Rondonópolis

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Rondonópolis
-16.470833333333-54.635555555556227Koordinaten: 16° 28′ S, 54° 38′ W
Karte: Mato Grosso
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Rondonópolis

Rondonópolis auf der Karte von Mato Grosso

Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Mato Grosso
Stadtgründung 10. August 1915
Einwohner 195.476 (2010[1])
Detaildaten
Fläche 4159,118 km²
Bevölkerungsdichte 47 Ew./km²
Höhe 227 m
Website rondonopolis.mt.gov.br
MatoGrosso Municip Rondonopolis.svg

Rondonópolis, amtlich Município de Rondonópolis, ist eine Großstadt im Süden des brasilianischen Bundesstaates Mato Grosso mit 195.476 Einwohnern (2010).

Geschichte[Bearbeiten]

Rondonópolis wurde am 10. August 1915 per Dekret gegründet und wächst seit etwa den 1940er Jahren beständig durch Zuwanderung aus den anderen Bundesstaaten in den Mittelwesten Brasiliens. Die Stadt wurde 1918 nach dem brasilianischen Pionier und späteren Marschall Cândido Rondon benannt.[2]

Sie ist Wirtschafts- und Versorgungszentrum und Verwaltungssitz der Region Südost-Mato Grosso sowie Bischofssitz (seit 1959). Im Zentrum treffen sich die Staatsstraßen BR-163 und BR-364, die die Bundeshauptstadt Brasília mit den Hauptstädten Cuiabá im Norden bzw. Campo Grande (Mato Grosso do Sul) im Süden verbinden. Das Stadtgebiet erstreckt sich über 4159,118 km².

Die Gemeinde hat nach der Volkszählung 2010 195.476 Einwohner, die Rondonopolitanoer genannt werden. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 47 Einwohnern je km². Die Einwohnerzahl wurde nach der Schätzung des IBGE vom 1. Juli 2014 auf 211.718 Bewohner anwachsend berechnet.[1]

Stadtpräfekt (Exekutive) ist nach der Kommunalwahl 2012 für die Amtszeit 2013 bis 2016 Percival Muniz von der Partido Popular Socialista (PPS),[3] Die Legislative liegt bei der Câmara Municipal, der Stadtverordnetenkammer.

Lage[Bearbeiten]

Rondonópolis wurde am Ufer des Rio Vermelho gegründet, einem Nebenfluss des Rio São Lourenço. Das Stadtzentrum liegt in einer Höhe von 227 m.

Naturraum[Bearbeiten]

Rondonópolis liegt im Hochland von Mato Grosso (Planalto do Mato Grosso) im Übergang der Feuchtsavanne (Campos cerrados) zum Tropischen Regenwald. Im Südwesten schließen sich die ausgedehnten Sümpfe des Pantanal an.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Hauptanbaufrüchte des Landwirtschaftsgebietes im Norden sind Reis und Baumwolle. Auch Ölpalmen sind verbreitet. Seit den 1980er Jahren setzt die Landwirtschaft immer mehr auf Soja. Rondonópolis hat sich seither zu einem Zentrum der Soja-verarbeitenden Industrie entwickelt. Besonders groß parzellierte Äcker befinden sich südwestlich der Stadt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Seit den ausgehenden 1940er Jahren ist ein stetiger Bevölkerungsanstieg zu verzeichnen. Rondonópolis ist heute die drittgrößte Stadt des Bundesstaates Mato Grosso.

  • 1960: 22.554 Einw.
  • 1970: 62.551 Einw.
  • 1980: 82.293 Einw.
  • 1991: 126.082 Einw.
  • 2000: 150.227 Einw.
  • 2010: 195.476 Einw.
  • 2014: 211.718 Einw. geschätzt[1]

Stadtteile[Bearbeiten]

Cidade Alta, Cidade Salmen, Colnia Verde, Jardin das Paineiras, Jardin Sera Dolerada, Jardin Eldorado, Jardin Ipanema, Jardin Itapuâ, Jardin Liberdade, Jardin Luz da Yara, Jardin Maia Tereza, Jardin Mato Grosso, Jardin Padre Rodolfo, Jardin Pioneiros, Jardin Rui Balbosa, Jardin Sumaré, Planvile, Residencial Sagrada Familia, São José, Vila Esperanca, Vila Rica, Vila Rosely, Vila Santo Antonio.

Nachbarstädte[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet von Rondonópolis grenzt direkt an folgende Städte: Juscimeira, Poxoréo, Itiquira, São José do Povo, Pedra Preta und Santo Antônio do Leverger.

Literatur[Bearbeiten]

  • Luci Léa Martins Tesoro: Rondonópolis-MT: um entroncamento de mão única. LLLMT, São Paulo 1993.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE): Cidades@Mato Grosso: Rondonópolis. Abgerufen am 18. September 2014 (portugiesisch).
  2. História de Rondonópolis auf den Webseiten der Stadtpräfektur. Abgerufen am 18. September 2014 (portugiesisch).
  3. Eleições 2012: Percival Muniz auf der Website www.eleicoes2012.info. Abgerufen am 18. September 2014 (portugiesisch).