Roschdy Zem

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Roschdy Zem, 2008

Roschdy Zem (* 27. September 1965 in Gennevilliers, Frankreich) ist ein französischer Schauspieler und Regisseur marokkanischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Roschdy Zem wurde 1965 in Gennevilliers als Sohn marokkanischer Einwanderer geboren. Als Kind verbrachte er viele Sommerferien bei Pflegeeltern in Belgien, während seine Eltern in Marokko Urlaub machten, jedoch Zem und seine vier Geschwister nicht mitnehmen konnten. Neben Französisch und Arabisch spricht er seither auch Flämisch.[1] Er ließ sich zum Schauspieler ausbilden und trat 1987 in Les Keufs unter der Regie von Josiane Balasko erstmals in einem Film auf. 1991 gab ihm Regisseur André Téchiné eine Rolle in seinem Film Ich küsse nicht (J’embrasse pas), in dem Philippe Noiret und Emmanuelle Béart die Hauptrollen spielten. Zwei Jahre später war er auch in Téchinés Meine liebste Jahreszeit (Ma saison préférée, 1993) neben Catherine Deneuve und Daniel Auteuil zu sehen. 1998 folgte eine weitere Zusammenarbeit mit Téchiné für den Film Alice & Martin (Alice et Martin) mit Juliette Binoche. Zumeist spielt Zem in seinen Filmen Einwanderer marokkanischer oder algerischer Herkunft. So auch in dem Filmdrama Change moi ma vie, wo er neben Fanny Ardant einen algerischen Transvestit spielte.

Im Jahr 2000 erhielt Zem für Alles für die Firma (Ma petite entreprise) seine erste Nominierung für den César als Bester Nebendarsteller. 2006 gewann er als Teil des männlichen Ensembles in Tage des Ruhms (Indigènes) den Preis als Bester Darsteller bei den Filmfestspielen von Cannes. Noch im selben Jahr folgte sein Regiedebüt unter dem Titel Mauvaise foi, wofür er in der Kategorie Bestes Erstlingswerk eine Nominierung für den César erhielt.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Roschdy Zem bei der César-Verleihung 2001

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gérar Lefort: Un acteur français. In: Libération, 17. März 1999