Rote Schuppenmiere

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Rote Schuppenmiere
Rote Schuppenmiere (Spergularia rubra)

Rote Schuppenmiere (Spergularia rubra)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Paronychioideae
Gattung: Schuppenmieren (Spergularia)
Art: Rote Schuppenmiere
Wissenschaftlicher Name
Spergularia rubra
(L.) C.Presl

Die Rote Schuppenmiere (Spergularia rubra), auch Acker-Schuppenmiere genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

S. rubra (Herbarbeleg)

Diese einjährige, zum Teil auch ausdauernde krautige Pflanze, erreicht eine Wuchshöhe von etwa 4 bis 15 cm. Der Stängel ist kurz behaart, im oberen Teil auch drüsig. Die Laubblätter sind lineal-fadenförmig, stachelspitzig, etwas fleischig und beiderseits flach. Die silberweiß glänzenden Nebenblätter sind verlängert und von eiförmig-lanzettlicher Form.

Die Kelchblätter sind lanzettlich, nervenlos und meist kürzer als 4 mm. Sie sind am Rande breithäutig. Die Kronblätter sind rosenrot. Die Blüte besitzt zehn Staubblätter. Sie blüht von Mai bis September.

Die dreieckig-eiförmige Kapselfrucht ist etwa so lang wie der Kelch. Die Samen sind graubraun, fast dreieckig, feinrunzelig, ungeflügelt und besitzen einen wulstigen Rand.

Ökologie[Bearbeiten]

Die Pflanze ist einhäusig mit weiblichen Blüten und Zwitterblüten oder zweihäusig mit weiblichen Blüten und anderen Pflanzen mit Zwitterblüten, sie ist also gynomonodiözisch und gynodiözisch. Die Blüten sind homogam bis schwach vormännlich. Bestäuber sind Fliegen; vor dem Abblühen erfolgt aber oft nur Selbstbestäubung. Blütezeit ist von Mai bis September. Die Blüten sind jedoch nicht immer geöffnet; nach den Beobachtungen von Oskar von Kirchner sind sie nur bei hellem Wetter und in der Zeit von 9-15 Uhr geöffnet.[1]

Die Früchte sind sich 3-klappig öffnende Streukapseln, die als Windstreuer für die zuweilen geflügelten, nur bis 0,6 mm langen, langlebigen Samen fungieren. Daneben findet auch Klebausbreitung und Menschenausbreitung (durch mit Fahrzeugen verschleppter Erde) statt. Fruchtreife ist von Juli bis Oktober.

Verbreitung[Bearbeiten]

Standortansprüche[Bearbeiten]

Die Rote Schuppenmiere wächst an Wegen, in Äckern, auf Schlägen und auch an Ufern. Sie bevorzugt mehr oder weniger frische, nährstoffreiche, basen- und kalkarme, sandige Lehm- und Tonböden. Sie ist ein Flachwurzler sowie ein Bodenverdichtungs- und Versauerungsanzeiger.

Allgemeine Verbreitung[Bearbeiten]

Spergularia rubra kommt im gesamten gemäßigten und subtropischen Gebiet der nördlichen Halbkugel vor. Sie ist ein eurasisch-subozeanisches Florenelement. In Österreich kommt sie zerstreut bis selten vor, in der Schweiz ist sie allgemein zerstreut aufzufinden.

Verbreitung in Deutschland[Bearbeiten]

Die Rote Schuppenmiere ist in Deutschland allgemein verbreitet, ist aber im Süden - wie in der Schweiz und in Österreich - seltener, kommt aber vom Flachland bis in die Mittelgebirgslagen vor.

Literatur[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Oskar von Kirchner: Flora von Stuttgart und Umgebung. Seite 233. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1888

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rote Schuppenmiere – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien