Romont BE

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
BE ist das Kürzel für den Kanton Bern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Romontf zu vermeiden.
Romont
Wappen von Romont
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Berner Juraw
BFS-Nr.: 0442i1f3f4
Postleitzahl: 2538
Koordinaten: 592653 / 22659747.190287.341682907Koordinaten: 47° 11′ 25″ N, 7° 20′ 30″ O; CH1903: 592653 / 226597
Höhe: 907 m ü. M.
Fläche: 7.07 km²
Einwohner: 206 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 29 Einw. pro km²
Website: www.romont.net
Karte
Bielersee Frankreich Kanton Jura Kanton Neuenburg Kanton Solothurn Kanton Solothurn Verwaltungskreis Biel/Bienne Verwaltungskreis Seeland Verwaltungskreis Emmental Verwaltungskreis Oberaargau Belprahon Bévilard Champoz Châtelat Corcelles BE Corgémont Cormoret Cortébert Court BE Courtelary Crémines Eschert Grandval BE La Ferrière BE La Heutte La Neuveville Loveresse Malleray Monible Mont-Tramelan Moutier Nods BE Orvin Perrefitte Péry Plateau de Diesse Pontenet Rebévelier Reconvilier Mont-Tramelan Renan BE Roches BE Romont BE Saicourt Saint-Imier Sauge Saules BE Schelten Seehof BE Sonceboz-Sombeval Sonvilier Sornetan Sorvilier Souboz Tavannes Tramelan Villeret BEKarte von Romont
Über dieses Bild
ww

Romont ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Berner Jura des Kantons Bern in der Schweiz. Der deutsche Name Rothmund wird heute nur noch lokal verwendet.

Geographie[Bearbeiten]

Romont liegt auf 750 m ü. M., 9 km nordöstlich von Biel (Luftlinie). Das ehemalige Bauerndorf erstreckt sich auf der Ostabdachung der Jurakette des Bözingenbergs, in aussichtsreicher Lage hoch über der Ebene des Schweizer Mittellandes.

Die Fläche des 7.1 km² grossen Gemeindegebiets umfasst den Ostabhang und mit einem schmalen Zipfel die Kammhöhe des Bözingenbergs (965 m ü. M.). Nach Norden erstreckt sich das Gebiet über ein Synklinaltal (La Combe), das kein Fliessgewässer aufweist, auf die Antiklinale der Montagne de Romont (1'190 m ü. M.). Nördlich dieses Kammes befindet sich das Quellgebiet des Baches Terbez, der bei Péry in die Schüss (französisch Suze) mündet. Die Nordgrenze verläuft auf dem Kamm der Montoz-Kette, auf der mit 1'210 m ü. M. der höchste Punkt von Romont erreicht wird. Auf allen drei Jurakämmen befinden sich ausgedehnte Jurahochweiden mit den typischen mächtigen Fichten, die entweder einzeln oder in Gruppen stehen. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 2 % auf Siedlungen, 60 % auf Wald und Gehölze, 37 % auf Landwirtschaft und etwas weniger als 1 % war unproduktives Land.

Zu Romont gehören mehrere Einzelhöfe, die weit verstreut auf den Jurahöhen liegen. Nachbargemeinden von Romont sind Court, Sorvilier, Péry, Sauge, Pieterlen und Lengnau im Kanton Bern sowie Grenchen im Kanton Solothurn.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit 206 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) gehört Romont zu den kleinen Gemeinden des Berner Juras. Von den Bewohnern sind 52.8 % französischsprachig, 41.1 % deutschsprachig und 2.5 % italienischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Romont belief sich 1850 auf 195 Einwohner, 1900 auf 178 Einwohner. In den letzten Jahren wurde insgesamt wieder ein Wachstum verzeichnet.

Politik[Bearbeiten]

Die Wähleranteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 54.6 %, SP 16.7 %, GPS 9.6 %, BDP 6.6 %, FDP 4.7 %, CVP 2.8 %, AL 2.3 %, EVP 0.8 %, glp 0.5 %, EDU 0.5 %.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Romont ist noch heute hauptsächlich von der Landwirtschaft geprägt, wobei Viehzucht und Milchwirtschaft überwiegen, in der Nähe des Ortes gibt es auch einige Obstbäume. Weitere Arbeitsplätze bietet das lokale Kleingewerbe. In den letzten Jahrzehnten hat sich Romont zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler und arbeiten in der Stadt Biel oder in der Region Grenchen.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsstrassen an der Kantonsstrasse von Frinvillier nach Grenchen. Durch den Bus, der von Biel nach Romont verkehrt, ist das Dorf an das Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der 1311 als Redemont erstmals erwähnte Ortsname leitet sich vom lateinischen Wort rotundus mons (runder Hügel, runder Berg) ab. Das Dorf gehörte bis 1797 zur Herrschaft Erguel, die dem Fürstbistum Basel unterstand, wobei auch die Stadt Biel zeitweise grösseren Einfluss ausübte. Von 1797 bis 1815 gehörte Romont zu Frankreich und war anfangs Teil des Département du Mont-Terrible, das 1800 mit dem Département Haut-Rhin verbunden wurde. Durch den Entscheid des Wiener Kongresses kam der Ort 1815 an den Kanton Bern zum Amtsdistrikt Büren. Auf Gesuch der Gemeinde Romont wurde das Dorf 1841 dem Bezirk Courtelary zugeteilt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Ortskern von Romont sind einige alte Bauern- und Wohnhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www.wahlarchiv.sites.be.ch/wahlen2011/target/NAWAInternetAction.do@method=read&sprache=d&typ=21&gem=442.html abgerufen am 15. März 2012