Rondinella

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Rondinella ist eine namhafte rote Rebsorte aus dem italienischen Veneto. Sie ist ein Bestandteil von Valpolicella, Bardolino, Amarone und Recioto. Verschnitten wird sie häufig mit den Rebsorten Molinara und Corvina Veronese.

Rondinella wird selten sortenrein ausgebaut, da der Rotwein wenig eigenständigen Charakter aufweisen kann. Dennoch wird die Rebsorte auf großer Fläche angebaut. In den 1990er Jahren wurde eine bestockte Rebfläche von 2.975 Hektar erhoben. Ihr Anbau ist in den Provinzen Mantua und Verona empfohlen. Die Anbauflächen reichen dabei bis an den Gardasee. Kleinere Bestände sind auch in Argentinien bekannt.

Rondinella weist eine genetische Nähe zu den Rebsorten Oseleta, Corvina Veronese, Garganega, Dindarella und Pelara auf [1]

Siehe auch die Artikel Weinbau in Argentinien und Weinbau in Italien sowie die Liste der Rebsorten.

Ampelographische Sortenmerkmale[Bearbeiten]

In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:

  • Die Triebspitze ist offen. Sie ist wollig behaart mit leicht rötlichem Anflug. Die grünlichen Jungblätter haben einen bronzefarbenen Anflug (Anthocyan) und sind nur wenig behaart.
  • Die großen Blätter sind rundlich (siehe auch den Artikel Blattform) und fünflappig und sind tief gebuchtet. Die Stielbucht ist U-förmig oder einer Lyra entsprechend geformt. Das Blatt ist scharf gezähnt.
  • Die pyramidal aufgebaute Traube ist groß (häufig ca. 20 cm lang) und mäßig dicht besetzt. Die Traube ist meist geschultert. Die rundlichen Beeren sind mittelgroß und von violett-schwarzer Farbe. Die Beeren schmecken neutral.

Die Rebsorte reift ca. 35 Tage nach dem Gutedel und damit sehr spät. Rondinella ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.vitis-vea.de/admin/volltext/e041087.pdf Biodiversity of grapevines (Vitis vinifera L.) grown in the Province of Verona, PDF, von F. VANTINI, G. TACCONI, M. GASTALDELLI, C. GOVONI, E. TOSI, P. MALACRINÒ, R. BASSI und L. CATTIVELLI., veröffentlicht in Vitis Heft 42, Seiten 35–38

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]