Robot Wars

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Dieser Artikel behandelt eine Fernsehshow; zum Film siehe Robot Jox – Die Schlacht der Stahlgiganten.
Kampfroboter Sir Killalot; der gleichnamige Hausroboter aus der zweiten Staffel ist jedoch ein größeres Modell

Robot Wars ist ein Anfang der 1990er Jahre in Großbritannien entstandenes Fernsehformat, bei dem selbständige Teams aus zwei bis drei sogenannten Roboteers mit ferngesteuerten Fahrzeugen in einer geschützten Arena gegeneinander antreten. Das Ziel der Roboter ist es, alle gegnerischen Roboter fahrunfähig zu machen. Als Waffen dienen dabei zum Beispiel mit Pneumatik angetriebene Umwerf-Mechanismen oder schwere, schnell rotierende Scheiben mit Mitnehmern. Für das Publikum entstehen dabei spektakuläre Szenen weshalb sich Robot Wars beim englischen Publikum größter Beliebtheit erfreut.

Über 400 Teams mit Robotern gibt es in England, zum Teil auch Schulklassen, die im Rahmen eines Technikpraktikums einen Roboter bauen.

Regelwerk[Bearbeiten]

Es werden derzeit in Europa Kämpfe in vier Gewichtsklassen veranstaltet:

  • Antweight-Klasse (bis 150 g)
  • Raptor-Klasse (bis 6 kg)
  • Featherweight-Klasse (bis 13,6 kg)
  • Heavyweight-Klasse (bis 100 kg)

Ausnahmen bilden Roboter, die sich mit Beinen fortbewegen. Diese dürfen jeweils das doppelte Gewicht besitzen. Waffen sind nur dann verboten, wenn sie das Publikum oder einen Fortgang der Veranstaltung potentiell gefährden könnten. So sind zum Beispiel Schusswaffen mit frei fliegenden Projektilen, Explosivstoffe, Säuren, Flammenwerfer oder auch Funkstörsender verboten. Allerdings durfte einer der Houserobots einen Flammenwerfer benutzen.

Zur Funksteuerung werden ausschließlich handelsübliche RC-Fernsteuerungen im 40-MHz-Band benutzt. Seit 2008 sind zusätzlich Fernsteuerungen im 2,4-GHz-Bereich zulässig.

Robotwars in Deutschland[Bearbeiten]

1999 versuchte der Fernsehsender RTL II das Format auch in Deutschland zu etablieren. Im Jahre 2001 konnten dann für die erste deutsche Meisterschaft vier Roboter mobilisiert werden. Erster deutscher Meister wurde der Roboter Ansgar vom Team Thomsen aus Ahrenviöl bei Husum. Die zweite deutsche Meisterschaft wurde 2002 in Nottingham abgehalten. Gewinner wurde damals Black Hole aus Dachau. Seit 2003 veranstaltet die deutsche Robotwars-Gemeinschaft German Roboteers Association (GRA) unter dem Titel Mad-Metal-Machines auch in Deutschland Events mit Kämpfen verschiedener Gewichtsklassen. Außerdem nahmen einige deutsche Roboter auch bei internationalen Meisterschaften teil. Erfolgreichster war 2003 das bayerische Team Tsunami, das trotz starker Konkurrenz bis ins Gruppenfinale der Weltmeisterschaft vordrang.

Robotwars im deutschen Fernsehen und Theater[Bearbeiten]

Die ersten synchronisierten englischen Folgen von Robotwars wurden von Christian Möllmann moderiert. Die Folgen mit deutschen Teilnehmern wurden dann vom aus dem DSF bekannten Moderator Jürgen Törkott moderiert. Des Weiteren wurden Berichte über Veranstaltungen der GRA im Sat.1-Mittagsmagazin gezeigt.

Im Jahr 2006 hatten die Mitglieder mit ihren Robotern außerdem einen Gastauftritt in einer Folge der Fernsehserie Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei.

Für die Münchner Kammerspiele wurden von der German Roboteers Association e.V. (GRA) im Jahr 2009/2010 drei Schaukampfroboter in der 13,6 kg-Klasse zur Verfügung gestellt. Diese waren dann für mehr als 20 Vorstellungen im Theaterstück "Sicherheitskonferenz" zu sehen.

In der TV-Serie "Mein Mann, sein Hobby und ich" wurde die Geschichte eines 6kg-Schaukampfroboters vom Team Rheinpower von der Entstehung des Bots bis zu seinem Kampf im Turnier gezeigt.

Weblinks[Bearbeiten]