Rosa Antifa

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Die Rosa Antifa versucht eine kleine konservativ-christliche Gegendemonstration (von vielen Polizisten abgeschirmt) bei der Regenbogenparade 2012 mittels Trommeln und Pfeifen akustisch zu übertönen

Die Rosa Antifa Wien für freie Liebe und Anarchie ist eine linke Aktionsgruppe, die seit 1995 besteht, regelmäßig bei Kundgebungen und Demonstrationen auftritt und Flugblätter herausgibt.

Werk[Bearbeiten]

Die Rosa Antifa Wien wurde im Sommer 1995 von jungen Aktivisten gegründet - „[g]anz einfach, weil uns die vorherrschende Homophobie in dieser Gesellschaft und leider auch in der linken Szene angekotzt hat.“[1] Die Motivation der Aktivisten stammt aus der Wut über die Haltung, dass lesbisch und schwul „heilbar“ sein müsse, Heterosexualität sei „normal“ oder „natürlich“. „Wir wollten einfach in Beziehungsformen leben können, die wir (alle jeweils Beteiligten) uns selbst aussuchen, ohne diskriminiert zu werden. Wir wollen lieben, wen und wie wir wollen (wenn die/der das auch will).“ Diese Haltung wurde auch im Gründungsmanifest formuliert:

„Auch wenn wir ROSA Antifa heißen, bedeutet das nicht, daß nur Homosexuelle bei uns mitarbeiten können, wir lehnen jeglichen Sexualitätsnachweis ab! Die sexuelle Orientierung einer Person ist für uns nicht ausschlaggebend. Wir wollen die HERRschenden Zustände ändern: Wir kämpfen gegen die Aufteilung von Menschen in Homo- und Heterosexuelle, InländerInnen und AusländerInnen, Männer und Frauen, Gesunde und Kranke, Reiche und Arme, ... und gegen die damit verbundenen Rollenzuteilungen und Wertigkeiten. Wir sind nämlich alle einfach Menschen, und das muß verdammt noch mal Grund genug sein, daß jedeR das Recht hat, in Frieden ein angenehmes Leben nach eigenen Vorstellungen zu führen! Genau dieses Recht wird uns aber tagtäglich vorenthalten. Denn damit das System funktioniert, muß die Teilung aufrecht erhalten, und nach Möglichkeit noch vertieft werden, die Teilung in die, die treten, und die, die getreten werden.“

Rosa Antifa Wien[2]

Die Rosa Antifa stellt - neben der SJ Niederösterreich - eine verlässliche Konstante und Betreuung aller antifaschistischen Ereignisse in Österreich dar. Die Kämpfer der Rosa Antifa setzten sich mit „Rassismus, Queer-Feminismus, Homophobie, Antifa (immer noch...), aber auch alternative[n] Lebens- und Beziehungsmodelle[n], Überwachung, Lookism, Verbots- und Verdrängungspolitik uvm“[3] auseinander und stellen auf allen antifaschistischen und antikapitalistischen Demonstrationen ein unübersehbares und buntes Kontingent dar, sei es bei den Kundgebungen Anti-Nationalfeiertag, den Armutsspaziergängen, den No one is illegal!-Demos oder den „Feministischen Aktionen gegen Christenfundis“ in Salzburg.[4]

Die Rosa Antifa war früher im Ernst Kirchweger Haus beheimatet und ist Mitgliedsverein im International Antifascist Network for Research and Action.

Weblinks[Bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Anarchismus.at, Linke Adressensammlung: Die Rosa Antifa Wien [raw], Zugriff am 25. Januar 2014
  2. Rosa Antifa Wien [raw.] www.anarchismus.at, 16. April 2013, abgerufen am 25. Januar 2014.
  3. Rosa Antifa Wer wir sind
  4. a.a.O., Updates