Roger Turner (Musiker)

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Roger Turner im Cafe Oto (London), Juli 2011. Foto: Andy Newcombe

Roger Turner (* 1946 in Whitstable bei Canterbury) ist ein britischer Schlagzeuger des Modern Jazz und der neuen Improvisationsmusik.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Turner, der an der Sussex University studierte, hatte seinen ersten Auftritt als professioneller Jazzmusiker 1966 mit Chris Biscoe in Brighton. 1968 ging er nach London, wo er Mitglied der ghanaischen Perkussionsgruppe Mask wurde. Daneben tourte er mit dem experimentellen Ritual Theatre, mit dem er 1972 seine ersten Aufnahmen bei der BBC einspielte.

Anfang der 1970er Jahre trat er als Solist beim Bracknell Jazz Festival und dem Bruxelles Festival of Percussion auf. 1979 spielte er mit dem Saxophonisten Gary Todd das Album Sunday Best ein. Im gleichen Jahr nahm er mit John Russell und Toshinori Kondo das Album Artless Sky auf. 1981 veröffentlichte Turner sein erstes Soloalbum The Blur Between.

1980 und 1983 erhielt er Stipendien des Arts Council, um seine Kenntnisse der Perkussions- und elektroakustischen Musik zu vertiefen. 1984 bis 1985 besuchte er Kurse an Alan Silvas Schule in Paris. Zur gleichen Zeit arbeitete er mit experimentellen Rockgruppen und mit Sängerinnen und Sängern wie Annette Peacock, Phil Minton und Vanessa Mackness. Weiterhin war er musikalischer Partner von Toshinori Kondo, Derek Bailey, Dorothea Schürch, Evan Parker, Cecil Taylor und Otomo Yoshihide und trat mit Gruppen wie dem Phil Minton Quartet (mit Veryan Weston und John Butcher), den Recedents (mit Lol Coxhill und Mike Cooper) und In the Tradition (mit Alan Silva und Johannes Bauer), in Duos mit John Russell und Phil Minton und verschiedenen Gruppen Martin Klappers auf. Gemeinsam mit Tim Hodgkinson und Thomas Lehn bildet er seit 1997 das Improvisationstrio Konk Pack, mit dem er bisher drei Alben vorlegte und 2001 durch Nordamerika tourte.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]