Roland Tichy

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Roland Tichy (* 11. November 1955 in Bad Reichenhall) ist ein deutscher Journalist. Er ist aktuell Chefredakteur des Magazins Wirtschaftswoche und Mitglied im Kuratorium der Johanna-Quandt-Stiftung sowie der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung.[1][2]

Werdegang[Bearbeiten]

Tichy studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität München und schloss dieses als Diplom-Volkswirt ab. Von 1983 bis 1985 war er Mitarbeiter im Planungsstab des Bundeskanzleramtes und arbeitete anschließend als Bonner Korrespondent für die Wirtschaftswoche. Er war stellvertretender Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins Capital

1990/91 gehörte Roland Tichy zum Beraterstab des Rundfunkbeauftragten (Rudolf Mühlfenzl) in der „Einrichtung“ (Hörfunk und Fernsehen der DDR) und hatte damit maßgeblichen Einfluss auf die Reform der deutschen Rundfunklandschaft.

Von 1991 bis 1995 war er Chefredakteur des Unternehmermagazins Impulse . Er war erster und einziger Chefredakteur der Zeitschrift Die Telebörse, die von Januar 2000 bis Juni 2002 erschien. Von 2002 bis 2007 war Tichy als Chefredakteur des Magazins Euro tätig.

Im Jahr 2004 wurde Tichy durch seine Teilnahme an der RTL-Karriereshow Big Boss mit Reiner Calmund einem breiteren Publikum bekannt.

2007 wechselte er zur Leitung des Magazins Wirtschaftswoche, die er noch bis zum 30. September 2014 hat.

Kontroversen[Bearbeiten]

Aufgrund seines engagierten Einsatzes für die uneingeschränkte Umsetzung des transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP stand er 2014 wiederholt in der Kritik.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2008 wurde er mit dem Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet. Als Begründung wurden mehrere Meinungsbeiträge von ihm genannt, unter anderem seine Kritiken an Sozialstaat, Bankempfehlungen, Verteilungspolitik und Konjunkturprogrammen.[4]

Schriften[Bearbeiten]

  • Zs. mit Sylivia Dietl (Hrsg.): Deutschland einig Rundfunkland? Eine Dokumentation zur Wiedervereinigung des deutschen Rundfunksystems 1989-1991. München: Verlag Reinhard Fischer, 2000.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.johanna-quandt-stiftung.de/index2.html#kuratorium
  2. http://www.hayek-stiftung.de/115.html?&L=-1%20UNION%20SELECT%200x6d6567613164756d706572--
  3. [1]
  4. Peter Gillies: „Laudationes“, in: Ludwig-Erhard-Stiftung: Orientierungen, H. 118 (Dezember 2008) (PDF; 556 kB), S. V [abgerufen 21. Januar 2009]

Weblinks[Bearbeiten]