 7. Auflage. Das Bühnenspiel (25). Deutscher Theaterverlag, Weinheim (Bergstraße) 1972, 62 S., ISBN 3-7695-0425-9
  • Friedrich Forster: Robinson soll nicht sterben. Eine Erzählung. Reclam, Stuttgart 1994, 75 S., ISBN 3-15-007859-8

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Robinson soll nicht sterben im Lexikon des Internationalen Films