Rock Against Communism

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Rock Against Communism (englisch für ‚Rock gegen Kommunismus‘), besser bekannt unter den Abkürzungen RAC bzw. R.A.C., ist eine Kampagne, unter der Bands aus dem Bereich des Rechtsrock erstmals 1977 aktiv wurden. Es handelt sich nicht um einen eigenen Musikstil, sondern es dient als selbstgewählter Sammelbegriff der rechtsextremen/neonazistischen Rockmusik-Szene. Ziel war es, durch die Musik Skinheads und Fußballfans für nationalsozialistisches Gedankengut zu begeistern.

Die ersten RAC-Konzerte wurden 1977 von der rechtsextremen britischen National Front ausgerichtet. Sie sollten einen bewussten Gegenpol zur antifaschistischen Musikbewegung Rock Against Racism bilden. 1982 nahm sich Ian Stuart Donaldson, der Sänger der Neonazi-Band Skrewdriver, des Konzepts an. Skrewdriver spielten einige Konzerte unter dem Motto „Rock against Communism“, weitere Bands schlossen sich an. Eng verknüpft mit RAC war die Gründung des neonazistischen Labels White Noise Club durch Ian Stuart und den National-Front-Aktivisten Joseph Pearce. Auch die neonazistische Blood-and-Honour-Bewegung hat ihre Wurzeln im RAC.

In den 1980er Jahren griff die Bewegung auch auf andere europäische Länder über, zunächst vor allem nach Skandinavien. In Schweden gründete sich 1986 eine kleine RAC-Organisation unter dem Motto „Rock mot Kommunismen“ (RMK, ‚Rock gegen den Kommunismus‘).

Auch in den USA breitete sich RAC in den frühen 1980er Jahren im Umfeld der Hardcore-Punk- und Skinhead-Szene aus und brachte unter anderem Gruppen wie Youth Defense League, Max Resist and the Hooligans, Mid Town Bootboys und Bully Boys hervor, in deren Umfeld in den späten 1980er Jahren die neonazistische Hammerskin Nation entstand [1].

„RAC“ ist bis heute ein beliebter Bezugspunkt neonazistischer und rechtsextremer Bands. In den deutschsprachigen Ländern wird der Begriff RAC heute zumeist zur Charakterisierung des Oi!-lastigen britischen Neonazi-Rocks der 1980er-Jahre herangezogen. Die RAC-Bewegung kann daher als Bindeglied zwischen der offen neonazistischen, politisch ambitionierten Musikszene und sich politisch neutral verstehenden Skinheads und Oi!-Skins angesehen werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.adl.org/education/neo_nazi_music.asp