Roderich Kiesewetter

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Roderich Kiesewetter (2010)

Roderich Kiesewetter (* 11. September 1963 in Pfullendorf) ist ein deutscher Politiker (CDU) und ausgebildeter Generalstabsoffizier (Oberst a.D.). Bei der Bundestagswahl 2009 wurde er im Wahlkreis Aalen – Heidenheim als Direktkandidat in den Deutschen Bundestag gewählt.

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Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1982 am Hariolf-Gymnasium in Ellwangen an der Jagst absolvierte Kiesewetter die Offizierausbildung der Bundeswehr in der Artillerietruppe und studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität der Bundeswehr München und der University of Texas in Austin (Texas) mit dem Abschluss Diplom-Kaufmann (1986). Von 1995 bis 1997 erhielt er seine Generalstabsausbildung und nahm danach Leitungs- und Stabsaufgaben unter anderem beim Europäischen Rat in Brüssel, beim NATO-Hauptquartier in Brüssel und Mons sowie beim Bundesministerium der Verteidigung in Bonn war. Daneben war er als Bataillonskommandeur tätig.

Im Oktober 2006 wurde er zum Oberst befördert und war Büroleiter von General Rainer Schuwirth und anschließend von General Karl-Heinz Lather im NATO-Hauptquartier Europa (SHAPE) in Mons. Im April 2009 wurde er in das Kommando operative Führung Eingreifkräfte nach Ulm versetzt.

Seit der konstituierenden Sitzung des 17. Deutschen Bundestages am 27. Oktober 2009 ist er Oberst a.D.

Roderich Kiesewetter ist seit 1991 verheiratet und Vater eines Sohnes und einer Tochter.[1] Seit Juli 2009 wohnt er in Aalen.

Partei und Abgeordneter[Bearbeiten]

Roderich Kiesewetter trat 1979 in die Junge Union und 1981 in die CDU ein.

Am 11. Oktober 2008 nominierten die CDU-Mitglieder im Wahlkreis Aalen-Heidenheim Roderich Kiesewetter bereits im ersten Wahlgang bei drei Kandidaten mit 75,5 Prozent der Stimmen[2] zu ihrem Kandidaten für das Direktmandat bei der Bundestagswahl 2009. Bei dieser gewann Kiesewetter insgesamt 45,1 Prozent der Stimmen und damit das Direktmandat des Wahlkreises Aalen – Heidenheim.

Als Abgeordneter des Bundestags ist Kiesewetter ordentliches Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten und des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union sowie stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss. Ferner ist er Obmann seiner Fraktion für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung, stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung, seit November 2010 Obmann seiner Fraktion für zivile Krisenprävention und vernetzte Sicherheit sowie Berichterstatter für Energiepolitik. Des Weiteren ist er seit Februar 2010 Leiter der Deutschen Delegation der Parlamentarischen Versammlung der EU- und Mittelmeerstaaten.

Er ist seit 2011 Mitglied im Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg, seit 2009 Mitglied im Bezirksvorstand CDU Nordwürttemberg und im Regionalverband Ostwürttemberg sowie seit 2010 im Bezirksvorstand der CDA Nordwürttemberg. Am 1. Oktober 2011 wurde Kiesewetter zum Stellvertretenden Bezirksvorsitzenden der CDU Nordwürttemberg gewählt.[3] Roderich Kiesewetter ist seit Ende 2012 stellvertretender Vorsitzender des 7. Beirats der Bundesakademie für Sicherheitspolitik und damit einer der beiden Stellvertreter von PSts a.D. Walter Kolbow.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Kiesewetter ist unter anderem Mitglied in der Deutsch-Britischen Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP e. V.), in der Europa-Union Deutschland, im Lions-Club sowie im Verband der Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereine Unitas. Im Deutschen Bundestag ist er Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag.

Er ist zudem Mitglied des Bundeswehr-Sozialwerks und der Clausewitz-Gesellschaft. Seit dem 11. November 2011 ist er Präsident des Verbands der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, in dem er bereits seit 2010 Stellvertreter des Präsidenten Gerd Höfer war.

Seit September 2012 gehört er als stellvertretender Beiratsvorsitzender dem 6. Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik an.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten]

  • Bernhard Liechtenauer, Roderich Kiesewetter: Der Schutz des Heeres wird kontinuierlich verbessert – In: Wehrtechnik (Bonn), 38, 2006, 4, S. 60–66, Ill.
  • Fouzieh Melanie Alamir, Roderich Kiesewetter: The European Security and Defense Policy and Potential Causes of Friction with NATO.In: Evangelische Akademie Loccum, Loccumer Protokolle 10/2001, Die Erneuerung der transatlantischen Partnerschaft / The Renewal of the Transatlantic Partnership. ISBN 3-8172-1001-9, S. 255–283

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Roderich Kiesewetter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. roderich-kiesewetter.de
  2. CDU nominiert Kiesewetter. In: Heidenheimer Neue Presse, 11. Oktober 2008
  3. Kiesewetter neuer Vizechef der CDU Nordwürttemberg. In: Schwäbische Post, 1. Oktober 2011