Rostec

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Rostec
Rostec logo.jpg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 2007
Sitz Russland, Moskau
Leitung Sergei Tschemesow (Generaldirektor)
Mitarbeiter 900,000
Branche Staatsholding
Website rostec.ru

Die Staatskorporation Rostec (russisch Государственная корпорация "Ростех") (bis Dezember 2012 – „Rostehnologii“, „Russische Technologien“) ist eine russische Staatsholding, wurde im Jahr 2007 zur Entwicklung, Herstellung und zur Ausfuhr von Rüstungs- und ziviler Industrieproduktion gegründet. Rostec produziert dabei in folgenden Wirtschaftszweigen: Autoindustrie, Luftfahrttechnik, Triebwerkbau, Metallurgie, Baugewerbe, Optik, Verbundstoffe, Medizintechnik, Pharmazie, Gerätebau, industrielle Biotechnologie, Radioelektronik, Informationstechnik und Telekommunikation, Werkzeugmaschinenbau, Waffen- und Rüstungsproduktion. Rostec exportiert seine Produktion in über 70 Staaten[1].

Rostec umfasst insgesamt 663 Unternehmen in 60 Subjekten der Russischen Föderation mit 900.000 Mitarbeitern. Rostec ist ein Gemischtwarenproduzent, aufgegliedert in 22 Unternehmen, die der Holding direkt unterstellt sind. Rostec besteht aus dreizehn Holdings, wovon acht in der Militärindustrie tätig sind und fünf zum zivilen Bereich gehören. Der Hauptgeschäftssitz befindet sich in Moskau[2].

Die Geschichte[Bearbeiten]

Am 23. November 2007 unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin das föderale Gesetz zur Gründung der staatlichen Korporation „Rostehnologii“. Über das Gesetz wurde in der Staatsduma am 9. November 2007 abgestimmt[3].

Im Jahr 2009 übernahm die staatliche Korporation 437 Betriebe, deren Gesamtschulden 630 Milliarden US-Dollar betrugen[4]. 30 % dieser Betriebe befanden sich am Rande des Bankrotts oder waren schon von Insolvenz betroffen; 28 Unternehmen waren zahlungsunfähig, 17 Firmen führten keine Geschäftstätigkeit und 27 Gesellschaften verloren teilweise ihr Eigentum oder standen vor dem Risiko, ihr Eigentum zu verlieren. Hinzu kam, dass die Leiter einiger Betriebe, die sich Rostec anschlossen, untereinander zerstritten waren. Zur Zeit des Kaufs des Aktienpakets mit Kontrollmajorität der Produktionsvereinigung VSMPO-AVISMA durch die Gesellschaft „Rosoboronexport“, die sich später Rostec anschloss, befand sich das Unternehmen 2006 in einer Krise wegen eines Streits der Aktionäre. Im Oktober 2005 wurde der Handel mit den Stammaktien des Betriebs auf den Börsen RTS und MICEX von der staatlichen Finanzmarktaufsicht (FFSR) eingestellt[5].

Leitung[Bearbeiten]

Sergej Viktorowitsch Tschemesow – Generaldirektor von Rostec[6].

Der Aufsichtsrat[Bearbeiten]

  • Denis Walentinowitsch Manturow – Minister für Industrie und Handel der Russischen Föderation (Vorsitzender des Aufsichtsrates);
  • Juri Iwanowitsch Borissow – stellvertretender Minister für Verteidi-gung der Russischen Föderation;
  • Larissa Igorewna Brytschjowa – Assistentin des Präsidenten der Russischen Föderation, Leiterin der Rechtsabteilung des Präsidenten der Russischen Föderation;
  • Andrej Nikolajewitsch Klepatsch – stellvertretender Minister für wirt-schaftliche Entwicklung der Russischen Föderation;
  • Alexandra Jurjewna Lewizkaja – erste stellvertretende Leiterin des Regierungsapparats der Russischen Föderation;
  • Ljudmila Alexandrowna Tjaschelnikowa – stellvertretende Leiterin der Expertenverwaltung des Präsidenten der Russischen Föderation;
  • Juri Viktorowitsch Uschakow – Assistent des Präsidenten der Russischen Föderation;
  • Alexander Wassiljewitsch Fomin – Direktor des föderalen Dienstes für rüstungstechnische Zusammenarbeit.

Die Tätigkeit[Bearbeiten]

Die Hauptziele der Korporation sind[7]:

  • Förderung der Betriebe verschiedener Wirtschaftszweige einschließlich der Rüstungsindustrie bei der Entwicklung und Herstellung von Hochtechnologieprodukten, bei zukunftsgerichteten Forschungen und bei der Entwicklung von Technologien;
  • Einführung der Produkte in den Innen- und Außenmarkt und Vertrieb auf dem Innen- und Außenmarkt der Hochtechnologieprodukte und der in Zusammenhang mit diesen Produkten stehenden Waren und des geistigen Eigentums;
  • Teilnahme an der Realisierung der Politik des Staates im Bereich rüstungstechnische Zusammenarbeit der Russischen Föderation mit dem Ausland und Teilnahme am staatlichen Rüstungsprogramm; Erfüllung des staatlichen Rüstungsprogramms, des staatlichen Rüstungsauftrags, des Mobilmachungsplans, der langfristigen zielgebundenen Programme, der zielgebundenen föderalen Programme und der Programme der rüstungstechnischen Zusammenarbeit in Übereinstimmung mit der Gesetzgebung der Russischen Föderation;
  • Gewinnung von Investitionen für verschiedene Organisationen und Betriebe einschließlich der Rüstungsbetriebe, auch im Interesse der Ent-wicklung der konkurrenzfähigen hochtechnologischen Produkte einschließlich der Produkte für Anwendungen im militärischen Bereich;
  • Werbekampagnen, Marketingmaßnahmen, Ausstellungen, Organisation von und Teilnahme an Ausstellungen, Demonstration der Produkte für Anwendungen im zivilen und militärischen Bereich und der Produkte mit doppeltem Verwendungszweck in der Russischen Föderation und im Ausland, im Interesse verschiedener Betriebe einschließlich der Rüstungsbetriebe;
  • Förderung der Organisationen, die zu verschiedenen Industriezweigen gehören einschließlich der Rüstungsindustrie bei der Durchführung von angewandten Forschungen in viel versprechenden Tätigkeitsbereichen der Wissenschaft und Technik und bei der Überführung in die Produktion verschiedener Technologien zur Steigerung des Niveaus der heimischen Entwicklungen im Bereich hochtechnologischer Industrieprodukte, mit dem Ziel der Reduzierung der Fristen der Überführung in die Produktion und der Reduzierung der Entwicklungskosten;
  • Förderung der Organisationen, die als staatliche Unterhändler bei der Ausführung der Außenhandelstätigkeit bezüglich der Rüstungsgüter auftreten.

Aufbau der Korporation (Holdings)[Bearbeiten]

Die Muttergesellschaften der Holdingstrukturen:

Moskau:

  • oAG „OPK „Oboronprom“
  • GmbH „Prominvest“
  • oAG „RT-Chimkomposit“
  • oAG „RT-Biotechprom“
  • oAG „RT-Stankoinstrument“
  • oAG „NPK „Technologiji Maschinostrojenija“
  • oAG „Konzern „Radioelektronnyje Technologii“ (russisch КРЭТ / KRET)
  • oAG „Konzern „Awiazionnoje oborudowanije“
  • oAG „NPO „Wyssokototschnyje Komplexy“
  • oAG „Rossijskaja Elektronika“
  • oAG „RT-Avto“

Jekaterinburg (Swerdlowsk Gebiet):

  • Holding „Schwabe“ (bis zum 26. Oktober 2012: oAG „Wissenschafts- und Produktionskomplex „Optische Systeme und Technologien“)

Ischewsk (Udmurtische Republik):

  • oAG „Wissenschafts- und Produktionsvereinigung „Ischmasch

oAG „Aviakompanija“ (Rosavia)[Bearbeiten]

Im 2008 wurde geplant, eine nationale Fluggesellschaft unter der Leitung von „Rostecnologii“ zu gründen, basierend auf den Aktiva der Fluggesellschaften, die zu der bankrotten Allianz AiRUnion gehört hatten („KrasAir“, „Domodedovo Airlines“, „Samara Airlines“, „Omskavia“ und „Sibaviatrans“). Dem Plan nach sollten sich außerdem die dem Staat gehörenden Fluggesellschaften der „Rosavia“ anschließen: die staatlichen Transportunternehmen „Rossija“, „Orenair“, „Kavminvodyavia“, „Vladivostok Avia“, „Dalavia“, „Saravia“, auch die Fluggesellschaft der Regierung Moskaus „Atlant-Soyuz Airlines“. Bis zum Jahr 2012 sollte sich die geplante Zahl der Fluggäste auf etwa 20 Millionen belaufen. Aber die Pläne sollten nicht in Erfüllung gehen. Im Februar 2010 bewilligte der russische Ministerpräsident W. W. Putin den Vorschlag des Verkehrsministeriums, die Fluggesellschaft „Rosavia“ nicht zu gründen (die oAG „Aviakompanija“ sollte aufgelöst werden), und die Aktiva, die an die „Rosavia“ zu übergeben waren, sollten an die „Aeroflot“ übergeben werden. Die zu 100 % der „Aeroflot“ gehörende „Aeroflot-Finance“ erhielt am 16. November 2011 die „Vladivostok Avia“ (52,1 %), die „Saravia“ (51 %), die „SAT Airlines“ (100 %), die Fluggesellschaft „Rossija“ (75 % minus 1 Aktie) und die „Orenair“ (100 %). Im Gegenzug wurden an die staatliche Korporation 3,55 % der Aktien der „Aeroflot“ übergeben.

oAG „OPK Oboronprom“[Bearbeiten]

Hauptartikel: Oboronprom Diese 2002 gegründete Beteiligungsgesellschaft im Bereich Maschinenbau und Spitzentechnologien ist eine Verwaltungsgesellschaft für Hubschrauberbau- und Motorenwerke Russlands. Nach den Ergebnissen des Jahres 2011 hat sich der Ertrag auf 230 Milliarden Rubel belaufen, was das 6-fache im Vergleich zu 2007 ausmacht, als „Oboronprom“ noch nicht zur Korporation gehörte.

Rostec besitzt 58,32 % des Grundkapitals von „Oboronprom“. Die offene Aktiengesellschaft „Vereinigte Industriekorporation „Oboronprom“ kontrol-liert folgende Holdings:

  • oAG „Wertoljoty Rossii“
  • oAG „Verwaltungsgesellschaft „United Engine Company“
  • oAG „Oboronitelnyje Sistemy“[8]

Rostec plant den Börsengang von „Wertoljoty Rossii“ in 4-5 Jahren. Später soll der IPO von UEK stattfinden[9].

oAG „Prominvest“[Bearbeiten]

Zu dieser Holding im Bereich Immobilienmanagement, Industrie- und Zivilbau gehören:

  • oAG „RT-Stroitelnyje Technologii“
  • oAG „Technopromexport“
  • oAG „Außenwirtschaftliche Vereinigung „Tjaschpromexport“
  • oAG „Promyschlennyje Technologii“

oAG „RT-Chimkomposit“[Bearbeiten]

Die Holding im Bereich Verbundwerkstoffe, Technologien und Industrie-chemie wurde Anfang 2011 gegründet. Zu der Holding gehören strategisch wichtige Betriebe und Wissenschaftszentren. Die Tätigkeitsschwerpunkte der Betriebe sind Forschungen und Innovationsentwicklungen im Bereich der Entwicklung neuer Stoffe, einzigartiger Konstruktionen, Technologien und Serienherstellung von wissenschaftlich anspruchsvollen Produkten im Bereich Weltraum- und Luftfahrtgerät, Waffenausrüstung und Militärtechnik, Boden- und Wasserfahrzeuge, Energieversorgung, chemische Produkte für mehrere Industriezweige[10].

oAG „RT-Biotechprom“[Bearbeiten]

Diese Holding, die eine Reihe von hochtechnologischen Innovationsprojekten im Bereich Biotechnologie realisiert, wurde im März 2008 gegründet. „RT-Biotechprom“ kontrolliert solche Unternehmen wie die offene Aktiengesellschaft „Versuchs- und Forschungsanstalt der Medizinwirtschaft Belgorod“, die offene Aktiengesellschaft „Staatliches Forschungsinstitut für Eiweißbiosynthese“, die offene Aktiengesellschaft „Fabrik für elektronische Sanitätsgeräte „EMA“, die offene Aktiengesellschaft „Institut für Entwicklung der Betriebe der Gummiindustrie“, die offene Aktiengesellschaft „Forschungsinstitut für medizinische Polymere“, die offene Aktiengesellschaft „Forschungsinstitut für Gummi- und Latexprodukte“, die offene Aktienge-sellschaft „Forschungsinstitut für Technologien der medizinischen Industrie“, die offene Aktiengesellschaft „Leder“. Außerdem besitzt die Holding etwa 30 % der Aktien der offenen Aktiengesellschaft „Ostsibirischer Biotechnologie-Konzern“ (Tulun, Irkutsk Gebiet).

oAG „RT-Stankoinstrument“[Bearbeiten]

2009 wurde von „Rostecnologii“ die offene Aktiengesellschaft „RT-Maschinostrojenije“ gegründet, die als Verwaltungsgesellschaft der Holding (als integrierte Struktur) im Bereich Maschinenbau fungieren sollte. Am 1. März 2012 wurde die Gesellschaft in die offene Aktiengesellschaft „RT-Stankoinstrument“ umbenannt (oAG „RT-Stankoinstrument“). Die Holding ist ein Systemintegrator, der die Technologie-Audits und die technologische Umrüstung der Betriebe der staatlichen Korporation „Rostecnologii“ organisiert.

