Rosskümmel

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Rosskümmel
Rosskümmel (Laser trilobum)

Rosskümmel (Laser trilobum)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Gattung: Rosskümmel
Art: Rosskümmel
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Laser
Borkh. ex P.Gaertn., B.Mey & Scherb.
Wissenschaftlicher Name der Art
Laser trilobum
(L.) Borkh.

Der Rosskümmel (Laser trilobum), auch Dreilappiger Rosskümmel, ist die einzige Art aus der Gattung Laser in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Er blüht im Mai und Juni.

Merkmale[Bearbeiten]

Die krautige Pflanze wird 60 bis 120 cm hoch. Der Stängel ist stielrund und gänzlich kahl. Die Blätter sind meist dreifach dreizählig gefiedert. Deren Abschnitte sind verkehrt-eiförmig bis rundlich und ungleich gekerbt bis gelappt.

Die Blüten stehen in Doppeldolden. Die Hüllblätter fehlen oder sind wenige. Die Hüllchen bestehen aus drei bis mehreren hinfälligen Blättchen. Die Blüten sind zwittrig oder männlich. Der Kelchsaum ist fünfzähnig. Die Kronblätter sind lang genagelt und verkehrt-eiförmig. Der obere Teil ist eingeschlagen. Die Farbe ist reinweiß oder rötlich. Der Fruchtknoten ist kahl.

Die Früchte sind zusammengedrückt und besitzen eine breite Fugenfläche. Sie sind eiförmig oder länglich. Die Teilfrüchte haben je fünf Haupt- und vier Nebenrippen. Das Griffelpolster ist gewölbt und hat einen gekerbten Rand. Die Ölstriemen sind groß und stehen einzeln unter den Nebenrippen. An der Fugenfläche gibt es vier Ölstriemen. Die Fruchthalter sind frei und tief zweiteilig.

Verbreitung und Standort[Bearbeiten]

Der Rosskümmel ist ein gemäßigt-kontinental-ost-submediterranes Florenelement. Er kommt von Westfrankreich über Deutschland, Österreich, Jugoslawien, Bulgarien, Rumänien, Mittelrussland bis Vorderasien vor.

In Deutschland ist die Pflanze sehr selten anzutreffen; Vorkommen befinden sich in Niedersachsen, im Oberwesertal, in Hessen sowie im Maingebiet. Ein größeres Vorkommen findet sich am Pagenrücken zwischen Lütgenade und Warbsen (Kreis Holzminden, Weserbergland).

Laser trilobum wächst auf mehr oder weniger trockenen, kalkreichen beziehungsweise lehmigen Böden. Er bevorzugt Waldsaumgesellschaften.

Artenschutz[Bearbeiten]

Die Art ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Haeupler/Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands, Ulmer Verlag, Stuttgart, 2000, ISBN 3-8001-3364-4
  • Adler, Oswald, Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Ulmer Verlag, Stuttgart und Wien, 1994, ISBN 3-8001-3461-6
  • Binz, Heitz: Schul- und Exkursionsflora für die Schweiz, Schwabe & Co. AG, Basel, 1986, ISBN 3-7965-0832-4
  • Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora, Ulmer Verlag, Stuttgart, 1990, ISBN 3-8001-3454-3
  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6

Weblinks[Bearbeiten]