Rossese

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Eine Flasche Rossese di Dolceacqua

Rossese ist eine Rotweinsorte aus der italienischen Region Ligurien. Im äußersten Westen Liguriens gibt es in und um Dolceacqua einen eigenen DOC-Bereich für die Sorte, den Rossese di Dolceacqua. Die Ampelographen Dalmassoo und Mariano unterscheiden noch den Rossese von Albenga und jenen von Dolceacqua.

Rossese ist auch unter dem Namen Rosseis und Roxeise bekannt. Die ertragsschwache, aber hochwertige Sorte ist bereits seit dem 16. Jahrhundert bekannt und stammt wahrscheinlich aus Frankreich und könnte mit der Rebsorte Tibouren verwandt sein. Rossese ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera). Sie besitzt zwittrige Blüten und ist somit selbstfruchtend. Beim Weinbau wird der ökonomische Nachteil vermieden, keinen Ertrag liefernde, männliche Pflanzen anbauen zu müssen.

In Ligurien gibt es auch eine weiße Rebsorte Rossese Bianco (Synonyme: Rossese D'Albenga, Bianco di Nizza).

Siehe auch den Artikel Weinbau in Italien sowie die Liste der Rebsorten.

Ampelographische Sortenmerkmale[Bearbeiten]

In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:

  • Die grüne Triebspitze ist offen. Die gelblichen, leicht bronzefarbenen (Anthocyan) Jungblätter sind kaum behaart.
  • Die großen Blätter (siehe auch den Artikel Blattform) sind fünflappig und stark gebuchtet. Die Stielbucht lyren-förmig geschlossen. Der Blattrand ist fein gesägt. Die Zähne sind im Vergleich der Rebsorten klein.
  • Die walzen- bis konusförmige Traube ist mittelgroß und mäßig dichtbeerig. Die rundlichen oder leicht ovalen Beeren sind klein bis mittelgroß und von roter bis blauschwarzer Farbe. Die Beeren sind saftig; der Saft ist farblos.

Die Rebsorte treibt relativ früh aus. Rossese zeigt sich robust gegen späte Frühjahrsfröste sowie gegen den Echten Mehltau.

Rossese reift ca. 10 Tage nach dem Gutedel und zählt damit zu den frühreifenden roten Rebsorten.

Synonyme[Bearbeiten]

Rossese ist auch unter den Synonymen Rosseis, Rossese di Ventimiglia, Rossese di Dolceacqua, Rossese Nero, Rossese Rossa und Roxeise bekannt.

Literatur[Bearbeiten]