Roger Whittaker

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Roger Whittaker in Concert, 1976

Roger Whittaker (* 22. März 1936 in Nairobi, Kenia) ist ein britischer Sänger, Liedermacher und Kunstpfeifer. Er ist unter anderem im Vereinigten Königreich, in den Vereinigten Staaten, in Kanada, Südafrika und Deutschland erfolgreich. In Deutschland ist er seit 1979 besonders mit Schlagern in deutscher Sprache bekannt, obwohl er selbst kaum Deutsch spricht.

Roger Whittaker, 1972

Leben[Bearbeiten]

Whittaker begann mit 20 ein Medizinstudium in Kapstadt, Südafrika, das er aber abbrach mit dem Wunsch, Lehrer zu werden. Dafür studierte er Zoologie, Biochemie und Meeresbiologie an der Bangor University in Wales. Seinen Abschluss als Bachelor of Science (B.Sc.) machte er mit Auszeichnung.

Schon während des Studiums war er als Amateurmusiker aktiv. Seinen ersten Auftritt hatte er 1958 im „Equator Club“ in Nairobi. Den ersten Auftritt in Europa hatte er im Sommer 1962 in Portrush, Nordirland. Im selben Jahr erschien dort auch seine erste Single Charge of the Light Brigade. Sein erster Hit war Steelman im selben Jahr. Der 1967 erschienene Mexican Whistler, eine Instrumentalnummer, bei der Whittaker die Melodie nur pfiff, wurde ebenfalls populär und oft in Radioprogrammen gespielt. 1969 hatte der Sänger dann seinen ersten großen Erfolg mit Durham Town. Es folgten weitere Erfolge in England, die in den siebziger Jahren auch im Ausland bekannt wurden, so auch im deutschsprachigen Raum. Seine erfolgreichsten Hits aus dieser Zeit waren The Last Farewell, River Lady und Indian Lady. Dabei wurde The Last Farewell die weltweit meistverkaufte Single in seiner Karriere. Sie wurde in 11 Ländern insgesamt über 11 Millionen Mal verkauft. Daher ist dieses Lied auch sein am häufigsten gesungenes Lied. Es wurde auch von anderen Künstlern aufgenommen, so unter anderem von Ray Conniff und Elvis Presley.

Roger Whittaker live

Ende der 1970er Jahre und in den 1980er Jahren war Whittaker vor allem mit deutschsprachigen Liedern seines langjährigen Produzenten Nick Munro erfolgreich. Sein größter Erfolg war hier Albany aus dem Jahr 1981. Er war Gast in zahlreichen Musiksendungen im Fernsehen, darunter auch mehrmals in der ZDF-Hitparade. Auch ging er mehrmals auf große Tournee. Eines seiner letzten großen Konzerte in Berlin im Jahr 2003 erschien auch als DVD unter dem Titel Roger Whittaker – Live in Berlin.

Whittaker ist seit 1964 verheiratet mit Natalie O’Brien und hat fünf Kinder: Emily (* 28. Mai 1968), Lauren (* 4. Juni 1970), Jessica (* 14. Februar 1973), Guy (* 15. November 1974) und Alexander (* 7. April 1978). Er hat 2011 seinen Ruhesitz von Irland nach Saint-Cirq-Lapopie (Dép. Lot, Région Midi-Pyrénées) in Süd-Frankreich verlegt.

Zusammen mit seiner Ehefrau Natalie schrieb er das autobiografische Buch Ein Glück, dass es dich gibt – So Far so Good, Ullstein (1986), ISBN 3550064918.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Roger Whittaker hat in seiner Karriere über 250 Silber-, Gold- und Platinschallplatten erhalten. Er war Mitglied des britischen Teams, das 1967 Gewinner des Knokke-Musikfestivals in Belgien wurde, bei dem Roger Whittaker den Pressepreis erhielt. Ferner gewann er 1969 mit New World in the Morning drei Goldmedaillen beim brasilianischen Liederfestival in Rio de Janeiro. Darüber hinaus erhielt er den „Gold Badge of Merit“, eine Auszeichnung der British Academy of Songwriters and Composers.

In Deutschland erhielt er 1986 die Goldene Stimmgabel.

Roger Whittaker wurde im Rahmen der „Goldenen Stimmgabel 2006“ am 16. September in der Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle mit einer Platin-Stimmgabel für sein Lebenswerk geehrt.

Im Januar 2011 erhielt er die Krone der Volksmusik für sein Lebenswerk.

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Roger Whittaker/Diskografie

Singles:

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1969 Durham Town (The Leavin’)
New World in the Morning
12
(18 Wo.)
1970 I Don’t Believe in If Anymore
I Don’t Believe in If Anymore
8
(18 Wo.)
1970 New World in the Morning
New World in the Morning
17
(14 Wo.)
1971 Why
Greatest Hits
47
(1 Wo.)
1971 Mammy Blue
Loose and Fiery
31
(10 Wo.)
1975 The Last Farewell
The Last Farewell
19
(13 Wo.)
19
(12 Wo.)
2 Silber
(14 Wo.)
19
(15 Wo.)
1976 River Lady (A Little Goodbye)
A Little Goodbye
4
(26 Wo.)
16
(20 Wo.)
10
(10 Wo.)
1977 Indian Lady
Reflections of Love
43
(2 Wo.)
1982 Albany
Zum Weinen ist immer noch Zeit
3
(19 Wo.)
12
(2 Wo.)
6
(7 Wo.)
1983 Wenn es dich noch gibt
Typisch Roger Whittaker
14
(23 Wo.)
5
(18 Wo.)
1983 Tanz heut Nacht mit mir
Typisch Roger Whittaker
45
(8 Wo.)
1984 Abschied ist ein scharfes Schwert
Ein Glück, daß es dich gibt
9
(21 Wo.)
4
(12 Wo.)
23
(6 Wo.)
1984 Eloisa
Ein Glück, daß es dich gibt
27
(25 Wo.)
1985 Leben mit dir
Du gehörst zu mir
28
(17 Wo.)
27
(6 Wo.)
1986 Fernweh
Du gehörst zu mir
67
(4 Wo.)
1986 Ein bisschen Aroma
Hits
55
(7 Wo.)
1986 The Skye Boat Song
The Skye Boat Song
10
(10 Wo.)
mit Des O’Connor
1992 Du wirst alle Jahre schöner
Stimme des Herzens
58
(11 Wo.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Roger Whittaker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien