Ronald Snijders

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Ronald Snijders (2006)

Ronald Snijders (* 8. April 1951 in Paramaribo), ist ein niederländischer Jazzmusiker und Autor surinamischer Herkunft. Die Querflöte ist sein Hauptinstrument.

Leben[Bearbeiten]

Snijders, Sohn des surinamischen Komponisten Eddy Snijders, begann im Alter von zehn Jahren die Querflöte zu lernen. Später spielte er auch Gitarre, Piano, Perkussion und Saxophon. 1970 zog er in die Niederlande, um an der TH Delft Ingenieurwissenschaften zu studieren. Anschließend blieb er in Europa, um als Musiker zu arbeiten; er spielte zunächst bei Willem Breuker, dessen Kollektief er bis 1977 angehörte. 1973 gewann er den NOS Jazzconcours in Laren. Seit 1977 konzentrierte er sich auf die Arbeit mit seiner eigenen Band, mit der er auf dem North Sea Jazz Festival ebenso auftrat wie in zahlreichen Ländern Europas, aber auch in West- und Südafrika, in der Karibik und in Nordamerika. In seinen Kompositionen greift er häufig auf Musik seiner Heimat wie Kaseko zurück, aber auch auf Elemente der Pop- und der Weltmusik. Mit Kaseko beschäftigte er sich intensiver während seines musikwissenschaftlichen Studiums, das er von 1986 bis 1991 an der Universiteit van Amsterdam absolvierte. Auf seinen Alben spielte er neben Ethno-Jazz auch eigene Kinderlieder ein sowie die Kompositionen seines Vaters. Er ist auch mit dem Metropole Orkest aufgetreten.

Als Autor hat er eine Biographie seines Vaters vorgelegt, aber auch Kurzgeschichten über den Alltag von Surinamesen in den Niederlanden.

2001 wurde er zum Ritter des Ordens von Oranien-Nassau ernannt.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten]

Ronald Snijders mit Jaribu Shahid (2007)
  • Natural Sources (1977)
  • Quartz (1983)
  • Funky Flute (1985)
  • Portable Beach (1992)
  • Kaseko Mundial! Live (1996)
  • Meet the World (1998)
  • The Best Of (1999)
  • Variyento (2004)

Buchveröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]