Ronnie Van Zant

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ronnie Van Zant (* 15. Januar 1948 in Jacksonville, Florida; † 20. Oktober 1977 bei Gillsburg, Mississippi) war ein US-amerikanischer Sänger, der als Gründungsmitglied der Southern-Rock-Band Lynyrd Skynyrd bekannt wurde.

Biografie[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Er wurde geboren in Jacksonville, Florida als Sohn von Lacy und Marion Van Zant, die beide ihren Sohn lange überlebten. Aus der Beziehung gingen außerdem noch die jüngeren Söhne Donnie und Johnny Van Zant hervor. Der erste wurde als Sänger der Band 38 Special bekannt und der zweite nahm nach der Reunion Lynyrd Skynyrds im Jahre 1991 Ronnies Platz ein und ist seitdem Sänger der Band.

Lynyrd Skynyrd[Bearbeiten]

Van Zant gründete die Band 1964 zusammen mit Gary Rossington, Allen Collins, Larry Junstrom und Bob Burns, die sich größtenteils aus der Schule kannten. Bekanntheit erlangte die Gruppe Anfang der 1970er Jahre mit ihrem Debütalbum „(Pronounced 'Lĕh-'nérd 'Skin-'nérd)“, das mehrere Lieder enthält, die bis heute zum Standardrepertoire bei Konzerten gehören. Der größte Hit der Band wurde allerdings Sweet Home Alabama vom zweiten Album „Second Helping“. Bis 1977 wurden mehrere weitere Alben veröffentlicht.

Privat[Bearbeiten]

Ronnie Van Zant hatte jeweils eine Tochter aus seinen beiden Ehen. Er hatte Interesse an Baseball und in seiner Jugend an Boxen und Stock-Car-Rennen.[1]

Tod[Bearbeiten]

Am 20. Oktober 1977 stürzte das von der Band gecharterte Flugzeug auf dem Weg von Greenville, South Carolina nach Baton Rouge, Louisiana bei Gillsburg, Mississippi ab. Van Zant starb während des Unfalls neben anderen Mitgliedern der Band, wie Steve Gaines, Cassie Gaines, dem Roadmanager Dean Kilpatrick und den beiden Piloten der Maschine. Er hing angeschnallt in seinem Sitz, wirkte unverletzt, lediglich ein „münzgroßer Bluterguss an seiner Schläfe“ (Artimus Pyle) deutete auf eine Kopfverletzung hin. Diese hatte ihn das Leben gekostet.[2] Dem ursprünglich vermuteten Treibstoffmangel als Unfallursache widersprach eine spätere Untersuchung und gab menschliches Versagen als Grund an.

Texte[Bearbeiten]

Das bekannteste Lied der Band „Sweet Home Alabama“ wurde häufig als Antwort des stolzen amerikanischen Südens auf die kritischen Lieder Neil Youngs „Alabama“ und „Southern Man“ verstanden. Neben einigen anderen Textstellen wurde so auch die Zeile „Watergate does not bother me“ gedeutet, ein Verweis auf Nixons Watergate-Affäre. Trotzdem widersprach Van Zant in einigen Interviews die vermeintliche Befürwortung der Rassentrennung. Im Lied selbst kann man das an dem zum Schluss zu hörenden „Montgomery’s got the answer“ festmachen. Eine Anspielung auf die von Martin Luther King begleiteten Märsche von Selma nach Montgomery. Es finden sich noch einige andere Lieder, die nicht dem Klischee des bierseligen patriotischen Rockers entsprechen. Darunter „Poison Whiskey“ des ersten Albums, das beschreibt, wie die Vaterperson im Lied am übermäßigen Alkoholkonsum zu Grunde geht. In „The Ballad of Curtis Loew“ wird beschrieben, wie ein Junge trotz Androhung von Schlägen durch die Mutter immer wieder zu einem offensichtlich farbigen Bluesmusiker geht, um ihn spielen zu hören. Und in „Saturday Night Special“ wird der freie Besitz von Handfeuerwaffen kritisiert, der bis heute im konservativen Amerika unbestritten ist. „Hand guns are made for killin’, ain’t no good for nothin' else“. Trotzdem besaß auch Van Zant mehrere Schusswaffen.

Diskografie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ronnie Van Zant Eintrag bei allmusic.com
  2. Ernst Hofbacher, Giganten. Die legendären Baumeister der Rockmusik. Hannibal-Verlag, 2011, S.388

Weblinks[Bearbeiten]