Rohrberg (Eichsfeld)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rohrberg
Rohrberg (Eichsfeld)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rohrberg hervorgehoben
51.4110.021944444444315Koordinaten: 51° 25′ N, 10° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Hanstein-Rusteberg
Höhe: 315 m ü. NHN
Fläche: 3,54 km²
Einwohner: 237 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37318
Vorwahl: 036083
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 078
Adresse der Verbandsverwaltung: Steingraben 49
37318 Hohengandern
Webpräsenz: www.rohrberg-eichsfeld.de
Bürgermeister: Stephan Hesse (CDU)
Lage der Gemeinde Rohrberg im Landkreis Eichsfeld
Niedersachsen Hessen Kyffhäuserkreis Landkreis Nordhausen Unstrut-Hainich-Kreis Am Ohmberg Am Ohmberg Am Ohmberg Arenshausen Asbach-Sickenberg Berlingerode Bernterode (bei Heilbad Heiligenstadt) Birkenfelde Bodenrode-Westhausen Bornhagen Brehme Breitenworbis Büttstedt Buhla Burgwalde Deuna Dieterode Dietzenrode-Vatterode Dingelstädt Ecklingerode Effelder Eichstruth Ferna Freienhagen (Eichsfeld) Fretterode Geisleden Geismar Gerbershausen Gernrode (Eichsfeld) Gerterode Glasehausen Großbartloff Hausen (Eichsfeld) Haynrode Heilbad Heiligenstadt Helmsdorf (Eichsfeld) Heuthen Hohengandern Hohes Kreuz Hundeshagen Kallmerode Kefferhausen Kella Kella Kirchgandern Kirchworbis Kleinbartloff Kreuzebra Krombach (Eichsfeld) Küllstedt Leinefelde-Worbis Lenterode Lindewerra Lutter (Eichsfeld) Mackenrode (Landkreis Eichsfeld) Marth Niederorschel Pfaffschwende Reinholterode Röhrig Rohrberg (Eichsfeld) Rustenfelde Schachtebich Schimberg Schönhagen (Eichsfeld) Schwobfeld Steinbach (Eichsfeld) Sonnenstein (Gemeinde) Steinheuterode Tastungen Teistungen Thalwenden Uder Volkerode Deuna Wachstedt Wahlhausen Wehnde Wiesenfeld (Eichsfeld) Wingerode WüstheuterodeKarte
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Rohrberg ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Hanstein-Rusteberg im thüringischen Landkreis Eichsfeld.

Geographie[Bearbeiten]

Rohrberg liegt etwa 8 Kilometer nordwestlich des Heilbades Heiligenstadt am Rande des westlichen Eichsfeldes an der Landesgrenze nach Niedersachsen. Nachbargemeinden sind Gleichen mit der Ortschaft Ischenrode im Norden, Freienhagen und Schachtebich im Osten, Rustenfelde im Süden und Friedland mit den Ortschaften Ludolfshausen und Lichtenhagen im Nordwesten.

Der Ort liegt am Fuße des gleichnamigen Rohrberges (415,5 m), einem Zeugenberg aus Muschelkalk der die Buntsandsteinhügellandschaft des mittleren Eichsfeldes nach Westen begrenzt. Östlich der Ortslage verläuft der Eulenbach, ein Zufluss zum Rustebach, welcher bei Arenshausen in die Leine mündet. Unmittelbar südlich verläuft die Bundesautobahn 38 mit einer Anschlussstelle und dem Heidkopftunnel.

Geschichte[Bearbeiten]

Einen Kilometer nordwestlich des Dorfes liegt auf der nördlichen Spitze des Rohrberges eine vormittelalterliche Wallanlage. Eine etwa 25×15 Meter große Fläche ist noch mit einem Graben umgeben. Innwerhalb dieser Fläche befindet sich eine Grube als Rest eines Gebäudes. Man schließt dabei auf die hochmittelalterliche Burg Schnellecke.[2]

Die urkundliche Ersterwähnung des Ortes war vor dem 1. September 1055[3] im Rahmen einer Übertragung von 4 1/2 Hufen Land und einer Mühle in Roriberch durch Erzbischof Luitpold an das Stift Nörten. Eine weiteres Mal wurde der Ort 1189 mit Hartmann und Konrad von Rohrberghe genannt. Seit 1209 ist Rohrberg Sitz einer Pfarrei. Im 15. Jahrhundert wurde der Ort aus unbekannten Gründen eine Wüstung. Um 1500 erfolgte der Wiederaufbau. Der Ort gehörte von 1055 bis zur Säkularisation zu Kurmainz, das ihn denen von Rusteberg als Lehen übertrug. Nach dem Aussterben der Rusteberger fiel der Ort an das Geschlecht von Bodenhausen. Von 1815 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen, kam 1945 zur Sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Rohrberg von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zu Thüringen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 250
  • 1995: 247
  • 1996: 249
  • 1997: 255
  • 1998: 255
  • 1999: 252
  • 2000: 251
  • 2001: 256
  • 2002: 257
  • 2003: 251
  • 2004: 250
  • 2007: 244
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Rohrberg setzt sich aus sechs Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

  • CDU: 2 Sitze
  • Wahlvorschlag Gesangsverein und FFw: 4 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[4]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Stephan Hesse (CDU) wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[5]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Von Silber und Gold schrägrechts geteilt; vorn drei schwarze Rohrkolben mit grünem Stiel und mit je zwei grünen Blättern figurweise; hinten am Spalt ein grüner, links angeschnittener Berg, belegt mit einem silbernen sechsspeichigen Rad.“

Ortsansicht[Bearbeiten]

Blick von Osten auf Rohrberg am Fuße des gleichnamigen Rohrberges

Sehenswertes[Bearbeiten]

Die Kirche von Rohrberg

Sehenswürdigkeiten von Rohrberg sind:

  • die Kirche "St. Pankratius"
  • der Dorfanger
  • das Naturschutzgebiet am Heinebrink (348,2 m) mit seinen Kalk- und Halbtrockenrasen

Literatur[Bearbeiten]

  •  Peter Anhalt, Joseph Gabel, Gemeinde Rohrberg (Hrsg.): Rohrberg - Aus der Geschichte eines Grenzdorfes. Mecke, Duderstadt 2005, ISBN 978-3-936617-37-5, S. 240.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Michael Köhler:Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze,Jenzig-Verlag;2001, ISBN 3-910141-43-9,S.228
  3. Wolfgand Kahl:Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer,Verlag-Rockstuhl,Bad-Langensalza,2010, ISBN 978-3-86777-202-0,S.236
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 9. März 2010 (PDF; 1,9 MB).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.

Weblinks[Bearbeiten]