Roter See (Imotski)

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Roter See (Imotski)
07 Imotski Crveno Jezero (1).jpg
Geographische Lage Gespanschaft Split-Dalmatien, KroatienKroatien Kroatien
Orte in der Nähe Imotski
Daten
Koordinaten 43° 27′ 15″ N, 17° 11′ 57″ O43.45425555555617.199247222222281Koordinaten: 43° 27′ 15″ N, 17° 11′ 57″ O
Roter See (Imotski) (Kroatien)
Roter See (Imotski)
Höhe über Meeresspiegel 281 m. i. J.
Fläche 300 m²dep1f5
Maximale Tiefe 287 m[1]f10
Besonderheiten

Um ca. 50 m schwankender Wasserspiegel

Der Rote See (kroatisch Crveno jezero) ist eine der größten wassergefüllten Einsturzdolinen der Welt. Er liegt etwa 1,5 Kilometer westlich der Stadt Imotski in Kroatien. Sein Alter wird auf zwei Millionen Jahre geschätzt.

Der nahezu kreisrunde See besitzt an der Wasseroberfläche einen Durchmesser von etwa 200 Metern. Seine Tiefe beträgt um die 287 Meter,[2] wobei die Höhe des Wasserspiegels saisonal um 30 bis 50 Meter schwankt. Der rötlichen Farbe der Felswand, die bis zu 250 Meter senkrecht über der Wasserfläche aufragt, verdankt der See seinen Namen. Das Wasser selbst ist tiefblau.[3]

Eine Tauchexpedition[4] entdeckte im Sommer 1998 in 15 Metern Tiefe einen Eingang zu einem verzweigten Höhlensystem mit luftgefüllten Hohlräumen, das einen zweiten Eingang in der Felswand über dem Wasserspiegel hat und zu einem weiteren, allerdings weitaus kleineren See führt. In 170 Metern Tiefe wurde mit Hilfe eines Tauchroboters ein großer Zufluss in den See nachgewiesen. Die Expedition führte auch eine Bestandsaufnahme der Flora und Fauna des Roten Sees durch, wobei unter anderem endemische Fische gefunden wurden.

In etwa einem Kilometer Entfernung befindet sich der Blaue See (kroatisch Modro jezero), eine weitere sehenswerte Einsturzdoline.

Literatur[Bearbeiten]

  • B. Aspacher, R. Haslinger, U. Meyer und A. Oertel: (2000): Beyond the Blue. In: NSS New, 58, 2000, S. 141–149.

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Höhen- und Tiefenangaben bei mittlerem Wasserstand.
  2. Informationstafel am Rand der Doline, gesehen am 11. September 2008
  3. Mladen Garašić: New Speleohydrogeological Research of Crveno jezero (Red Lake) near Imotski in Dinaric Karst Area (Croatia, Europe) – International speleodiving expedition “Crveno jezero 98” (PDF; 296 kB). 13th International Congress of Speleology, Brasilia 2001 (englisch)
  4. Bernd Aspacher, Thomas Behrend: „Crveno Jezero“ – der Rote See, Kroatien auf Nullzeit.at, abgerufen am 22. März 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Roter See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien