Roggen (Gattung)

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Roggen
Roggen (Secale cereale)

Roggen (Secale cereale)

Systematik
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Unterfamilie: Pooideae
Tribus: Triticeae
Gattung: Roggen
Wissenschaftlicher Name
Secale
L.

Roggen (Secale) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Süßgräser (Poaceae). Der Roggen (Secale cereale) ist als Kulturpflanze von wirtschaftlicher Bedeutung.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Vertreter der Gattung sind einjährige, zweijährige oder ausdauernde Gräser. Das Blatthäutchen ist ein kurzer, gestutzter und häutiger Saum. Die Blattspreiten sind flach oder eingerollt.

Der Blütenstand ist meistens eine einfache Ähre, die dicht und seitlich zusammengedrückt ist, und einzeln an der Spitze des Halms steht. Die Ährchen stehen zweireihig, auf jedem Absatz der Ährchenachse steht ein Ährchen. Das Ährchen ist ungestielt und zweiblütig. Über den Blütchen befindet sich ein stielartiger Fortsatz. Die Blütchen sind zwittrig. Selten gibt es drei zwittrige Blüten oder ein bis zwei sterile Blüten über den beiden fertilen Blüten. Die Hüllspelzen sind pfriemlich, gekielt und einnervig. Die Deckspelzen sind lanzettlich, gekielt und fünfnervig. Auf dem Kiel stehen steife, wie ein Kamm abstehende Haare. Die Deckspelze trägt eine lange, gerade, raue Granne.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Vertreter der Gattung kommen vorwiegend in den temperaten Gebieten Europas und Asiens vor.[1]

Systematik[Bearbeiten]

Roggenfeld (Secale cereale)

Die Gattung Secale wird innerhalb der Familie der Süßgräser in die Unterfamilie Pooideae, Tribus Triticeae gestellt. [2]

Die Angaben zur Artenzahl schwanken zwischen 3[2] und 8[3], je nachdem, ob manche Pflanzensippen als Unterarten oder als eigenständige Arten angesehen werden. GRIN listet folgende vier Arten auf:[4]

  • Roggen (Secale cereale L.), mit den Unterarten:
    • Secale cereale subsp. afghanicum (Vavilov) K. Hammer (Syn.: S. afghanicum (Vavilov) Roshev.): Die Heimat ist Afghanistan, Iran, Irak, Pakistan und Armenien.[4]
    • Secale cereale subsp. ancestrale Zhuk.: Die Heimat ist die westliche Türkei.[4]
    • Secale cereale subsp. cereale
    • Secale cereale subsp. dighoricum Vavilov: Die Heimat ist Osteuropa und der Kaukasus.[4]
    • Secale cereale subsp. rigidum Vavilov & Antropov:; Die Heimat ist Turkestan.[4]
    • Secale cereale subsp. segetale Zhuk.: Die Heimat ist Armenien, Aserbaidschan, der Iran, Mittelasien, Sibirien und China (Xinjiang).[4]
    • Secale cereale subsp. tetraploidum Kobyl.: Ist nur in Kultur bekannt.[4]
    • Secale cereale subsp. tsitsinii Kobyl.: Ist nur in Kultur bekannt.[4]
  • Secale strictum (C. Presl) C. Presl, mit den Unterarten:
    • Secale strictum subsp. africanum (Stapf) K. Hammer (Syn.: S. africanum Stapf): Die Heimat ist Südafrika.[4]
    • Secale strictum subsp. anatolicum (Boiss.) K. Hammer (Syn.: S. anatolicum Boiss.): Die Heimat ist die Türkei, Armenien, Aserbaidschan, der Irak und der nördliche Iran.[4]
    • Secale strictum subsp. ciliatoglume (Boiss.) K. Hammer (Syn.: S. ciliatoglume (Boiss.) Grossh.): Die Heimat ist die Türkei, Armenien, Iran und Irak.[4]
    • Secale strictum subsp. kuprijanovii (Grossh.) K. Hammer (Syn.: S. kuprijanovii Grossh.): Die Heimat ist der Kaukasus.[4]
    • Secale strictum subsp. strictum (Syn.: S. montanum Guss.): Die Heimat ist Südeuropa und Westasien mit dem Kaukasus.[4]
  • Secale sylvestre Host: Die Heimat ist Ungarn, Südost- und Osteuropa, West- und Mittelasien mit dem Kaukasus.[4]
  • Secale vavilovii Grossh.: Die Heimat ist die Türkei, Armenien, Aserbaidschan und der nordwestliche Iran.[4]

Belege[Bearbeiten]

  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Roggen (Secale) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chen Shouliang et al.: Poaceae, in: Flora of China, Band 22. (online).
  2. a b M.A. Fischer, K. Oswald, W. Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Dritte Auflage, Land Oberösterreich, Biologiezentrum der OÖ Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9
  3. Secale in: Flora of Pakistan. (online)
  4. a b c d e f g h i j k l m n o Poaceae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 1. Januar 2015.