Ronald Breslow

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Ronald Breslow (2006)

Ronald Charles David Breslow (* 14. März 1931 in Rahway, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Chemiker.

Breslow studierte Chemie an der Harvard University (Bachelor 1952, Master 1954), wo er 1955 bei Robert Burns Woodward promoviert wurde. Als Post-Doktorand war er 1955 an der Universität Cambridge bei Alexander Robertus Todd. Ab 1956 war er, zunächst als Instructor, an der Columbia University, wo er den Rest seiner Karriere blieb. Er ist dort Samuel Latham Mitchill Professor of Chemistry, hat den Rang eines University Professor und war Dekan des Fachbereichs Chemie.

Er ist bekannt für die Synthese neuer ungewöhnlicher Moleküle, zum Beispiel dem Cyclopropenyl-Kation, dem einfachsten aromatischen System. Er erforschte auch den Wirkmechanismus von Vitamin B1. Später befasste er sich mit Synthese und Wirkungsweise von künstlichen Enzymen bzw. von Molekülen, die die Wirkung von Enzymen nachbilden, mit Anwendungen zum Beispiel bei neuen möglichen Krebs-Medikamenten.

Zu seinen Doktoranden zählt der Nobelpreisträger Robert Grubbs.

Ehrungen[Bearbeiten]

1996 war er Präsident der American Chemical Society und 1974 bis 1977 war er Vorstand der Abteilung Chemie der National Academy of Sciences. Zu seinen Ehren vergibt die American Chemical Society jährlich den Ronald Breslow Award for Achievement in Biomimetic Chemistry.

Er ist Mitglied der National Academy of Sciences, der American Philosophical Society, der European Academy of Sciences und der American Academy of Arts and Sciences. Er ist Ehrenmitglied der Royal Society of Chemistry und auswärtiges Mitglied der Royal Society. Er ist Ehrenmitglied der koreanischen und japanischen chemischen Gesellschaften und Mitglied der Indian National Science Academy.

Schriften[Bearbeiten]

  • Organic Reaction Mechanisms, an introduction, 2. Auflage Benjamin 1969 (zuerst 1965)
    • Deutsche Übersetzung: Organische Reaktionsmechanismen, Thieme Verlag 1982 (Übersetzt von Harald Günther)
  • Chemistry today and tomorrow : the central, useful, and creative science, American Chemical Society/ Jones and Bartlett 1997
  • Herausgeber: Artificial Enzyms, Wiley-VCH 2005
  • The nature of aromatic molecules, Scientific American August 1972

Weblinks[Bearbeiten]