Ronald Knox

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Ronald Arbuthnott Knox (* 17. Februar 1888 in Kibworth Beauchamp (Leicester); † 24. August 1957 in Mells (Somerset)) war britischer Theologe, Priester, Satiriker und Kriminalschriftsteller.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Der Sohn des anglikanischen Pfarrers Edmund Arbuthnott Knox (später Bischof von Manchester) entdeckte während seiner Oxforder Studentenzeit die Leidenschaft für die Kriminalliteratur und brachte durch eine 1911 im Gryphon Club gehaltene satirische Rede das sogenannte „Sherlockian Reading“ auf den Weg. Knox wandte die Methoden der historisch-kritischen Bibelexegese auf den „Kanon“ der Sherlock Holmes-Geschichten an und begann damit eine Lektüre-Praxis, die bis heute nach der Lösung von Widersprüchen zwischen den einzelnen Stories und ihrer richtigen Chronologie sucht. Die Rede erschien 1928 in seinen Essays in Satire unter dem Titel Studies in the Literature of Sherlock Holmes.

Darüber hinaus schrieb er eigene Detektivromane wie The Viaduct Murder, 1925 (dt. Der Mord am Viadukt), The Three Taps. A detective story without a moral, 1927 (dt. Die drei Gashähne) und The Footsteps at the Lock, 1928 (dt. Fußspuren an der Schleuse).

1929 versuchte er als Mitglied des Detection Clubs mit seinen Zehn Regeln für einen fairen Kriminalroman (Father Knox’s Decalogue) Regeln für den Kriminalroman aufzustellen, in im Vorwort zu dem von ihm herausgegebenen Buch Best Detective Stories of 1928–1929 veröffentlicht wurden. Diese Regeln wurden allerdings nicht von allen Mitgliedern des Clubs als seriös empfunden, teilweise wurden sie auch für einen Scherz gehalten.

Die bedeutendsten Leistungen des 1917 zur römisch-katholischen Kirche konvertierten „Father Knox“ liegen im Feld der Theologie. 1939 verließ er Oxford und zog sich in das entlegenere Shropshire zurück, um sich einer Neuübersetzung der Bibel auf Grundlage der Vulgata (unter Heranziehung des hebräischen und griechischen Urtextes) zu widmen. Sein Neues Testament erschien 1945, das Alte Testament 1949. Infolge seiner Übersetzungsarbeit verfasste Knox schließlich noch drei Kommentarbände zu den Evangelien, den Briefen des Apostels Paulus von Tarsus, der Apostelgeschichte sowie zur Apokalypse (1953–1956).

Knox gilt als der einflussreichste katholische Apologet seiner Generation in Großbritannien.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]