Ronneburg (Hessen)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Main-Kinzig-Kreis | |
| Höhe: | 167 m ü. NN | |
| Fläche: | 14,25 km² | |
| Einwohner: |
3248 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 228 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 63549 | |
| Vorwahlen: | 06184 (06048 Altwiedermus/Neuwiedermuß) | |
| Kfz-Kennzeichen: | MKK, GN, SLÜ | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 35 024 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Schulstraße 9 63549 Ronneburg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Andreas Hofmann (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Ronneburg im Main-Kinzig-Kreis | ||
Ronneburg ist eine Gemeinde in Hessen im Main-Kinzig-Kreis, unweit der Städte Langenselbold, Büdingen, Gelnhausen und Hanau. Namensgeber der durch die Gebietsreform 1972 entstandenen Gemeinde ist die Burg Ronneburg. Die im 13. Jahrhundert erbaute Burg steht weithin sichtbar auf einem steilen Basaltkegel.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Nachbargemeinde und -kreise [Bearbeiten]
Die Gemarkung Ronneburg grenzt im Norden an die Stadt Büdingen (Wetteraukreis), im Osten an die Gemeinde Gründau, im Süden an die Stadt Langenselbold, im Südwesten an die Gemeinde Neuberg sowie im Westen an die Gemeinde Hammersbach.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Ronneburg besteht aus den Ortsteilen Altwiedermus, Neuwiedermuß und Hüttengesäß. Die Einwohnerzahl teilt sich wie folgt: Altwiedermus etwa 700, Neuwiedermuß etwa 600 und Hüttengesäß etwa 2000 Einwohner.
Geschichte [Bearbeiten]
Hüttengesäß [Bearbeiten]
Das Dorf Hüttengesäß gehörte im 13. Jahrhundert zum Kloster Selbold. Im 15. Jahrhundert wurde es an das Haus Isenburg, im 17. Jahrhundert an Isenburg-Birstein und im 19. Jahrhundert an Kurhessen verkauft. Im Dreißigjährigen Krieg fanden starke Plünderungen statt. Im 19. Jahrhundert erfolgte eine starke Auswanderung in die Neue Welt. Der alte Ortskern besteht aus Ober- und Unterdorf und hatte bis 1950 zwei separate historische Backhäuser. Von 1896 bis 1931 war Hüttengesäß Endstation der Hanauer Kleinbahn.
Wiedermus [Bearbeiten]
Das Dorf Wiedermus gehörte wie Hüttengesäß ebenfalls zum Kloster Selbold. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es vollständig zerstört. "Alt"wiedermus wurde danach wieder aufgebaut. Das Dorf Neuwiedermuß entstand erst Anfang des 18. Jahrhunderts, als ein Pfälzer (der in Langenselbold wohnte) mit gräflicher Erlaubnis im so genannten »Fuchsgraben« Haus und Scheuer errichten durfte.
Schreibweise der Ortsnamen [Bearbeiten]
In früheren Zeiten verlief die Grenze zwischen dem Königreich Preußen und dem Großherzogtum Hessen zwischen den Dörfern Altwiedermus und Neuwiedermuß. Altwiedermus befand sich auf hessischem Gebiet, und Neuwiedermuß gehörte zu Preußen. Die Hessen schrieben die Endung ...mus grundsätzlich mit einem »s«. Selbst im Wetteraukreis war es bis vor kurzem noch üblich, den Namen Neuwiedermuß als Neuwiedermus, eben nur mit einfachen »s« am Ende, zu schreiben. Da Altwiedermus bis zur Gebietsreform in Hessen zum ehemaligen Landkreis Büdingen (jetzt Wetteraukreis) gehörte, wird dieser Ortsnamen weiterhin mit einem »s« am Ende geschrieben, während Neuwiedermuß und Hüttengesäß mit dem preußischen »ß« geschrieben werden.
Gebietsreform [Bearbeiten]
Am 31. Dezember 1971 wurden durch ein Gesetz die beiden Gemeinden Neuwiedermuß und Hüttengesäß zusammengeschlossen. Diese beiden Dörfer gehörten zum damaligen Kreis Hanau. Am 1. August 1972 kam durch ein Gesetz die Gemeinde Altwiedermus (Kreis Büdingen) dazu. Alle drei Dörfer bildeten nach dieser Gebietsreform die Gemeinde Ronneburg.
Politik [Bearbeiten]
Gemeindevertretung [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
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| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 52,1 | 9 | 58,6 | 10 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 37,7 | 6 | 41,4 | 7 | |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 10,2 | 2 | — | — | |
| gesamt | 100,0 | 17 | 100,0 | 17 | ||
| Wahlbeteiligung in % | 55,6 | 56,2 | ||||
Bürgermeister [Bearbeiten]
Der Bürgermeister wird in direkter Wahl für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt. Aufgrund seines deutlichen Wahlsieges mit mehr als 60% der gültigen Stimmen ist Andreas Hofmann (SPD) seit dem 1. November 2012 Bürgermeister von Ronneburg. Er ist Nachfolger des langjährigen Bürgermeisters Heinz Habermann (SPD), der aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus seinem Amt ausgeschieden war. Die Amtsgeschäfte wurden zwischenzeitlich für ein halbes Jahr durch den ehrenamtlichen Ersten Beigeordneten Reinhold Rudel (SPD) weitergeführt.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
In den Dörfern gibt es einige interessante Sehenswürdigkeiten, so unter anderem:
In Hüttengesäß sind in der Langstraße noch viele Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert erhalten und zum Teil liebevoll restauriert.
In der Kirchstraße findet man die in ihren Grundmauern 1151 erbaute Kirche. Im Sockel des Ostgiebels ist ein keltischer Schmuckstein eingemauert.
Im »Alten Pfarrhaus« richtet der Ronneburger Geschichts- und Heimatverein mehrmals jährlich Ausstellungen rund um historisch interessante Themen aus. Im alten Pfarrgarten steht noch ein schöner alter Brunnen aus dem Jahre 1715 von Kirchenbaumeister Philepps Habermann.
In Altwiedermus in der Diebacherstraße befindet sich neben den zahlreichen Fachwerkhäusern die ehemalige Synagoge der früheren jüdischen Gemeinde. Der jüdische Friedhof ist versteckt hinter dem Sportplatz Altwiedermus zu finden.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Pressemeldung Frankfurter Rundschau
- Offizielle Website der Gemeinde Ronneburg
- Fotogalerie
- Dorfansichten
- private Homepage zum Ortsteil Neuwiedermuß
- private Homepage zum Ortsteil Altwiedermus
- Die Geschichte der Gemeinde
- Literatur zu Ronneburg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
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