Ronald Graham

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ronald Graham
Ronald Graham

Ronald L. Graham, genannt Ron, (* 31. Oktober 1935 in Taft, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Mathematiker. Er leistete bahnbrechende Arbeiten auf dem Gebiet der diskreten Mathematik, insbesondere der Ramsey-Theorie.

Leben[Bearbeiten]

Graham erlangte 1962 seinen Doctor of Philosophy in Mathematik an der University of California, Berkeley. 1972 entwickelte er den Graham-Scan-Algorithmus zur Berechnung der konvexen Hülle eines simplen Polygons.

In einer Veröffentlichung von 1977 gab Graham eine große Zahl als obere Schranke für die Lösung eines Problems in der Ramsey-Theorie an. Als Grahams Zahl wurde diese als größte in einem mathematischen Beweis verwendete Zahl bekannt und ist auch im Guinness-Buch der Rekorde aufgeführt.

Graham veröffentlichte über 300 Aufsätze und 5 Bücher.[1] Zusammen mit Donald E. Knuth und Oren Patashnik schrieb er das Buch Concrete Mathematics.

2003 erhielt er den Leroy P. Steele Prize der American Mathematical Society, deren Fellow er ist. 1983 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Warschau (Recent developments in Ramsey theory).

Graham unterstützte das Konzept der Erdős-Zahl seines Freundes Paul Erdős. Seine Erdős-Zahl ist 1.

Graham ist mit der Mathematikerin Fan Chung verheiratet.

Schriften[Bearbeiten]

  • mit Paul Erdös: Old and new results in combinatorial number theory. L’Enseignement Mathématique, 1980
  • mit Fan Chung: Erdös on Graphs. His legacy of unsolved problems. A. K. Peters, 1998
  • mit Jaroslav Nesetril (Hrsg.): The mathematics of Paul Erdös. 2 Bände. Springer, 1997
  • Rudiments of Ramsey Theory. American Mathematical Society, 1981
  • mit Donald E. Knuth & Oren Patashnik: Concrete Mathematics: a foundation for computer science. Addison-Wesley, 1989; 1994
  • mit Joel H. Spencer & Bruce L. Rothschild: Ramsey Theory. Wiley, 1980; 1990
  • mit Martin Grötschel & Laszlo Lovasz (Hrsg.): Handbook of Combinatorics. MIT Press, 1995
  • mit Persi Diaconis: Magical Mathematics: the mathematical ideas that animate great magic tricks. Princeton University Press, 2011 (erhielt den Euler Book Prize)

Literatur[Bearbeiten]

  • Donald J. Albers, G. L. Alexanderson Mathematical People - Profiles and Interviews, Birkhäuser 1985

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Veröffentlichungen von Ron Graham