Roland Spendlingwimmer

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Roland Spendlingwimmer (* 1946 in Freistadt, Oberösterreich) ist ein österreichischer Entwicklungshelfer und Flüchtlingshelfer.

Leben[Bearbeiten]

Spendlingwimmer wirkt seit 1980 in Costa Rica.[1] Er betreut verschiedene Öko- und Sozialprojekte zu welchen unter anderem die Flüchtlingskooperative Finca Sonador, das Präventivprojekt Vida Nueva, welches unter Mithilfe seiner Frau, Claudine Spendlingwimmer 1996 gegründet wurde, und die Umweltinitiative UNAPROA zählen.

Spendlingwimmer besuchte die Volksschule in Neumarkt im Mühlkreis. 1966 schließt Spendlingwimmer das Freistädter Gymnasium ab und beginnt ein Jahr später auf der Universität für Bodenkultur in Wien Landwirtschaft zu studieren. Er bricht jedoch 4 Jahre später das Studium ab und übernimmt die Leitung eines selbstverwalteten Jugendzentrums, "HELIOPOLIS", in Wien.

Es folgen Jahre der Vorbereitung der Gründung von Europäischen Pioniersiedlungen in Regionen, die von Abwanderung der landwirtschaftlichen Bevölkerung stark betroffen sind. Im Sommer 1972 wird das erste Projekt in Südfrankreich aufgebaut und zusammen mit jungen Schweizern, Engländern, Franzosen, Deutschen und Österreichern wird die europäische Kooperative Longo Maï gegründet. Bis 1974 wird der Ausbau der Infrastrukturen der Longo Maï, die landwirtschaftliche Aufbauarbeit und die Schafzucht forciert. In diesem Jahr werden 7 ausländische Gründungsmitglieder von Longo Mai von der französischen Regierung aus Frankreich ausgewiesen. Es folgen weitere Niederlassungen in der Schweiz, Deutschland und Österreich.

1978 folgt eine Einladung von lokalen Regierungsfunktionären nach Bangladesch und Dschibuti mit dem Ziel, dort Longo-Maï-ähnliche Kooperativen zu gründen. Im Zuge des Krieges gegen die Somoza-Diktatur in Nicaragua erhält Roland Spendlingwimmer im darauffolgenden Jahr die Einladung, speziell für Flüchtlingsfamilien aus Nicaragua eine Kooperative zu gründen. Zu diesem Zweck wird in Costa Rica ein Stück Land gekauft und 50 Familien beginnen dieses zu bewirtschaften.

Zu Beginn der 80er Jahre ist der Konflikt in El Salvador auf seinem Höhepunkt und viele Familien flüchten nach Costa Rica um sich dort auf der Finca Sonador niederzulassen. Der Großteil dieser Familien bleibt auch nach den Friedensverhandlungen 1997 in Costa Rica und 2001 umfasst die Gemeinschaft bereits 65 Familien (ca. 360 Personen).

Anerkennungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hoamat.Erinnerungen von Roland Spendlingwimmer San Isidro, 18. September 2010