Ronnenberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Region Hannover | |
| Höhe: | 73 m ü. NN | |
| Fläche: | 37,78 km² | |
| Einwohner: |
23.304 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 617 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 30952 | |
| Vorwahlen: | 0511, 05109, 05108 | |
| Kfz-Kennzeichen: | H | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 41 014 | |
| NUTS: | DE929 | |
| Stadtgliederung: | 7 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Hansastraße 38 30952 Ronnenberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Walther (SPD) | |
| Lage der Stadt Ronnenberg in der Region Hannover | ||
Ronnenberg ist eine Stadt in der Region Hannover, Niedersachsen, die zum Calenberger Land zählt.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Die Stadt Ronnenberg liegt im Südwesten der Region und grenzt an die Landeshauptstadt Hannover, Hemmingen, Springe, Wennigsen (Deister) und Gehrden (im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten).
Die Stadt Ronnenberg gliedert sich in die Ortsteile Benthe, Empelde, Ihme-Roloven, Linderte, Ronnenberg, Vörie und Weetzen.
Geschichte [Bearbeiten]
Im Jahre 776 wurde die Bonifacius-Kapelle errichtet. Die Michaeliskirche wurde im Jahr 882 errichtet. In ihrer heutigen Form wurde die Kirche in den Jahren 1150 bis 1160 von Künstlern der Bauschule Königslutter errichtet. Im Jahre 1466 wurde Ronnenberg Sitz des höchsten Landgerichts im Calenberger Land. Um Baumaterial für die im Jahre 1630 bei einem Orkan zerstörte Michaeliskirche zu gewinnen wurde die Bonifaciuskapelle im Jahr 1660 abgerissen. Das Portal der Bonifaciuskapelle (etwa 7 Jahrhundert) befindet sich heutzutage in der Turmhalle der Michaeliskirche.
Im Jahre 1929 wurde das Familienwappen der Ministerialenfamilie "zu Ronnenberg" zum offiziellen Wappen von Ronnenberg bestimmt.
Durch Fusion mit den umliegenden Gemeinden Benthe, Empelde, Linderte, Vörie und Weetzen entstand im Jahr 1969 die neue Gemeinde Ronnenberg. Am 1. März 1974 wurde Ihme-Roloven eingegliedert. Am 12. Dezember 1975 erhielt Ronnenberg die Stadtrechte.[2]
Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Ronnenberg zum Regierungsbezirk Hannover, der mit Ablauf dieses Datums wie alle anderen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.
Bergbau [Bearbeiten]
Im Jahr 1894 wurde die erste Tiefbohrung für das Kaliwerk „Hansa-Silberwerk“ in Empelde vorgenommen. Im Jahr 1898 begann der Bau des Schachtes „Albert“ in Ronnenberg, der am 6. Dezember 1905 in Betrieb ging. Im Jahr 1972 drang Wasser in einen nicht mehr bewirtschafteten Teil des Bergwerks ein. Im Jahr 1975 durchbrach schließlich eine Süßwasserader die Schachtwand. Die Schäden waren so groß, dass das Bergwerk aufgegeben werden musste. Bedingt durch den Bergbau kam es verschiedentlich zu Erdsenkungen und Einbrüchen im Stadtgebiet Ronnenbergs.
Die Rückstandshalde in Empelde wird derzeit mit Bauschutt und Humus ummantelt und dadurch renaturiert. Die Halde des Kaliwerkes Ronnenberg wurde bis September 2005 größtenteils abgetragen und in die Schachtanlage Asse bei Wolfenbüttel verfüllt. Über die Verwendung der noch verbliebenen Haldenmenge ist noch keine Entscheidung getroffen worden.
Politik [Bearbeiten]
Es bestehen Städtepartnerschaften zu folgenden Gemeinden:
- Swarzędz, Polen
- Duclair, Frankreich
- Ronneburg (Thüringen)
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Die Bahnhöfe Ronnenberg, Empelde und Weetzen liegen an der Bahnstrecke Hannover–Altenbeken, von der in Weetzen die Deisterbahn abzweigt. Die S-Bahn Hannover bietet einen Taktverkehr mit den Linien S 1 und S 2 Haste – Hannover Hbf – Wunstorf – Minden bzw. Nienburg. Der Haltepunkt Weetzen wird auch von der Linie S 5 Paderborn – Hameln – Hannover Hbf – Hannover Flughafen bedient.
Bildung [Bearbeiten]
KGS-Ronnenberg: Die Kooperative Gesamtschule (KGS) Ronnenberg wurde am 1. August 1994 gegründet. Sie befindet sich am südwestlichen Stadtrand der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Seit dem 1. August 2004 ist die KGS eine offene Ganztagsschule. Zum 10-jährigen Bestehen wurde sie am 29. Oktober 2004 mit einem Festakt in Marie-Curie-Schule umbenannt. Derzeit lernen 1498 Schülerinnen und Schüler an der KGS Ronnenberg (184 im Hauptschulzweig, 473 im Realschulzweig und 841 im Gymnasialzweig). Sie werden von 130 Lehrkräften unterrichtet.
Weitere Einrichtungen [Bearbeiten]
In Ronnenberg befindet sich eine der drei feuerwehrtechnischen Zentralen der Region Hannover.
Kultur [Bearbeiten]
Religion [Bearbeiten]
Ronnenberg ist Sitz eines gleichnamigen Kirchenkreises der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Zu ihm gehört in der Ortschaft Ronnenberg die Michaelis-Kirchengemeinde mit der gleichnamigen Kirche im Ortskern (siehe auch "Geschichte"). Seit 1589 ist die erste Pfarrstelle mit der Superintendentur der Inspektion bzw. des Kirchenkreises Ronneberg verbunden. Weitere evangelisch-lutherische Kirchen befinden sich in Ronnenberger Ortsteilen.
Die katholische Kirche St. Thomas Morus befindet sich an der Deisterstraße. Sie wurde 1972 von Josef Fehlig erbaut, ausgeführt als Fertigteilkirche mit freistehendem Glockenturm. Heute gehört die Kirche zur Pfarrgemeinde St. Maximilian Kolbe in Hannover-Mühlenberg. Eine weitere katholische Kirche befindet sich im Ortsteil Empelde, die katholische Kirche in Weetzen wurde 2009 profaniert.
Die Neuapostolische Kirche im Bauernwiesenweg 28 wurde aufgegeben, dort fand Ende März 2011 der letzte Gottesdienst statt. Die nächstliegende neuapostolische Kirche befindet sich heute in Hannover-Badenstedt.
Die Türkisch Islamische Gemeinde zu Ronnenberg hat ihren Sitz im Ortsteil Empelde.
Vereine [Bearbeiten]
Der älteste Verein im Stadtgebiet ist der Gesangverein Concordia von 1859 Ronnenberg e.V.. Seit über 150 Jahren ist der Männerchor aktiv. Seit 1971 besteht der Fanfarenzug 1. Niedersächsische Show- Fanfaren- und Majorettencorps Stadt Ronnenberg e.V. Seit 1905 ist die SG 05 Ronnenberg der Heimatverein der Kernstadt Ronnenberg. Der Stafero e.V. wurde im Jahr 2005 gegründet, um als Veranstalter und Organisator für das Stadtfest Ronnenberg aufzutreten, das an jedem 3. Juniwochenende "Rund um die Michaeliskirche" stattfindet.
Die Ortsgruppe Ronnenberg im Heimatbund Niedersachsen wurde 1928 gegründet.
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 196 und 197.
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