Rolf Gölz

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Rolf Gölz (* 30. September 1962 in Bad Schussenried) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer.

Leben[Bearbeiten]

Aufgewachsen ist Gölz in Bad Schussenried in Oberschwaben. Er gewann in seiner Amateurzeit 1983 die Weltmeisterschaft mit dem deutschen Bahnvierer und errang 1984 in Los Angeles eine Silber- und eine Bronzemedaille in der 4000 Meter Einer- bzw. Mannschaftsverfolgung. Aufgrund seiner kraftvollen Fahrweise wurde Gölz von vielen Kollegen „Turbo“ genannt.

In seiner Profi-Zeit von 1985 bis 1993 gehörte er zu den wenigen deutschen Straßenfahrern mit internationaler Bedeutung. Gölz spezialisierte sich dabei vor allem auf klassische Eintagesrennen. Sein erster großer internationaler Erfolg war der Gewinn der Züri Metzgete 1987. Danach gewann er als jeweils erster Deutscher den La Flèche Wallonne 1988, Paris-Brüssel 1988 sowie Mailand-Turin (1988 und 1989), als auch als erster Nicht-Spanier überhaupt 1988 die Vuelta a Asturias. Bei der Tour de France konnte er 1987 und 1988 jeweils einen Etappensieg erringen. Außerdem gelangen ihm Gesamtsiege bei der Ruta del Sol (1985, 1987) und bei der Mittelmeer-Rundfahrt 1992.

Nach seiner Radsportkarriere beendete Gölz ein Studium der Betriebswirtschaft und arbeitete als sportlicher Leiter beim Team Gerolsteiner. Zudem war er für das ZDF als Co-Kommentator bei Tour-de-France-Übertragungen tätig und veröffentlichte 2003 ein Buch über klassische Eintagesrennen (Mythos Klassiker). 1994–1999 saß er für die Freien Wähler im Gemeinderat von Bad Schussenried.

Er betreibt in Bad Waldsee ein Fahrradgeschäft.

Erfolge[Bearbeiten]

1985

1987

1988

1989

1990

1992

Teams[Bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten]

  • Mythos Klassiker. Eine Hommage an die großen Eintagesrennen. Covadonga Verlag Bielefeld 2003

Weblinks[Bearbeiten]