Rodewald
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Nienburg/Weser | |
| Samtgemeinde: | Steimbke | |
| Höhe: | 25 m ü. NN | |
| Fläche: | 60,31 km² | |
| Einwohner: |
2.623 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 43 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 31637 | |
| Vorwahl: | 05074 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NI | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 56 026 | |
| Bürgermeister: | Katharina Fick (WG) | |
| Lage der Gemeinde Rodewald im Landkreis Nienburg/Weser | ||
Rodewald ist eine Gemeinde im Landkreis Nienburg/Weser in Niedersachsen und gehört zur Samtgemeinde Steimbke. Mit fast 12 Kilometern Länge gilt Rodewald als das zweitlängste Dorf in Niedersachsen. Die Gemeinde ist unterteilt in die Obere, Mittlere und Untere Bauerschaft (obere im Süden, dann mittlere und untere im Norden). Bis zur Verwaltungs- und Gebietsreform im Jahre 1974 gehörte Rodewald zum Landkreis Neustadt am Rübenberge.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Rodewald entstand nach ersten geschichtlichen Aufzeichnungen im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts, wonach der Bischof von Minden den Grafen von Wölpe mit einer Siedlungsgründung beauftragte. Durch eine planmäßige Rodung von Waldflächen entstand der erste Abschnitt der zu einem großen Teil mit der heutigen unteren Bauernschaft identisch ist. Die so entstandene Hagenhufensiedlung zeigt bis zum heutigen Tag die dafür typische Siedlungsstruktur. Jeder Siedler erhielt ein gleich großes Stück Land, eine eingehägte, d.h. eingezäunte Hufe (eine Rodungshufe = 60 - 70 Morgen), die sich streifenförmig quer zur Straße erstreckte und innerhalb derer er sich mit seinen Gebäuden ansiedelte. Rodewald entwickelte sich in drei Bauernschaften, die bis 1974 Einzelgemeinden bildeten.
Im Verlauf der Jahrhunderte hat sich nur an den Dorfenden und in der Mitte der Ortslage eine zunehmende Siedlungstätigkeit, verbunden mit einer größeren zusammenhängenden Bebauung beidseitig der Straße (L 192) entwickelt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einer verstärkten Siedlungstätigkeit, bei der auch die Freiflächen entlang der Landesstraße bebaut wurden, so dass das Charakteristikum der wechselseitigen Bebauung entlang der Straße nur noch eingeschränkt zu erkennen ist. Um den Eindruck des ursprünglichen Hagenhufendorfes nicht zu zerstören, sind in jüngerer Zeit zwei Neubaugebiete im Bereich der stärker besiedelten Ortsmitte und ein Gewerbegebiet am südlichen Ortsende ausgewiesen worden.
Auch wenn die historische Siedlungsstruktur nicht mehr vollständig ablesbar ist, so hat sich Rodewald als "langes Dorf an der Straße" doch noch einen einzigartigen Reiz bewahrt und die verbliebenen Freiflächen entlang der Straße ermöglichen auch weiterhin die für den Ort sehr wichtige Verzahnung von Landschaft und Siedlung.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat hat 13 gewählte Mitglieder, ihm gehören aktuell drei Parteien bzw. Wählergemeinschaften an.
(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011).
[Bearbeiten] Wappen
Das Gemeindewappen der Dorfgemeinde Rodewald m.B. mit der Eule wurde 1960 vom Regierungspräsidenten in Hannover genehmigt. Die 1969 gegründete Einheitsgemeinde übernahm die Eule. Das Motiv der Eule stammt dabei von einer kleinen steinernen Eule im Portal des Turms der St. Aegidienkirche in Rodewald m.B. Der Rat der Gemeinde Rodewald hat sich gegen die Freigabe zur Nutzung im Internet entschieden.
[Bearbeiten] Kirchen/Konfessionen
[Bearbeiten] Kirchen
In Rodewald sind die beiden großen christlichen Konfessionen vertreten, die sich in insgesamt drei Kirchen in Rodewald zum Gottesdienst versammeln. Die Kirche "Heilige Familie" der röm.-kath. Kirchengemeinde wird als Filialkirche durch den Pfarrer der St. Bernward-Kirche Nienburg, Heinrich Metzner, bespielt und umfasst ca. 350 Mitglieder. Die ev.-luth. St. Aegidien- und St. Johanniskirchengemeinde Rodewald unterhält zwei Kirchen: Die St. Johanniskirche in der unteren Bauernschaft und die St. Aegidienkirche in der mittleren Bauernschaft. Die ev. Kirchengemeinde umfasst ca. 2400 Gemeindeglieder und unterhält mit Pastor Michael Othmer ein gemeinsames Pfarramt mit der ev. Kapellengemeinde der Streusiedlung Lichtenhorst. Es gibt keine weiteren in Rodewald institutionell vertretenen Konfessionen und Religionen.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Kultur und Museen
- Naturfreibad Rodewald
- Diskothek "Blaue Maus"
- Rodewalder Heimatmuseum
- Kultur- und Jugendzentrum Binderhaus
[Bearbeiten] Bauwerke
- St.-Aegidien-Kirche
- St.-Johannes-Kirche
- Paltrokmühle in der u.B.
[Bearbeiten] Literatur
- Die terra Rodewald: eine niedersächsische Landschaft in ihrer räumlichen und geschichtlichen Entwicklung von Otto Niemeyer und Berthold Frost (1962)
- 750 Jahre Rodewald 1223-1973, Herausgeber: Gemeinde Rodewald (1973)
- Rodewald - Wandel eines Dorfes 1945-1983 von Berthold Frost, Herausgeber und Verlag: Gemeinde Rodewald, Landkreis Nienburg/Weser (1983)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
[Bearbeiten] Weblinks
- Webseite der Gemeinde Rodewald
- Webseite der Ev.-luth. Kirchengemeinde Rodewald
- Webseite der Werbegemeinschaft Rodewald
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