Rosellen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rosellen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Rosellen
Stadt Neuss
Koordinaten: 51° 8′ N, 6° 44′ O51.1350388888896.7273194444444Koordinaten: 51° 8′ 6″ N, 6° 43′ 38″ O
Fläche: 11,47 km²
Einwohner: 324 (1. Jan. 2008)
Eingemeindung: 1. Jan. 1975
Postleitzahl: 41470
Vorwahl: 02137
Karte

Lage von Rosellen in Neuss

Rosellen ist ein Stadtteil der Stadt Neuss im Rhein-Kreis Neuss. Zum Stadtteil gehören die Ortsteile Allerheiligen, Rosellerheide und Elvekum.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Die Ortschaft Rosellen grenzt im Norden an Schlicherum, im Osten an Gier und Allerheiligen. Im Süden begrenzt der Norfbach Rosellen zum Ort Rosellerheide. Der Stadtteil Rosellen grenzt im Süden an den Mühlenbusch.

[Bearbeiten] Geschichte

Schon in der Steinzeit war der Raum Rosellen besiedelt, wie Funde aus dieser Zeit belegen. Erstmals schriftlich erwähnt wurde Rosellen im Jahre 1281 als Roselden. Hierbei handelte es sich um eine Jülicher Grundherrschaft von 28 Gütern. Im Jahre 1307 wurde diese dem Neusser Quirinusstift geschenkt. Von 1323 bis 1794 gehörte Rosellen zum kurkölnischen Amt Hülchrath, dann besetzten französische Revolutionstruppen den Ort. Rosellen gehörte nun zum Kanton Zons. 1815 kam Rosellen an das Königreich Preußen. 1816 wurde die Gemeinde Rosellen mit den Ortschaften Rosellen, Allerheiligen, Elvekum, Gier, Kuckhof, Neuenbaum, Rosellerheide und Schlicherum gebildet. Sie gehörte zur Bürgermeisterei Norf und ab 1927 zum Amt Norf. Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Rosellen in die Stadt Neuss eingemeindet.[1]

[Bearbeiten] Bürgermeister

  • Heinrich Schumacher (CDU) ? - 1974 (Stellvertreter: Josef Rütten (CDU)

[Bearbeiten] Ehrenamtlicher Gemeindedirektor

  • Willi Kühn ? - 1974 (Allgem. Stellvertreter: Horst Melchert)

[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung

Jahr Bevölkerung[2] Gemeinde / Ortsteil
1871 1.361 Gemeinde Rosellen
1939 1.602 Gemeinde Rosellen
1957 2.232 Gemeinde Rosellen
1964 2.760 Gemeinde Rosellen
1974 5.170 Gemeinde Rosellen
1998 1.512 Ortsteil Rosellen
2003 1.827 Ortsteil Rosellen
2004 1.870 Ortsteil Rosellen
2005 1.916 Ortsteil Rosellen
2006 1.891 Ortsteil Rosellen
2007 2.018 Ortsteil Rosellen
2008 2.020 Ortsteil Rosellen

[Bearbeiten] Religion

[Bearbeiten] Katholische Kirche

Die katholische Kirche St. Peter wurde im Jahre 1251 erstmals erwähnt. Das Patronat hatten zunächst die Herren von Dyck. Sie verkauften es 1334 an das Kölner St. Georg-Stift. 1846 wurde die Kirche bis auf den Turm entfernt und durch einen Neubau ersetzt.

Hermann von Alffter, im 15. Jahrhundert Glockengießer aus Alfter bei Bonn, schuf 1448 für die Pfarrkirche in Rosellen eine Glocke.[3]

[Bearbeiten] Jüdischer Friedhof

Der Friedhof der ehemaligen jüdischen Gemeinde Rosellen liegt direkt an der Stadtgrenze Neuss/Grevenbroich am unteren Fußpunkt des Gohrer Berges. Grabsteine sind dort nicht mehr zu finden, statt dessen erinnert ein Davidstern des Künstlers Anatol seit ein paar Jahren an die früher an dieser Stelle gelegenen Grabstätten.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Rosellen wird von den Buslinien 874 und 841, 850 angefahren und damit sind Allerheiliger Bahnhof, Uedesheim, die Neusser Innenstadt, Düsseldorf, aber auch Dormagen-Gohr und Rommerskirchen erreichbar.

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

  • Sportplatz
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Grundschule St.- Peter Rosellen
  • Kindergarten St. Peter Rosellen

[Bearbeiten] Vereine

  • Der Heimatverein Rosellen e.V. feiert jedes Jahr am 1. Septemberwochenende sein Volks- und Heimatfest.
  • Eskalationsteam "Blüh auf" Rosellen
  • ASC Rosellen
  • Treckerfreunde Rosellen Muh-Barack
  • St. Martins-Komitee Rosellen
  • Sportverein Rosellen
  • SV Rosellen (OFM)

[Bearbeiten] Schule

Mit der St. Peter Grundschule verfügt der Stadtteil Rosellen über eine der größten Grundschulen in NRW mit mehr als 600 Schülern. Schulleiterin ist Frau Braeuer-Lustenberger.

[Bearbeiten] Literatur

  • Heinz Ohletz: 1929–1974 Jahre Menschen Initiativen im Großkreis Grevenbroich. o.O., 1975

[Bearbeiten] Quellenangaben

  1. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  2. Bevölkerungsstrukturdaten für räumliche Einheiten unterhalb der Ebene der statistischen Bezirke - Ausgaben 2003 bis 2008, Seite 2
  3. Hermann von Alffter. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 16, E. A. Seemann, Leipzig 1923, S. 488

[Bearbeiten] Weblinks

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