Zu der Holding gehören oAG „VNII-Avtogenmasch“, oAG „VNII-ALMAZ“, oAG „VNII-INSTRUMENT“, oAG „VNITI EM“, oAG „NIPTI „MIKRON“, oAG „OOPZ „Neftechimavtomatika“, oAG „VO „Stankoimport“.

oAG „NPK „Technologii Maschinostrojenija“[Bearbeiten]

Die oAG „NPK „Technologiji Maschinostrojenija“ (offene Aktiengesellschaft „Wissenschafts- und Produktionskomplex „Maschinenbautechnologien“) wurde 2011 gegründet und stellt eine Holding dar, deren Schwerpunkt die Produktion von Munition und Spezialchemie ist. Die Holding produziert präzisionsgelenkte Artilleriemunition und Geschosse für verschiedene Zwecke, Mehrfachraketenwerfer, ungelenkte Kleinkalibergeschosse, viel versprechende Luft-Boden-Raketen, Bomben und andere Rüstungsgüter. Die Zivilgüter von „Technologiji Maschinostrojenija“ umfassen landwirtschaftliche Maschinen mit Anbau- und Anhängerausrüstung, auch Metallkonstruktionen und Zubehör für Maschinenbauerzeugnisse, Ausrüstung für den Bergbau und die geologische Erkundung, Elektroerzeugnisse, industrielle Explosivstoffe und Erzeugnisse aus ihnen, Bälge, Pipelinepumpen, auch Gebrauchsgüter. Zu der Holding gehören die oAG „Wissenschafts- und Produktionsvereinigung „Pribor“, die oAG „Wissenschafts- und Produk-tionsvereinigung „Basalt“, die oAG „Wissenschafts- und Produktionsvereinigung „Pyrotechnische Systeme“, die oAG „Maschinostroitel“, die oAG „Wissenschafts- und Produktionsvereinigung „Splaw“ und eine Reihe anderer Betriebe.

oAG „Konzern „Radioelektronnije Technologii“[Bearbeiten]

Dem 2009 gegründeten Konzern gehören die Betriebe an, die die Systeme für elektronische Kampfführung, IFF-Systeme, geteilten Steckverbinder und Zivilgüter entwickeln und herstellen. Der Konzern vereint über 50 Betriebe. Den Erklärungen zufolge konzentriert er sich auf die Erfüllung des Staatsauftrags im Bereich Systeme für elektronische Kampfführung, IFF-Systeme, Steigerung der Wirtschaftlichkeit der Holding und Erschließung neuer Märkte (die anliegenden militärischen und zivilen Märkte der geteilten Steckverbinder und Draht- und Kabelprodukte, Haushaltsherde, automatisierte Systeme für Energiekontrolle und -zählung, Fernmeldeausrüstung). Nach dem im Dezember 2012 gefassten Beschluss des Aufsichtsrates von „Rostecnologii“ werden an den Konzern „Radioelektronnje Technologii“ die Aktiva der Holding „Aviapriborostrojenije“ übergeben. Dadurch entsteht das größte russische Gerätebauzentrum für den militärisch-industriellen Komplex und für zivile Branchen der Wirtschaft.

oAG „Konzern „Awiazionnoje oborudowanije“[Bearbeiten]

Die oAG „Konzern „Awiazionnoje oborudowanije“ (die oAG „Konzern „Flugzeugausrüstung“) befasst sich mit der Entwicklung, Herstellung und Wartung der Flugzeugausrüstung und der Stromversorgungssysteme von Militär- und Zivil-Fallschirmsystemen und deren Zubehör. Er vereint 36 Unternehmen. Von der Korporation werden nur 21 Betriebe kontrolliert, und zwar 3 föderale staatliche Einheitsunternehmen und 18 offene Aktiengesellschaften (ihr Anteil im Grundkapital macht über 50 % aus). In den restlichen 15 offenen Aktiengesellschaften hat der Staat keine Aktienmehrheit: In 5 offenen Aktiengesellschaften beträgt der Anteil des Staates 30 % – 49 %, in acht offenen Aktiengesellschaften 25,1 % – 25,5 %, in den restlichen 3 offenen Aktiengesellschaften 20 % – 25 %. Zur Holding gehören die oAG „Moskauer Maschinenbauwerk „Rasswet“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „Gidroagregat“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „Gießerei Balaschicha“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „Moskauer Maschinenbau-Fabrik „Snamja“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „Aviaaggregat“, die offene Akti-engesellschaft (oAG) „Aggregat“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „UAP „Gidrawlika“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „Produktionsbetrieb für Gerätebau Ufa“, die offene Aktiengesellschaft (OAO) „NPP Swesda“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „NPP „Respirator“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „MMS „Majak“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „KEMS“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „AKB „Jakor“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „Elektropriwod“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „SEGS“, die offene Aktiengesellschaft „Elektroawtomat“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „Dynamowerk „Velkont“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „MSEM“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) UNPP „Molnija“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „Maschinenbauvereinigung „Rumjanzew“, die offene Aktiengesellschaft (oAG) „Zweites Moskauer Gerätebauwerk“.

Das Volumen der Rüstungsgüter macht 53 % aus, das der Zivilgüter 47 %.

oAG „Konzern „Aviapriborostrojenije“[Bearbeiten]

Zu dieser Korporation gehören 36 Betriebe, die Avioniksysteme herstellen. Der Leiter der Korporation ist Andrej Tjulin, der ehemalige erste stellvertretende Leiter für Angelegenheiten der Rüstung der Streitkräfte Russlands. Die Holding wurde auf der Grundlage des Föderalen Staatlichen Einheitsunternehmens „Forschungsinstitut für Flugzeugausrüstung“ in Zhukowski bei Moskau gegründet. Drei integrierte Strukturen, die vorher gebildet worden waren, schlossen sich der Holding an: die oAG „Konzern „Avionika“, die oAG „Korporation „Luft- und Raumfahrtausrüstung“, die oAG „Aviapribor Holding“ und eine Reihe anderer Betriebe.

2011 hat die Holding das Memorandum über Maßnahmen im Laufe der Vereinigung der Aktiva der Gerätebaubetriebe und über Prinzipien der Führung der Geschäftstätigkeit für die Periode der Vereinigung mit der offenen Aktiengesellschaft „Vereinigtes Luftfahrtgerätebau-Konsortium“ unterzeichnet, dem neben 49 % der Aktien der Korporation „Luft-Raum-Ausrüstung“ etwa 20 Gerätebaubetriebe gehören. Nach Beschluss des Aufsichtsrates von „Rostecnologii“ vom Dezember 2012 werden die Aktiva der Holding „Luftfahrtgerätebau“ an den Konzern „Radioelektronnyje Technologii“ übergeben, wodurch die Holding „Luftfahrtgerätebau“ ihre Existenz aufgibt.

oAG „NPO „Wyssokototschnyje Komplexy“[Bearbeiten]

Die Wissenschafts- und Produktionsvereinigung „Wyssokototschnije Komplexy“ (hochpräzise Komplexe) ist ein Rüstungsbetrieb, der auf hochpräzise Systeme und Komplexe im taktischen Bereich der Kampfhandlungen spezialisiert ist. In dieser Organisation wurde der Gesamtzyklus der Entwicklung der Waffen und des Kriegsgeräts von der Idee bis zum Vertrieb der Fertigerzeugnisse realisiert.

Zu „Wyssokototschnije Komplexy“ gehören die oAG „Konstruktionsbüro für Gerätebau“, die oAG „Konstruktionsbüro für Präzisionsgerätebau „A.E. Nudelmann“, die oAG „Werk „Gidrometpribor“ Safonowo“, die oAG „Tulatotschmasch“, die oAG „Tulski Oruscheiny Sawod“ (Tulaer Waffenwerk), die oAG „ZKBA“, die oAG „Schtscheglowski Wal“, eine Filiale der oAG „KBP“ – „ZKIB SOO“, die oAG „Tulaer Munitionswerk“, die oAG „Rotor“, die oAG „Kapitalgesellschaft „Tulamaschsawod“.

Im Dezember 2012 bewilligte der Aufsichtsrat von „Rostecnologii“ die Übergabe der Aktiva der Holding „Konstruktionsbüro für Gerätebau“ an die Wissenschafts- und Produktionsvereinigung „Wyssokototschnije Komplexy“ .

oAG „Konzern „Orion“[Bearbeiten]

Der Konzern „Orion“ wurde 2009 als spezialisierte Wissenschafts- und Produktionsvereinigung im Bereich Teilsysteme, Komplexe und Nachrichtenmittel gegründet. Die zum Konzern gehörenden Organisationen befinden sich in sechs föderalen Bezirken. Die Betriebe des Konzerns zählen etwa 11 000 Beschäftigte.

oAG „Orion“ entwickelt und produziert Waffen und Kriegsgeräte im Bereich Teilsysteme, Komplexe und Nachrichtenmittel für den militärischen- und zivilen- bzw. dualen Einsatz. Zu „Orion“ gehören 17 Organisationen, darunter die oAG „Forschungsinstitut für Gerätebau Omsk“, die oAG „Sonderkonstruktionsbüro „Wostok“ Barnaul“, die oAG „Forschungsinstitut für spezielle nachrichtentechnische Systeme „Integral“ u.a.m.. Nach Beschluss des Aufsichtsrates von „Rostecnologii“ vom Dezember 2012 werden die Aktiva des Konzerns „Orion“ an die Holding „Roselektronika“ übergeben, wodurch „Orion“ seine Existenz aufgibt.

oAG „Konzern „Sirius“[Bearbeiten]

Der Konzern wurde 2009 gegründet. Die wichtigsten Produkte der Holding sind kundenspezifische Software-Produkte und Software-Produkte mit unterschiedlicher Funktionalität; Fernsehtechnik und –ausrüstung, die für das Senden und Empfangen von Fernsehsignalen auch unter extremen Bedingungen bestimmt sind (Weltraum, extrem hohe Temperaturen, widrige Umgebung); Komponenten der automatisierten Steuersysteme für Kräfte und Mittel; Hardware- und Softwarekomponenten der automatisierten Systeme für Spezialzwecke; komplexe Sicherheitssysteme und Sicherheitssysteme zur Überwachung von besonders wichtigen Objekten und Zonen, z.B. für die Personenbeförderung; Telekommunikationsausrüstung. Zur Holding gehören über 20 Betriebe, darunter die offene Aktiengesellschaft „For-schungszentrum für moderne Navigationstechnologien „Internavigazija“, die oAG „Radiosawod“, das Föderale Staatliche Einheitsunternehmen „Konstruktionsbüro für Halbleiter-Maschinenbau“, die oAG „Gerätebauwerk Solnetschnogorsk“, die oAG „Forschungszentrum „Kristall“, die oAG „Staatliches Projektierungsinstitut Nowosibirsk“, die oAG „Institut für Programmsysteme Nowosibirsk“, die oAG „Institut für Rundfunkempfang und Akustik „A.S. Popow“, die oAG „Forschungsinstitut für Fernsehen“, die oAG „Forschungsinstitut für Industriefernsehen „Rastr“. Nach Beschluss des Aufsichtsrates von „Rostecnologii“ vom Dezember 2012 werden die Aktiva von „Sirius“ an die Holding „Roselektronika“ übergeben, wodurch „Sirius“ seine Existenz aufgibt.

oAG „Rossijskaja Elektronika“[Bearbeiten]

Die Holding „Offene Aktiengesellschaft „Rossijskaja Elektronika“ (oAG „Rossijskaja Elektronika“) wurde Anfang 2009 auf der Grundlage der im Jahre 1997 gegründeten staatlichen Holding „Rossijskaja Elektronika“ gegründet. Die Betriebe der Holding sind auf die Entwicklung und Herstellung von Elektronikwaren und elektronenleitender Materialien, und der dazu notwendigen Ausrüstung für ihre Herstellung, der Mikrowellenelektronik, der Halbleitergeräte und -materialien spezialisiert. „Rossijskaja Elektronika“ produziert Schaltkreissysteme für den Konzern „Radioelektronnyje Technologiji“. Zu der Holding gehören über 70 Organisationen. Im Dezember 2012 hat der Aufsichtsrat von „Rostec“ beschlossen, die Aktiva der Holdings „Sirius“ und „Orion“ an „Rossijskaja Elektronika“ zu übergeben.

oAG „RT-Avto“[Bearbeiten]

Die Holding „RT-Avto“ wurde im April 2010 eingetragen. „AwtoVAZ“ und „Kamaz“ treten hier als Subholdings auf (PKWs bzw. LKWs)[11].

Im Rahmen ihrer Tätigkeit hebt die Organisation drei Schwerpunkte hervor: Produktion von Personenkraftwagen und Komponenten, Lastkraftwagen und Triebwerke. Die Holding vereinigt die oAG „AwtoVAZ“, die oAG „Kamaz“, die oAG „Motorenwerk Tutajew“ und die oAG „Wissenschafts- und Produktionsvereinigung „Elektromaschina“[12].

Die Holding „Schwabe“[Bearbeiten]

Die Holding wurde 2008 gegründet. Bis zum 26. Oktober 2012 hieß das Unternehmen offene Vereinigung „Wissenschafts- und Produktionskomplex „Optische Systeme und Technologien“. Die Betriebe der Organisation produzieren optisch-elektronische Ausrüstung, Geräte und Komplexe militärischer und nicht-militärischer Bestimmung, hochtechnologische zivile Güter: Überwachungssysteme, Systeme für Luft-Raum-Forschung und Fernerkundung der Erde, Lasersysteme und –anlagen, Entfernungsmesser, Zielgeber, photolithographische Systeme, Präzisionselemente und Nanovorrichtungen, Medizintechnik, Feldmessgeräte, Beleuchtungstechnik und Anderes mehr. Die Unternehmen der Holding bieten über 5 000 Produkte an.

Zu der Holding zählen die NPO „Astrofisika“ (Wissenschafts- und Produktionsvereinigung „Astrophysik“), die oAG NPO „Alfa“ (Wissenschafts- und Produktionsvereinigung „Alfa“), die oAG „Optisch-Mechanisches Werk Wologda“, die oAG „NPO Staatsinstitut für angewandte Optik“, die oAG „Staatsinstitut für Optik „S.I. Wawilow“, die oAG „Entwicklungs-und Konstruktionsbüro „Granat – W.K. Orlow“, die oAG „Optisch-Mechanisches Werk Sagorsk“, die oAG Krasnogorsker Werk „S.A. Swerew“, die oAG Optische Glaswerke Lytkarino, die oAG „Forschungsinstitut für optische Materialkunde des Allrussischen Wissenschaftszentrums „Staatsinstitut für Optik „S.I. Wawilow“, die oAG „Produktionsvereinigung „Gerätebauwerk Nowosibirsk“, die oAG „Wissenschafts- und Produktionsvereinigung „Optika“, das Föderale Staatliche Einheitsunternehmen „Wissenschafts- und Produktionsvereinigung „Orion“, die oAG „Mechanisches Werk „Sapfir“, die oAG „Zentrales Konstruktionsbüro für Feingerätebau“, die oAG „Zentrales Konstruktionsbüro „Foton“, die oAG „Produktionsvereinigung „Uraler optisch-mechanisches Werk „E.S. Jalamow“ (UOMZ)“. Seit 2011 ist die Holding in Jekaterinburg eingetragen.

oAG „NPK „KB Maschinostrojenija“[Bearbeiten]

Die offene Aktiengesellschaft „Wissenschafts- und Produktionskorporation „Konstruktionsbüro für Maschinenbau“ (oAG „NPK „KBM“) ist das größte Konstrukteur-, Wissenschafts- und Produktionszentrum, das verschiedene Waffenausrüstung und Militärtechnik entwickelt, herstellt, prüft und komplett nacharbeitet.

Die oAG „NPK „KBM“ ist ein führender Entwickler von lenkbaren Waffen, die in vier Gruppen unterteilt wird: tragbare Fla-Raketen; Panzerabwehr-lenkraketenkomplexe; operativ-taktische Raketensysteme; Selbst-schutzsysteme. Im Dezember 2012 hat der Aufsichtsrat des Rostecs be-schlossen, die Aktien an Holding „Wyssokototschnyje Komplexy“ zu übergeben. Auf diese Weise gab das „Konstruktionsbüro für Maschinenbau“ seine Existenz auf.

Unternehmen[Bearbeiten]

Die Entwicklungsstrategie[Bearbeiten]

Um die Ziele zu präzisieren und die Entwicklungsprioritäten zu setzen, bewilligte der Aufsichtsrat von „Rostecnologii“ die „Entwicklungsstrategie der staatlichen Korporation „Rostecnologii“ bis 2020“. Der Strategie zufolge wurde als das passendste Geschäftsmodell dasjenige der Korporation gewählt, welches ein Gleichgewicht zwischen den langfristigen strategischen Interessen des Staates und den wirtschaftlichen Zwecken ermöglicht. Bis zum 31. März 2013 hat „Rostecnologii“ vor, die Umwandlung der föderalen staatlichen Einheitsunternehmen in die Aktiengesellschaften zu vollenden, was den Erwartungen gemäß zum Wandel der Eigentümerstruktur führen soll. Im ersten Jahresviertel 2013 werden die Aktien der Tochterunternehmen an die Holdings übergeben. Zuerst werden die Aktienpakete von 50 Organisationen an den Konzern „Radioelektronnyje Technologii“ überge-ben. Insgesamt sollen die Aktien von 278 Organisationen übergeben werden, 243 davon sind Rüstungsbetriebe, 35 Betriebe gehören zu zivilen Wirtschaftsbranchen. Ohne Rücksicht auf die Muttergesellschaften der Holdings und Infrastrukturgesellschaften werden 25 Organisationen direkt verwaltet. Der Aufsichtsrat der Korporation schlägt vor, die Vorschläge zur Umwandlung in die Aktiengesellschaft bis zum 31. Dezember 2013 beim Präsidenten und bei der Regierung Russlands vorzulegen. Die Aktiengesellschaft selbst könnte schon im ersten Jahresviertel 2014 entstehen. Rostec wird die Aktiva nach einem prinzipiell neuen Modell verwalten: Der Wertanstieg wird durch 13 Holdings erfolgen, welche die wichtigsten Ver-waltungsbefugnisse wahrnehmen werden. Die Hauptverwaltung der Korporation wird sich auf die Lösung der strategischen Aufgaben konzentrieren. Nach der Entwicklungsstrategie soll der Gewinn von Rostec im Jahr 2020 über 2,1 Trillionen Rubel betragen. Die Stundenproduktivität pro Beschäftigten soll um mehr als Doppelte steigen, und zwar von 1,9 Millionen Rubel auf 4 Millionen Rubel.

Eine der Aufgaben von „Rostecnologii“ ist die Erhöhung der Kapitalisierung der Korporation und der Börsengang der Holdings und der Organisationen, die vom Standpunkt der Investitionen besonders attraktiv sind. In dieser Hinsicht haben die meisten Perspektiven solche Unternehmen wie „Wertoljoty Rossii“, „Rossiiskaja Elektronika“, „Schwabe“, „Radioelektronnyje Technologii“, „UEC“ und „RT-Biotechprom“.

Die Rebranding[Bearbeiten]

Am 21. Dezember 2012 wurde über das Rebranding der Korporation diskutiert. Es wurden der Name, das Logo und der Slogan geändert. „Rostecnologii“ wurde in Rostec umbenannt, die englische Schreibweise der Korporation ist Rostec[13]. Ein neues Rostecs Logo ist ein geöffnetes Quadrat geworden, welches das Fenster zur Welt und den AF-Rahmen symbolisiert. Es bringt die Philosophie des korporativen Slogans „Partner in der Entwicklung“ zum Ausdruck. Eine neue Homepage der Korporation wurde demonstriert, auf der die Informationen in sechs Sprachen erscheinen (neben der russischen Sprache werden Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Arabisch und Chinesisch verwendet). Die Sprachen wurden mit Rücksicht auf die Länder und Regionen gewählt, wo sich die größten Abnehmer der Korporation befinden. Die Korporation hat vor, den offiziellen YouTube Kanal zu eröffnen und Benutzerkonten auf den Websites von Facebook, Twitter und VKontakte zu erstellen. „Die Kommunikation und das Markenzeichen üben größeren Eindluss auf die Mehrwertbildung“, erklärt der Generaldirektor von Rostec Sergej Tschemesow. „Das internationale Markenzeichen ist notwendig, um die internationalen Spitzenunternehmen im Bereich Technologie und Finanzen heranzuziehen, die Strategie der Korporation erfolgreich zu realisieren und die Kapitalisierung der Korporation zu erhö-hen“. Das Rebranding sei berufen, die Korporation offener zu machen, so die Einschätzung von The Wall Street Journal. Das Rebranding-Projekt wurde vom Zentrum für strategische Kommunikationen „Apostel“, vom Gründer und Miteigentümer der britischen Agentur „Winter“ Ilja Oskolkow-Zenziper verwirklicht. Für das graphische Design war die Gruppe unter der Leitung von Hazel Macmillan zuständig (unter deren vorangegangenen Projekten ist die Gestaltung der Flugzeuge von „British Airways“ zu erwähnen). Die Homepage wurde von der britischen Agentur „SomeOneElse“ entworfen, deren Fachleute an den Projekten von HSBC, Land Rover und BBC beteiligt waren. Das Rebranding hat ungefähr 1,5 Millionen US-Dollar gekostet[14].

Finanzergebnisse[Bearbeiten]

Nach den vorläufigen Finanzergebnissen des Jahres 2012 beläuft sich der Konzernumsatz von „Rostec“ auf über 960 Milliarden Rubel (der Umsatz des Vorjahres liegt bei 817 Milliarden Rubel). Dabei beträgt der Exporterlös über 240 Milliarden Rubel (die Güter werden weltweit in 70 Länder geliefert). 2012 liegt der Nettogewinn von „Rostec“ bei fast 40 Milliarden Rubel. Nach den Ergebnissen des Jahres 2012 haben die Betriebe der Korporation Steuern in Höhe von über 120 Milliarden Rubel gezahlt. In die Modernisierung und Entwicklung der Produktion wurden über 112 Milliarden Rubel investiert. Der Durchschnittslohn in den Betrieben der Korporation ist auf bis zu 26.200 Rubel gestiegen, im Vergleich zu 23.700 Rubel pro Monat im Vorjahr.

Aktuelle Projekte[Bearbeiten]

  • 2008 wurde von der Unternehmensgruppe Pirelli und von der Korporation „Rostecnologii“ das Memorandum über Rahmenbedingungen für die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Herstellung von Reifen für Personen- und Lastkraftwagen unterzeichnet. Zuerst planten die Vertragsparteien, ein spezialisiertes Reifenwerk in Togliatti zu errichten, die Pläne sollten jedoch geändert werden. 2011 wurde beschlossen, die Rei-fenherstellung bei der geschlossenen Vereinigung „Sibur Holding“ zu organisieren, welcher die Reifenwerke in Kirow und Woronesch abgekauft wurden. Der Gesamtwert der übergebenen Aktiva betrug 222 Millionen Euro. Momentan werden die bestehenden Kapazitäten von den Parteien modernisiert. Anfang 2015 sollen 10,5 Millionen Reifen für Personenkraftwagen und Leichtlastkraftwagen hergestellt werden. Das Umsatzvolumen soll 500 Millionen Euro betragen.
  • Im Februar 2008 wurde von der oAG „AwtoVAZ“ und vom französi-schen Automobilhersteller „Renault“ eine Vereinbarung über die strategi-sche Partnerschaft unter aktiver Beteiligung von „Rostecnologii“ unter-zeichnet. Durch die Vereinbarung wurde der einheimische Hersteller von Personenkraftwagen in vollem Maße umstrukturiert. Die Vertreter von Renault schlossen sich dem Vorstand von „AwtoVAZ“ an, und die Aktien des Unternehmens wurde unter den Teilnehmern des Konsortiums geteilt. Dabei beteiligt sich die französische Firma an „AwtoVAZ“ mit einer Sperrminorität von 25 % plus eine Aktie. 2009 wurde zwischen „Renault“ und „AwtoVAZ“ ein zusätzliches Abkommen unterzeichnet, nach dem „Renault“ eine Sacheinlage in einem Wert von 240 Millionen Euro leistete, was die Übergabe der Technologien und der Betriebsanlagen und den Erfahrungsaustausch mit einschloss. Diese Summe wurde für die Modernisierung der Produktionslinie von „AwtoVAZ“, für die Vorbereitung auf die Herstellung der PKWs Renault und Nissan ausgegeben, auch für die Herstellung der neuen Modelle von „Lada“, die durch die ausländischen Neuerungen entwickelt wurden. Das soll die Wirtschaftlichkeit von „AwtoVAZ“ wiederherstellen und die Leaderpositionen von Lada, Renault und Nissan auf dem russischen Markt erhalten. Ab 2011 verhandelte die Allianz „Renault-Nissan“ über den Abkauf des Mehrheitspakets am russischen Automobilhersteller mit den Miteigentümern von „AwtoVAZ“, und zwar mit „Rostecnologii“ und „Troika Dialog“. Im Mai 2012 trafen die Parteien eine vorläufige Vereinbarung über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, welches 74,5 % von „AwtoVAZ“ besitzen soll. Dabei wurde festgelegt, dass die Allianz „Renault-Nissan“ 67,17 % der Aktien erhalten soll. Im Dezember 2012 wurden die Vereinbarungen rechtlich ausgestaltet.

Auf diese Art bringen die Allianz „Renault-Nissan“ und die staatliche Korporation Rostec ihre Anteile (28,98 % und 25 %) in den Gemeinschaftsbetrieb, der später 20,14 % der Aktien kauft, die „Troika Dialog“ gehören. Im Ergebnis wird der effektive Anteil von „Renault-Nissan“ an „AwtoVAZ“ 50,1 % betragen, der von Rostec – 24,5 %, was dem Betrieb eine Sperrminorität bedeutet (in Zusammenhang mit der historischen Verteilung des Grundkapitals von „AwtoVAZ“ sind nicht 100 % der Aktien sind stimmberechtigt, sondern etwa 94 %). Von der Summe der Anlagen ins Gemeinschaftsunternehmen ausgehend überstieg die Börsen-Einschätzung von „AwtoVAZ“ den Marktwert ums Dreifache.

  • 2006 vereinbarte die Korporation VSMPO-AVISMA mit Boeing die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens zur mechanischen Bearbeitung von Titanstanz-erzeugnissen für das Flugzeug Boeing 787 Dreamliner und für russische Flugzeuge. 2007 wurde ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Der Bau eines neuen Werks, die Anwerbung und Ausbildung der Mitarbeiter und die Montage der Werkzeugmaschinen erforderte nur zwei Jahre, und der modernste Betrieb „Ural Boeing Manufacturing“, der unter Beteiligung von „Rostecnologii“ gegründet wurde, begann seine Arbeit 2009. Im Oktober 2012 wurde zwischen VSMPO-AVISMA und Boeing ein Memorandum unterzeichnet, das die Erweiterung der Kapazitäten von Ural Boeing Manufacturing vorsieht. Das Gemeinschaftsunternehmen hat vier neue Werkzeugmaschinen gekauft, deren Montage 2013 geplant wird. In die Entwicklung sollen 12 Millionen US-Dollar zusätzlich investiert werden. Die Partner entwickeln neue Titan-Legierungen und Technologien für den Luftfahrzeugbau. Es geht insbesondere um die Titan-Legierung „Ti5553“, dank der das Flugzeuggewicht gesenkt werden kann.
  • Im Juli 2008 wurde eine Vereinbarung zwischen „Rostecnologii“ und der Holding „Metalloinvest“ unterzeichnet, die im Falle des Gewinnens des Wettbewerbs die Teilnahme an der Erschließung des Kupferlagers bei Udokan vorsieht (Oblast Tschita) . Schätzungsweise beträgt der Vorrat dort 20 Millionen Tonnen Kupfer oder 1,3 Milliarden Tonnen Erz, was 30 % der sicheren Vorräte Russlands ausmacht. Im September desselben Jahres wurde der Wettbewerb vom Bergbau- und Aufbereitungskombinat Michajlowski gewonnen, der zu „Metalloinvest“ gehört. Nach dem Stand von Mitte 2012 wurden Vorbereitungen auf die Erschließung des Kupferlagers getroffen. Die Gewinnung soll dem Plan nach spätestens im Juni 2014 beginnen.
  • Am 11. November 2008 erwarb die staatliche Korporation „Rostecnologii“ 25,1 % des Aktienpakets der Firma WiMAX Holding Ltd, des Hauptaktionärs der Firma „Scartel“, des Internetanbieters des WiMAX-Netzes „Yota“.
  • Im November 2009 wurde zwischen „Rostecnologii“ und Thales das Memorandum über Partnerschaft und Zusammenarbeit im Bereich der Schaltelektronik für Rüstungs-, Luft- und Raumfahrtindustrie geschlossen. Das Dokument regelt das Zusammenwirken beider Organisationen beim Austausch und bei der gemeinsamen Nutzung der Errungenschaften im Bereich der Spitzentechnologien, sowohl in der Zivil- als auch Rüstungsindustrie. 2010 beschlossen die Parteien, die Kooperation zu erweitern, und unterzeichneten ein zusätzliches Abkommen, nachdem sie die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens vereinbarten, um die integrierten Avionik-Modulsysteme für die Handelsluftflotte gemeinsam zu entwickeln, her-zustellen und zu warten. Das Gemeinschaftsunternehmen wurde auf der Grundlage des Optisch-Mechanischen Werks Wologda gegründet. Das Werk produziert in Lizenz die Wärmebildkameras „Katrin FC“, „Katrin-XP“ und des tragbaren Thermovision-Fernglases „Sophi-MF“.
  • Das Unternehmen „Wertoljoty Rossii“, das zu „Rostecnologii“ gehört, und die Firma „AgustaWestland“, die zu „Finmeccanica“ gehört, vereinbarten 2010 die Gründung des gemeinsamen Unternehmens oAG „HeliWert“, um den Hubschrauber AW139 im neuen Betrieb in Tomilino (Oblast Moskau) zu bauen. 2012 beschlossen die Parteien, die Kooperation zu erweitern, und unterzeichneten einen vorläufigen Rahmenvertrag über die gemeinsame Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb des neuesten 2,5 Tonnen schweren einmotorigen Hubschraubers.
  • Rostec besitzt 49,9 Prozent an Kamaz, weitere Aktionäre sind die Sberbank CIB (24,53 Prozent), Daimler (11 Prozent), Kamaz International Management (4,25 Prozent), die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (4 Prozent) und Decodelement Services Limited (2,73 Prozent)[15].
  • Außerdem erweitert „Rostecnologii“ aktiv die Kooperation mit ande-ren ausländischen Partnern und den größten russischen Transport- und Energieversorgungsunternehmen, Industriegruppen, Regierungsinstitutionen, lokalen und regionalen Behörden und Subjekten der Russischen Föderation.

Den unterzeichneten Verträgen nach arbeitet die Korporation mit OAK, OSK, RZhD, „Aeroflot“, „Lukoil“, „Gazprom“ etc. zusammen.

Die Grundlage für die Zusammenarbeit mit den Exekutivorganen sind die Verträge über die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen einschließlich der Förderung der Entwicklung, der Herstellung und der Ausfuhr der Erzeugnisse für Zivil- bzw. dualen Einsatz und militärischer Güter. Nach dem Stand vom September 2012 hat die Korporation Verträge mit 31 Regionen abgeschlossen. In 26 Subjekten der Russischen Föderation gibt es Vertretungen von „Rostecnologii“.

Sozialpolitik des Rostecs[Bearbeiten]

Die unter Kontrolle von Rostec stehenden Betriebe zählen etwa 900 000 Beschäftigte[16]. Eine besondere Verantwortung der Korporation besteht gegenüber 21 stadtbildenden Unternehmen, die zu ihr gehören. Als Beispiel der Tätigkeit, die die Korporation zur Stabilisierung des sozialen Klimas in den Monostädten ausführt, führten die Medien die Politik gegenüber „AwtoVAZ“ an, die während der Wirtschaftskrise 2008-2009 in der Monostadt Togliatti betrieben wurde. Trotz der Massenentlassungen konnte eine soziale Explosion in der Stadt vermieden werden. Es wurde ein Beschäftigungsprogramm für die entlassenen Mitarbeiter entwickelt. In Werchnjaja Salda (Swerdlowsk Gebiet), wo sich einer der Betriebe von VSMPO-AVISMA befindet[17], liegt die Arbeitslosenquote bei weniger als 1 %.

Nationalprojekt „Gesundheit“[Bearbeiten]

Im Rahmen der Realisierung des Nationalen Projekts „Gesundheit“ hat die Korporation 9 föderale Zentren errichtet, wo hochtechnologische medizinische Hilfe geleistet wird[18]. Ab 2010 wurden 5 Zentren für Herz- und Gefäßchirurgie in Betrieb genommen (Chabarowsk, Krasnojarsk, Tscheljabinsk, Perm und Kaliningrad), 2 Zentren für Neurochirurgie (Tjumen und Nowosibirsk) und 2 Zentren für Traumatologie, Orthopädie und Endoprothetik (Smolensk und Barnaul).

Bildung[Bearbeiten]

Zurzeit haben die Organisationen von Rostec Verträge über die Zusam-menarbeit mit 214 Hochschulen abgeschlossen, auf deren Grundlage die zweckgebundene Ausbildung von Fachkräften erfolgt, die Kooperation im Rahmen der wissenschaftlichen und technologischen Richtungen erweitert wird und gemeinsame Forschungen (Konstruktions- und Fertigungsarbeiten) durchgeführt werden. Es wurden 258 Lehrstühle gegründet, die im Interesse der Korporation und ihrer Organisationen 382 Programme der Hochschulen realisieren.

Auf der Basis des MGIMO des Außenministeriums Russlands wurde der fachorientierte Lehrstuhl für Management im Bereich rüstungstechnische Zusammenarbeit und Spitzentechnologien gegründet, der schon drei Generationen von Absolventen ausgebildet hat, die in den Organisationen der Korporation angestellt sind. Das sind über 50 Jungfacharbeiter. Es entwickelt sich aktiv die Zusammenarbeit mit anderen führenden Hochschulen Russlands, zum Beispiel mit der Staatlichen Technischen Universität Moskau „N. E. Bauman“ oder mit der Russischen Plechanow-Wirtschaftsuniversität[19].

Patenschaften[Bearbeiten]

Am 27. November 2007 wurde „Rostecnologii“ zu einem unbeschränkt haftenden Partner des Fußballclubs „Krylja Sowetow“ aus Samara. Aber 2011 beschloss die Korporation, der Mannschaft keine Unterstützung mehr zu leisten. 2010 und 2011 sponserte die Korporation den Formel-1-Piloten Witali Petrow. Die oAG „Wertoljoty Rossii“ wurde 2012 zum Partner des Rennstalls „Caterham F1Team“, für den Petrow auftritt[20].

Kooperation im militärtechnischen Bereich[Bearbeiten]

Die Entwicklung der militärtechnischen Kooperation mit fremden Ländern ist einer der wichtigsten Tätigkeitsbereiche der Korporation. Beim erwarteten Umfang von 9,19 Milliarden US-Dollar betrug der Umfang der von „Rosoboronexport“ geleisteten Lieferungen von militärischen Gütern an ausländische Kunden im Jahr 2011 10,7 Milliarden US-Dollar. Dank der ständigen Steigerung des Umsatzvolumens (2 Milliarden US-Dollar im Jahre 2011) ist Russlands Position als Nummer 2 auf dem Waffenexportmarkt gesichert, wo die USA bekanntlich an der Spitze stehen. 2012 brachten die russischen Waffenexporte über 14 Milliarden US-Dollar ein, dabei belief sich der Wert der von Russland unterzeichneten Verträge über Waffenexporte auf über 15 Milliarden US-Dollar[21].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Staatsholding Rostec: Immer mehr ausländische Technologiepartner
  2. Sauber und die Russen: Geheimer Deal mit Rostec?
  3. A dawn for outward R&D investments from Russia? (PDF; 229 kB)
  4. “Nezavisimaya Gazeta”: “State Corporations: not all the i’s have been dotted”
  5. Правила игры
  6. Sergej Viktorowitsch Tschemesow
  7. Rostechnologii - Putin bündelt die staatliche Waffenindustrie
  8. Системы ПВО и сложные радиоэлектронные комплексы
  9. Ростех готовит несколько IPO, но ждать их придется долго
  10. RT-Chimkomposit
  11. Renault-Nissan signs deal on AvtoVAZ ownership
  12. Renault übernimmt die Kontrolle bei Avtovaz
  13. Die Staatskorporation «Rostechnologii» stellt ihr neues Markenzeichen vor
  14. A Defensive Rebranding Exercise
  15. Rostec: Daimler vervierfacht Beteiligung an Kamaz bis Jahresende
  16. A Defensive Rebranding Exercise
  17. VSMPO-AVISMA, Boeing extend titanium deal
  18. The Russian Technologies State Corporation
  19. Fachbereich in den besten Universitäten des Landes
  20. Sauber und die Russen: Geheimer Deal mit Rostec?
  21. Rüstungsexporte: Russland verkauft so viele Waffen wie noch nie

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]