Rosenberg (Württemberg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rosenberg
Rosenberg (Württemberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rosenberg hervorgehoben
49.01888888888910.031388888889492Koordinaten: 49° 1′ N, 10° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ostalbkreis
Höhe: 492 m ü. NHN
Fläche: 41,02 km²
Einwohner: 2669 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73494
Vorwahl: 07967
Kfz-Kennzeichen: AA, GD
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 060
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Haller Straße 15
73494 Rosenberg
Webpräsenz: www.gemeinde-rosenberg.de
Bürgermeister: Uwe Debler
Lage der Gemeinde Rosenberg im Ostalbkreis
Schwäbisch Gmünd Landkreis Heidenheim Landkreis Schwäbisch Hall Rems-Murr-Kreis Landkreis Göppingen Aalen Abtsgmünd Adelmannsfelden Bartholomä Böbingen an der Rems Bopfingen Durlangen Ellenberg (Württemberg) Ellwangen (Jagst) Eschach (bei Schwäbisch Gmünd) Essingen (Württemberg) Göggingen (Württemberg) Gschwend Heubach Heuchlingen Hüttlingen (Württemberg) Hüttlingen (Württemberg) Iggingen Jagstzell Kirchheim am Ries Lauchheim Leinzell Lorch (Württemberg) Mögglingen Mutlangen Neresheim Neuler Obergröningen Oberkochen Rainau Riesbürg Riesbürg Rosenberg (Württemberg) Ruppertshofen (Ostalbkreis) Schechingen Schwäbisch Gmünd Spraitbach Stödtlen Täferrot Tannhausen Tannhausen Unterschneidheim Waldstetten (Ostalbkreis) Waldstetten (Ostalbkreis) Westhausen (Württemberg) Wört BayernKarte
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Rosenberg ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ostalbkreis.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Rosenberg liegt zwischen Ellwangen im Südosten und Schwäbisch Hall im Nordwesten im Übergangsbereichs von Ellwanger Bergen (Westen) und Virngrund (Osten), die beide dem Naturraum Schwäbisch-Fränkische Waldberge zugerechnet werden.[2]

Die höchste Erhebung der Gemeinde Rosenberg ist der Hohenberg (569 m ü. NN), über den auch ein Abschnitt des Fränkisch-Schwäbischen Jakobswegs führt. Der tiefste Punkt liegt auf wenig unter 430 m ü. NN unterhalb des Orrotsees im Tal der Orrot nahe der Ostspitze des Gemeindegebietes. An dessen Südwestgrenze im Tal der mittleren Blinden Rot nordöstlich von Adelmannsfelden-Röhmen hat sich das Bett dieses Flusses fast ebenso tief eingegraben.

Das Gemeindegebiet wird im Südwesten, Westen und Nordwesten durch deren linke Zuflüsse zur Blinden Rot entwässert, vom Geißbach im Südwesten bis hinauf zum Eisenbach im Nordwesten. Der übrigen Abfluss erreicht stets die Jagst. Im nördlichen Bereich geschieht dies östlich über die Sulzbach-Oberläufe Harbach/Sobach und Grunbach, im mittleren Bereich südöstlich über die Orrot-Oberläufe Glasbach und Orbach und deren kürzere untere Zuflüsse von rechts. Der dicht südöstlich von Hohenberg entspringende Rotenbach erreicht die Jagst im südöstlichen Lauf, etwas weiter südlich entwässert dessen Zufluss Klapperschenkelbach, fast im Süden auf einem kurzen Abschnitt der Sizenbach-Oberlauf Frankenbach in Richtung Jagst. Ganz im Süden schließen sich dann die Zuflüsse der Blinden Rot an.

Das Gemeindegebiet hat eine größte Nord-Süd-Erstreckung von fast 9,5 km. Es reicht vom Harbach im Norden, dem obersten Lauf des Jagst-Zuflusses Sulzbach, über den Hohenberg bis in die Gegend des Schönbergs im Süden, der höchsten Erhebung der Ellwanger Berge, die hier gerade eben noch jenseits der Gemeindegrenze liegt. In Ost-West-Richtung erreicht das Gemeindegebiet eine maximale Breite von 7,5–8 km, vom Mittellauf der Blinden Rot bis zur Orrot-Nordkehre bei Jagstzell-Dietrichsweiler, wo die Grenze der Jagst bis auf weniger als einen Kilometer nahe kommt.

