Rosenthal (Hessen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rosenthal
Rosenthal (Hessen)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rosenthal hervorgehoben
50.9666666666678.8666666666667294Koordinaten: 50° 58′ N, 8° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 294 m ü. NHN
Fläche: 51,54 km²
Einwohner: 2171 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35119
Vorwahlen: 06458, 06457 (Roda)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: KB, FKB, WA
Gemeindeschlüssel: 06 6 35 017
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Rathaus 2
35119 Rosenthal
Webpräsenz: www.rosenthaler.de
Bürgermeister: Hans Waßmuth (CDU)
Lage der Stadt Rosenthal im Landkreis Waldeck-Frankenberg
Hatzfeld (Eder) Battenberg (Eder) Bromskirchen Allendorf (Eder) Burgwald (Gemeinde) Rosenthal (Hessen) Gemünden (Wohra) Haina (Kloster) Frankenberg (Eder) Frankenau Bad Wildungen Lichtenfels (Hessen) Korbach Willingen (Upland) Diemelsee (Gemeinde) Diemelstadt Vöhl Volkmarsen Bad Arolsen Twistetal Waldeck (Stadt) Edertal Nordrhein-Westfalen Landkreis Kassel Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Marburg-BiedenkopfKarte
Über dieses Bild

Rosenthal ist eine Stadt im Südosten des Landkreises Waldeck-Frankenberg in Hessen, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten]

Rosenthal liegt im Burgwald südöstlich von Frankenberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Rosenthal grenzt im Norden an die Gemeinde Burgwald, im Osten an die Stadt Gemünden (beide im Landkreis Waldeck-Frankenberg), im Südosten an die Gemeinde Wohratal, im Süden an die Städte Rauschenberg und Wetter, sowie im Westen an die Gemeinde Münchhausen (alle im Landkreis Marburg-Biedenkopf).

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Kirche in Rosenthal

Geschichte[Bearbeiten]

Rosenthal wurde um 1327 von Mainzer Erzbischof Matthias von Buchegg als mainzischer Vorposten gegen die Landgrafschaft Hessen gegründet, mit einer (um 1700 abgerissenen) Burg bewehrt und so zum Mittelpunkt des gleichnamigen Amtes ausgebaut. Bereits 1343 wurde Rosenthal erstmals als Stadt (Oppidum) erwähnt. Nach dem Ende der hessisch-mainzischen Auseinandersetzungen 1427 kam Rosenthal im Zuge der Mainzer Stiftsfehde 1464 zunächst als Pfandschaft zur Landgrafschaft Hessen. Nach dem Merlauer Vertrag wurde es 1583 schließlich vollständig an Hessen-Marburg abgetreten. Nach dem Aussterben dieser hessischen Nebenlinie gelangte Rosenthal 1604 in den Besitz der Landgrafschaft Hessen-Kassel, mit der es 1866 an Preußen fiel. Während des kurzlebigen Königreichs Westphalen (1806-1813) war Rosenthal Verwaltungssitz des Kantons Rosenthal. Bis 1932 bestand das Amtsgericht Rosenthal.

Fragwürdige Berühmtheit erlangte die Stadt im Jahre 1688 durch die letzten Hexenverbrennungen in Hessen.

Wappen[Bearbeiten]

Das Stadtwappen erinnert an die Gründung durch die Stadt Mainz.

Blasonierung: Das Mainzer Rad umrahmt von vier gelben Rosen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

In Rahmen der hessischen Gebietsreform wurden am 1. April 1972 die bis dahin selbständigen Gemeinden Roda und Willershausen nach Rosenthal eingemeindet.[2]

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [3]

Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
44,6 %
34,9 %
20,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+1,0 %p
+2,0 %p
-2,9 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 44,6 7 43,6 7 40,7 6
BLR Bürgerliste Roda 34,9 5 32,9 5 21,1 3
FDP Freie Demokratische Partei 20,6 3 23,5 3 11,1 2
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 27,1 4
Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 15
Wahlbeteiligung in % 52,4 55,8 60,7
Stamm (7 m Umfang) der mehrere 100 Jahre alten Gerichtseiche am Galgenberg (eigentlich Gänseberg)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Hans Waßmuth wurde am 8. Februar 2004 mit mehr als 79 % der abgegebenen Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Am 27. September 2009 wurde Hans Waßmuth mit 86,2 % der abgegebenen Stimmen in seinem Amt bestätigt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Evangelisches Gemeindehaus aus dem Jahr 1914
  • Georg Dehio/Ernst Gall/Magnus Backes: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Hessen, 2. Auflage Sonderausgabe Darmstadt 1982. S. 753.
  • Erich Keyser: Hessisches Städtebuch, Stuttgart 1957. S. 369–370.
  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen, 3. Auflage Gudensberg-Gleichen 2000. S. 150–151.
  • Georg Wilhelm Sante: Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 4: Hessen, 3. Auflage Stuttgart 1976, Nachdruck 1993. S. 387.
  • Hans-Georg Hentschel/Karl Trust: Unsere Gemeinde Rosenthal
  • Hans-Georg Hentschel/Karl Trust: Unsere Kirchengemeinde Rosenthal
  • Fritz Himmelmann: Heimatbuch der Stadt Rosenthal

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 390.
  3. Wahlergebnis auf hsl.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rosenthal (Hessen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Rosenthal (Hessen) – Reiseführer