Rosaflamingo
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Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus) |
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Phoenicopterus roseus | ||||||||||||
| Pallas 1811 |
Der Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus) ist eine Art aus der Familie der Flamingos (Phoenicopteridae). Er kommt in Teilen von Afrika, Asien und Süd-Europa vor.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung [Bearbeiten]
Der Rosaflamingo ist die größte Art der Flamingos, durchschnittlich 120-140 cm groß (davon machen allein die Beine 40-50 cm aus). Sein Gefieder ist überwiegend rosa-weiß, die Flügeldecken sind rot und die Hand- und Armschwingen schwarz. Der Schnabel ist rosa mit scharf abgegrenzter schwarzer Spitze. Seine Beine sind vollkommen rosa. Sein Ruf ist ein gänseähnliches Tröten.
Verbreitung und Lebensraum [Bearbeiten]
Rosaflamingos kommen in Teilen von Afrika, Südwest-Asien (einschließlich der Türkei), Süd-Asien (Küstenregionen von Indien) und Süd-Europa (einschließlich Spanien, Portugal, und der Camargue in Frankreich) vor.
Rosaflamingos im Zwillbrocker Venn [Bearbeiten]
Im Zwillbrocker Venn in Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu den Niederlanden besteht die einzige deutsche Brutkolonie. Im Zwillbrocker Venn hat sich 1982 der Chileflamingo als Brutvogel angesiedelt. 1986 tauchte erstmals der Rosaflamingo in der Flamingokolonie auf. Seit 1993 wurden auch Jungvögel des Rosaflamingos flügge. Im Jahr 1994 taucht erstmals der Kubaflamingo in der Kolonie auf. Es gab immer wieder erfolgreiche Mischbruten Chileflamingo x Rosaflamingo und Rosaflamingo x Kubaflamingo. Wobei vom Kubaflamingo überhaupt meist nur ein Vogel in der Kolonie war. Von 1993 bis 2005 wurden pro Jahr jeweils nur wenige Brutpaare des Rosaflamingos in der Kolonie und nur 0 bis 2 Jungvögel vom Rosaflamingo wurden flügge. Beim Chileflamingo wurden hingegen bei bis zu 15 Brutpaaren bis zu sieben Jungvögel flügge. Im Herbst ziehen die ganzen Flamingos ab. Nach dem Abzug aus dem Venn werden Rastgebiete wie Ijsselmeer, Veluvemeer und Oostvaarders Plassen in den Niederlanden aufgesucht. Überwinterungsgebiet ist das Volkerakmeer im Rhein-Maas-Delta. Anfangs werden die Jungvögel noch von den Eltern gefüttert. Ende Februar bis Anfang März kehren die Flamingos, je nach Witterungs ins Venn zurück. In strengen Wintern kommen sie hingegen erst Anfang April ins Gebiet zurück. Die Supadulten (Vögel welche im Vorjahr erbrütet wurden) bleiben in der Regel im Überwinterungsgebiet und kommen erst als Adulte wieder zur Kolonie.
Die Flamingos im Venn leben vom Plankton im See. Wegen des Kots der mehrere Tausend dort brütender Lachmöwen gibt es ausreichend Plankton für die Flamingos. Die Flamingos der Kolonie zeigen auch die gleiche Rotfärbung des Gefieders wie an anderen Kolonien.
Die genaue Herkunft der verschiedenen Flamingos im Zwillbrocker Venn konnte nie geklärt werden. Es wird davon ausgegangen dass es sich bei den Chileflamingos und Kubaflamingos um aus Tierhaltungen entflogene Vögel handelt, da wilde Flamingos dieser Arten nicht bis Europa kommen. Bei den Rosaflamingos in der Kolonie könnten auch Wildvögel aus Südeuropa sein.
Lebensweise [Bearbeiten]
Die Nahrung stellen zahlreiche kleine Wirbellose, zum Beispiel Ruderfußkrebse, Flohkrebse, Mollusken, Ringelwürmer und Mückenlarven. Diese werden mit dem flamingotypischen Seihschnabel aus dem Wasser gefiltert.
Rosaflamingos brüten in individuenreichen Kolonien auf flachen Inseln an ausgedehnten, flachen, schlammigen Stränden an Salzseen oder Meeresbuchten. Wie alle Flamingos, legt auch der Rosaflamingo ein einzelnes, kalkweißes Ei auf einen Schlammkegel. Sie brüten allerdings nicht in jedem Jahr.
Quellen [Bearbeiten]
- Josep del Hoyo et al.: Handbook of the Birds of the World, Band 1 (Ostrich to Ducks). Lynx Edicions, 1992, ISBN 84-87334-10-5
- Joop Treep, Dietmar Ikemeyer: Flamingos im Zwillbrocker Venn. LÖBF-Mitteilungen 2006/3: 12-16.
- Alan Johnson und Frank Cézilly: The Greater Flamingo. T & AD Poyser, London 2007, ISBN 978-0-7136-6562-8
Weblinks [Bearbeiten]
- Rosaflamingo-Videos (Englisch, Internet Bird Collection)
- Federn des Rosaflamingos