Rotbannerorden

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Rotbannerorden

Die Regierung Sowjetrusslands stiftete den Rotbannerkampforden, besser bekannt als Rotbannerorden (russisch Орден Красного Знамени/ Orden Krasnowo Snameni) am 16. September 1918 während des Russischen Bürgerkrieges. Er bestand später als Auszeichnung der Regierung der UdSSR weiter, welche ihn am 1. August 1924 stiftete.

Überblick[Bearbeiten]

Bandschnalle des Rotbannerordens

Mit dem Rotbannerorden wurden militärische Heldentaten anerkannt. Vor der Stiftung des Leninordens am 6. April 1930 fungierte der Rotbannerorden als höchster (und praktisch einziger) militärischer Orden der UdSSR. Fast alle bekannten sowjetischen Kommandeure waren Träger des Rotbannerordens.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Rotbannerorden massenhaft verliehen und somit abgewertet.

Der Orden bestand aus einem weiß-emaillierten Abzeichen, auf dem das goldene Hammer-und-Sichel-Emblem umgeben von zwei goldenen Weizenähren auf einem Roten Stern, dahinter gekreuzt Hammer, Pflug, Fackel und eine Rote Fahne mit dem Motto Proletarier aller Länder, Vereinigt Euch! abgebildet waren. Das ganze Abzeichen war von zwei goldenen Weizenähren umgeben; unten waren die kyrillischen Buchstaben CCCP (latinisiert SSSR).

Der Orden wurde ursprünglich als Orden zum Anschrauben überreicht, der auf der linken Brustseite getragen wurde. Ein Ordensband wurde 1943 angefügt, das aus rotem Seidenmoiré mit einem breiten weißen Mittelstreifen und einem dünnen weißen Streifen an den Rändern bestand.

Träger des Rotbannerordens (Auswahl)[Bearbeiten]

Andere Orden[Bearbeiten]

Während des Russischen Bürgerkrieges existierten noch andere ähnlich benannte Orden, die von anderen konstituierten und nicht konstituierten Sowjetrepubliken gestiftet worden waren.

Am 28. Dezember 1920 stiftete Sowjetrussland den Orden des Roten Banners der Arbeit für Arbeits- und Zivilleistungen. Das allsowjetische Äquivalent datiert vom 7. September 1928.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rotbannerorden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Neues Deutschland, 23. Dezember 1969, S. 4.