Rosa-Luxemburg-Stiftung

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Logo der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e. V. (RLS) ist eine deutsche, parteinahe Stiftung der Linken. Ihre Zielsetzung ist die politische Bildung. Entgegen ihrem Namen ist ihre Rechtsform nicht die einer Stiftung, sondern die eines eingetragenen Vereins, wie es auch bei den meisten anderen parteinahen Stiftungen der Fall ist. Benannt ist sie nach der Politikerin und Autorin Rosa Luxemburg.

Inhaltsverzeichnis

Der Verein [Bearbeiten]

Der Verein ging aus dem 1990 gegründeten Verein Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e. V. hervor und wurde zwei Jahre später von der PDS als parteinaher, bundesweit tätiger Verein anerkannt. Im Rahmen eines Stiftungsverbundes kooperiert er in Deutschland mit Vereinen und Landesstiftungen, die der Linken nahestehen.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung fühlt sich dem Demokratischen Sozialismus verbunden und fördert zahlreiche Projekte, veröffentlicht Publikationen und veranstaltet Ausstellungen. Mit ungefähr sechzig Angestellten und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt der Verein gemeinnützige Zwecke wie die Förderung von politischer Bildung und Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie die internationale Verständigung. Über ihr Studienwerk vergibt die RLS Stipendien an Studierende und Promovierende. Finanziert wird die RLS über den Bundeshaushalt sowie über Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Das oberste Organ der Stiftung ist die Mitgliederversammlung. Diese wählt alle vier Jahre den Vorstand der Sitzung. Am 1. Dezember 2012 wurde Dagmar Enkelmann zur Vorsitzenden ernannt. Sie tritt damit die Nachfolge von Heinz Vietze an, der das Amt in den vergangenen sechs Jahren ausübte. Dem weiteren Vorstand der Stiftung gehören u.a. Christa Luft, Frank Deppe, Bodo Ramelow und Alex Demirović an. Die Stiftung hat auch einen wissenschaftlichen Beirat, dem bspw. Birgit Mahnkopf und Michael R. Krätke angehören.

Die RLS nahm an mehreren internationalen Veranstaltungen wie dem Weltsozialforum in Porto Alegre 2001 und dem Europäischen Sozialforum in Paris 2003 teil. Im brasilianischen São Paulo, in Quito sowie in Mexiko-Stadt unterhält die Rosa-Luxemburg-Stiftung Regionalbüros, um die Aktivitäten in Lateinamerika zu koordinieren. Im Nahen Osten ist die RLS mit zwei Büros in Tel Aviv und Ramallah präsent. Sie ist weiterhin in Brüssel, New York, Johannesburg, Dakar, Dar-Es-Salaam, Hanoi, Moskau, Peking, Warschau, Neu Delhi und Belgrad mit regionalen Vertretungen vor Ort. Im Oktober 2012 wurde ein Büro in Athen eröffnet. Die RLS ist weiterhin korrespondierendes Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission.

Der Verein fungiert seit 1990 als Herausgeber der Marx-Engels-Werke beim Karl Dietz Verlag Berlin.

Der Stiftung zugehörig ist das Institut für Gesellschaftsanalyse. Diesem gehören 15 festangestellte sowie fünf freie Mitarbeiter an. Die Arbeit erfolgt in Kooperation mit dem wissenschaftlichen Beirat der Stiftung. Michael Brie ist der Direktor des Instituts. Weitere beteiligte Mitarbeiter sind u.a. Alex Demirović und Rainer Rilling. Zu den Arbeitschwerpunkten des Instituts gehören u.a. die Analyse des Kapitalismus sowie die Beschäftigung mit dem demokratischen Sozialismus.

Seit 2009 erscheint die von der Stiftung herausgegebene Zeitschrift Luxemburg im VSA-Verlag.

Landesstiftungen [Bearbeiten]

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung kooperiert in einem Stiftungsverbund mit mehreren Landesstiftungen in den einzelnen Bundesländern. Diese tragen überwiegend den Namen Rosa-Luxemburg-Stiftung, teilweise aber auch eigene Bezeichnungen wie der Kurt Eisner Verein in Bayern oder die Helle Panke in Berlin.

Die Landesstiftungen haben ein eigenständiges Programm und eigene Haushalte, aus denen sie besondere Aktivitäten finanzieren. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg verleiht etwa den John-Desmond-Bernal-Preis an Nachwuchswissenschaftler,[1] die sächsische Landesstiftung den Wissenschaftspreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen.

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Wissenschaft und Innovation – Zukunftspotenzial der Europaregion Berlin-Brandenburg (PDF; 449 kB) 2004