Der nördlichste Punkt der Gemeinde ist an der Schimmelsägmühle im Harbach-Tal. Von dort zieht ihre Grenze südöstlich an Hummelweiler vorbei und folgt dann in einer Entfernung von ungefähr einem Kilometer linksseitig dem Orrot-Oberlauf Glasbach meist durch Wald bis östlich von Unterknausen. Von hier geht die Grenze zur Orrot herunter, die sie nach der Holzmühle erreicht, und folgt ihr durch den Orrotsee bis zu ihrer eigenen Ostspitze und fast genau deren Nordknick bei Jagstzell-Dietrichsweiler. Von hier läuft die Grenze durch den Dürrenwald in alles in allem südwestlicher Richtung bis in die Gegend des Schönbergs, den sie in einem Nordbogen ausspart, um dann südlich von Hütten ihre Südspitze zu erreichen. Anschließend biegt sie nach Nordnordwesten um und erreicht etwa einen Kilometer nördlich der Adelmannsfelder Röhmensägmühle den Lauf der Blinden Rot, der sie dann in gleicher Richtung sehr beständig talaufwärts folgt bis zur Ludwigsmühle. Hier buchtet sich das Gemeindegebiet auf einer Breite von fast anderthalb Kilometern über den Fluss hinaus nach Westen aus bis weniger als einen Kilometer nordwestlich von Willa, von wo aus ein enger Schlauch beidseits der Blinden Rot eine kleine Fast-Exklave des Gemeindegebiets um den Betzenhof und den Lindenhof an der obersten Blinden Rot mit der restlichen Gemeinde verbindet. Vom Ansatzpunkt des Schlauches zieht die Gemeindegrenze danach weiter vor dem langen Frankenhardter Waldgewann Harbach nach Nordosten und erreicht dann wieder die Schimmelsägmühle am Harbach.

Mehr als 60 % des Rosenberger Gemeindegebiets sind bewaldet. Die Siedlungsplätze verteilen sich darin auf drei große und drei kleine Rodungsinseln.

Die größte ist die Rosenberger, die etwas nördlich der Gemeindemitte liegt und in der um das zentrale Dorf Rosenberg im Westen der Birkhof, im Nordwesten Geiselrot, im Nordosten eben noch vor dem Glasbach der Herlingshof und die Herlingssägmühle, im Osten jenseits des Baches Unterknausen, im Ostsüdosten an der Orrot die über 16 ha große Betriebsfläche der Holzmühle und im Südosten die Ohrmühle liegt.

Die große nördliche Flurinsel legt sich um Hummelsweiler, an das unmittelbar nördlich der Scheubenhof und unmittelbar östlich der Mehlhof grenzen. Der Schüsselhof liegt in etwas Abstand südsüdöstlich, die Spitzensägmühle in größtem an der Waldgrenze im Süden. Westlich von Hummelweiler liegt jenseits eines kleinen Sees das Farbhäusle, nordwestlich der Schimmelhof, weiter nordwestlich die Schimmelsägmühle am nördlichsten Punkt der Gemeinde.

Die große südliche Flurinsel umgibt Hohenberg. Hohenberg selbst liegt darin am nördlichsten, am Nord- und Ostfuß des namengebenden Bergs. Weniger als einen Kilometer südöstlich davon liegt der Dieselhof über der Mulde des beginnenden Rotenbachtals. Etwa ebenso weit im Süden liegt Tannenbühl, auch Krauthof genannt, dahinter in nicht ganz doppeltem Abstand Matzengehren, das südöstlich in den Stumpfhof übergeht. Etwa in gleichem Abstand wie Matzengehren liegt schließlich Zumhof im Südsüdwesten, das sich aus dem näheren Webershof und dem ferneren Gansershof zusammensetzt.

Die größte der kleinen Rodungsinseln liegt ganz im Süden und umfasst Hinterbrand in ihrem Osten, Hütten in ihrem Westen und den Hüttenhof wenig südöstlich von Hütten.

Wo die L 1060 das Tal der Blinden Rot etwa zwischen Ober- und Mittellauf quert, liegt die westliche Flurinsel um Willa. Sie umfasst die Ludwigsmühle ganz im Süden, auf halbem Weg dorthin den Uhlenhof, nahe an Willa nordöstlich das Zollhaus und nordnordöstlich den Zollhof und noch etwas weiter nordnordöstlich Hochtänn. Weiter nördlich am Oberlauf der Blinden Rot liegen der Betzenhof an seinem Mühlweiher und der Lindenhof beide in einer nördlichen Ausbuchtung des Gemeindegebietes.


Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Osten an Jagstzell, im Südosten an die Stadt Ellwangen, im Süden an Neuler und Adelmannsfelden, im Westen an Bühlerzell und Bühlertann sowie im Norden an Frankenhardt, die drei letzten im Landkreis Schwäbisch Hall.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Rosenberg gehören 32 Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser; das Dorf Rosenberg, die Weiler Betzenhof, Geiselrot, Hinterbrand, Hohenberg, Holzmühle, Hütten, Hummelsweiler, Lindenhof, Ludwigsmühle, Matzengehren, Ohrmühle, Schimmelhof, Unterknausen und Zollhof, die Höfe Birkhof, Dieselhof, Gansershof, Herlingshof, Herlingssägmühle, Hochtänn, Hüttenhof, Mehlhof, Scheubenhof, Schimmelsägmühle, Schüsselhof, Tannenbühl, Uhlenhof, Webershof (zusammen mit dem Gansershof auch Zumholz genannt) und Willa, die Häuser Farbhäusle und Spitzensägmühle sowie die aufgegebenen Ortschaften Wehen, Oeheim, Neusatz, Kaiserhütte, Oberknausen oder Schlüpfenhof, Vorderknausheim, Morbach, Aynsiedel, Mayrhorant, Hof ze dem Wolfer, Glasbrunn, Glashof und Mullin underm Hohenberg.[3] In der Topographischen Karte 1:25.000 findet sich der Schriftzug Oberknausen, rückwärts kursiviert wie gewöhnlich bei Wüstungen, auf halbem Wege zwischen der Herlingssägmühle und Unterknausen in einer kleinen Westschlinge des Glasbachs. Nahebei über diesen hinweg steht in gleicher Schrifttype Glassägmühle.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Rosenberg wurde 1344 erstmals urkundlich erwähnt im Zusammenhang mit einer Glashütte, die bis 1876 bestand. Einige Ortsteile sind jedoch älter, so z. B. Hochtänn, das bereits im Jahr 1024 erstmals erwähnt wurde. Das Gebiet gehörte über Jahrhunderte zur Fürstpropstei Ellwangen. Als diese aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses säkularisiert wurde, fiel das Gebiet an das Königreich Württemberg, wo es dem Oberamt Ellwangen zugeordnet wurde, mit dem es 1938 im Landkreis Aalen aufging. Seit der Kreisreform 1973 gehört Rosenberg zum neuen Ostalbkreis.

Lediglich der Ortsteil Hummelsweiler gehörte bereits seit 1336 zu Vellberg und seit dem 16. Jahrhundert zur Reichsstadt Schwäbisch Hall, wurde dann aufgrund der Mediatisierung am Beginn des 19. Jahrhunderts aber ebenfalls württembergisch.

Religionen[Bearbeiten]

Aufgrund der Zugehörigkeit zur Fürstpropstei Ellwangen ist die Reformation an Rosenberg vorbeigegangen und der Ort blieb papsttreu. In Hummelsweiler hingegen wurde, ob seiner Zugehörigkeit zu Schwäbisch Hall, die lutherische Konfession eingeführt. So gibt es heute auch noch zwei römisch-katholische Kirchen (im Kernort und in Hohenberg), während die einzige evangelische Kirche in Hummelsweiler steht (Kirchengemeinde Hummelsweiler).

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Ellwangen (Jagst).

Gemeinderat[Bearbeiten]

Dem Gemeinderat gehören nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden zehn Mitglieder an, sieben von der FWV und drei von der UWV, Parteien sind im Gemeinderat nicht vertreten.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1976 besteht eine Partnerschaft zu Montoison in Frankreich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Jakobuskirche auf der Spitze des Hohenbergs ist eine weithin sichtbare Wallfahrtsstätte auf dem fränkisch-schwäbischen Jakobsweg

Bauwerke[Bearbeiten]

Auf dem Hohenberg steht die im 19. Jahrhundert im neuromanischen Stil erbaute Jakobuskirche mit zahlreichen Ausschmückungen von Sieger Köder. Zuvor gab es am gleichen Standort eine romanische Basilika aus dem 11. Jahrhundert. Etwa hundert Meter westlich der Kirche liegt am oberen Hang des Wallfahrtsberges im beginnenden Wald eine Lourdesgrotte.

Museen[Bearbeiten]

Galerie und Museum „Altes Rathaus“ mit Dauerausstellungen der Rosenberger Künstler Karl Stirner und Sieger Köder.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Rosenberg ist durch die Landesstraße 1060 (EllwangenSchwäbisch Hall) mit dem überregionalen Straßennetz verknüpft.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • J. Rettenmaier & Söhne: Weiterverarbeitung von Naturfasern

Bildung[Bearbeiten]

Im Rosenberg besteht mit der Karl-Stirner-Schule eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Weiterführende Schulen stehen in den umliegenden Städten zur Verfügung. Für die Kleinsten bestehen zwei römisch-katholische Kindergärten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der Künstler und Theologe Sieger Köder (* 1925) war viele Jahre als Priester in Rosenberg tätig.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rosenberg (Württemberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009.
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 714–716.
  4. Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, im Einzelblattschnitt auf der Karte Nr. 6926 Stimpfach.