Roland Dörfler

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Roland Dörfler in seinem Atelier
Roland Dörfler

Roland Dörfler (* 14. Februar 1926 in Silberbach, böhmisches Erzgebirge; † 17. März 2010 in Braunschweig) war ein deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Besuch der Volks- und Bürgerschule in Silberbach und der Lehrerbildungsanstalt in Eger leistete Dörfler von 1944 Arbeitsdienst. Er war in der Infanterie-Ausbildung in Prag und Budweis und hatte einen Einsatz im Westen. Bis 1947 war er in Gefangenschaft in Frankreich. Ab 1948 studierte er an der Akademie Nürnberg bei Fritz Griebel, ab 1950 in der Akademie Stuttgart bei Hans Meid und Manfred Henninger, er war auch Gaststudent bei Willi Baumeister.

1956 heiratete er Suzette Souviraa, geboren in Castillon, Frankreich; sie lebten in einem Wohnatelier in Kornwestheim. Gemeinsam hatten sie drei Kinder.

1956 erhielt er ein Stipendiat des Kulturkreises im BDI, in den folgenden Jahren hatte er einen Lehrauftrag für Zeichnen an der Akademie Stuttgart. Seit 1960 arbeitete er freischaffend. 1965 erfolgte die Berufung an die HBK Braunschweig als Leiter einer Klasse für Malerei und der damit verbundene Umzug nach Braunschweig.

Roland Dörfler ist am 17. März 2010 in Braunschweig verstorben.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Porträt
Dörflers Signatur

Werk[Bearbeiten]

Dörflers Werke beschäftigen sich mit der menschlichen Existenz, welche er als ständige Beschränkung versteht. So wirken die dargestellten Menschen einsam, schwach, unfrei und verzweifelt und stehen damit im Widerspruch zum Menschenbild vieler Idealvorstellungen. Seine Malereien und Zeichnungen bestehen deshalb vorwiegend aus Figuren im Raum, die stets in geschlossene Formen gezwungen werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kunstverein Darmstadt: Deutsche Radierer der Gegenwart. Darmstadt 1982, ISBN 3-76108121-9, S. 52f.
  • Norbert Langer: Aufschlüsse – Lovis-Corinth-Preis 1984 (für Anton Lehmden und Roland Dörfler). In: Sudetenland: Europäische Kulturzeitschrift; Böhmen, Mähren, Schlesien; Vierteljahresschrift für Kunst, Literatur, Wissenschaft und Volkstum 27 (1985), Heft 3, S. 217 – 219.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Roland Dörfler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien