Rote Falken

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Die Roten Falken sind ein Jugendverband in deutschsprachigen Ländern. Entstanden vor etwa hundert Jahren, sollen sie dem Nachwuchs sozialistisch geprägter Familien eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ermöglichen.[1] Das Ziel der Kinder- und Jugendgruppen ist die sinnvolle und attraktive Freizeitgestaltung durch Gruppenstunden, Ausflüge und Zeltlager.[2]

Österreich[Bearbeiten]

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In Österreich sind sie Teil der österreichischen Kinderfreunde und als solche eine Vorfeldorganisation der SPÖ. Sie sind sowohl pädagogisch als auch politisch tätig. Bei den Roten Falken gibt es keine Mitgliedschaft im eigentlichem Sinne. Die Kinder und Jugendlichen müssen weder einen Mitgliedsbeitrag bezahlen, noch müssen sie oder ihre Eltern eine Beitrittserklärung unterschreiben.

Gründung[Bearbeiten]

Die Roten Falken wurden 1925 von Anton Tesarek gegründet. Die Roten Falken wurden aus dem Gedanken heraus gegründet, dass die 12-15 Jährigen in den Kinderfreundegruppen mit den Jüngeren nicht gut zusammen passten. Ein Grundgedanke war und ist es auch nach wie vor, dass Jugendliche selbst die Verantwortung für die Rote Falken Gruppe übernehmen. Die Roten Falken wollten den Arbeiterkindern eine Abwechslung zum Stadtalltag bieten. Die jungen Proletarierkinder sollten an die Frische Luft kommen, und einen Sinn fürs Leben bekommen. 1926 fand das erste Bundestreffen in Steyr statt, an dem 600 Falken teilnahmen. Die Falkenbewegung beeinflusste auch die Kinderfreundebewegung im Deutschen Reich, die Ideen und Formen in abgeänderter Form übernahm.

Verbot[Bearbeiten]

Im Zuge des Putsches der Austrofaschisten 1934 wurden die Roten Falken, wie auch alle anderen Organisationen der Arbeiterbewegung, verboten.

Wiedergründung[Bearbeiten]

Nach der Befreiung Österreichs 1945 gründeten sich auch die Roten Falken wieder.

Traditionelle Kleidung[Bearbeiten]

Das Blauhemd und das rote Halstuch soll auf die Tradition der Arbeiterbewegung hinweisen. Die klassischen Arbeiter trugen blaue Jacken und Hosen, die sogenannte "Schlosserkluft". Das Rote Tuch weist auf die rote Fahne der Arbeiterbewegung hin.

Schweiz[Bearbeiten]

In der Schweiz entstanden die Jugendgruppen der «Roten Falken» und die Kindergruppen der «Kinderfreunde» in der Arbeiterbewegung der Zwischenkriegszeit.[3] In den besten Zeiten zählten die Roten Falken in der Schweiz dreitausend Mitglieder. Heute ist die Zahl auf weniger als einhundert gesunken. Die Sektion Zürich besteht seit 1929 ohne Unterbruch, während die Sektion Bern wieder reaktiviert werden konnte.[4] Eine dritte Gruppe besteht in Baden.[5] Die Gruppe in Biel bietet Lager und sporadische Anlässe an.[6]

Geschichte[Bearbeiten]

Bevor die Sozialdemokratische Partei der Schweiz eine eigene Kinderorganisation hatte, gab es bereits ab 1910 in Zürich den «sozialdemokratischen Schulverein». Die Abspaltung der Kommunistischen Partei 1920/21 schwächte die sozialistische Erziehungsarbeit empfindlich.

In Biel entstand eine Gruppe («Arbeitervereins Kinderfreunde Biel») bereits 1922,[7] gegründet durch Albert Hofer (1873-1963). Im gleichen Jahr gründeten Anny Klawa-Morf und Karl Geissbühler in Bern eine Kinderfreunde-Gruppe.[8] Die erste Zürcher Falkengruppe wurde 1929 durch die Geschwister Zöbeli in Zürich 9 gegründet. Eine weitere Gruppe entstand am 1. Juni 1933 in Wiedikon unter dem Namen «Kinderfreunde Zürich 3» und am 3. März 1956 erfolgte die Gründung der «Kinderfreunde Zürich 9». Die beiden Kindergruppen schlossen sich 1974 zusammen.[9] Weitere Gruppen der Roten Falken entstanden kurz darauf auch in Burgdorf und Basel. Nach dem Besuch des bekannten Förderer der internationalen Kinderfreundebewegung Max Winter, wurde 1927 die Landeskonferenz der Sozialistischen Kinderorganisationen (LASKO) gegründet, welche in ihrer Blütezeit 41 Sektionen mit 180 Leitern, 3000 Jugendlichen aufwies. 1996 wurde die Landeskonferenz aufgelöst.[10]

Internationales[Bearbeiten]

Die Roten Falken sind international organisiert im IFM-SEI. Schwesterverband in Deutschland ist die Sozialistische Jugend Deutschlands (SJD) - Die Falken, die ebenfalls Rote-Falken-Gruppen bilden (Rote-Falken-Ring für die 12- bis 14-Jährigen).

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neue Zürcher Zeitung Nr. 100/2011
  2. Sozialarchiv Zürich
  3. Sozialarchiv Zürich
  4. Neue Zürcher Zeitung Nr. 100/2011
  5. Sozialarchiv Zürich
  6. Programm 2011 der Kinderfreunde Biel
  7. http://www.kinderfreunde-biel.ch/eingangverein.htm
  8. http://www.bern.rotefalken.ch/wer-sind-wir/geschichte-der-roten-falken-schweiz/
  9. Sozialarchiv Zürich
  10. Seite der Roten Falken Bern (1. Mai 2011)

Weblinks[Bearbeiten]