Roter Veltliner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Roter Veltliner
Synonyme siehe Abschnitt Synonyme
Art Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)
Beerenfarbe grün
Verwendung
Herkunft Österreich, Niederösterreich
Abstammung

Kommt in zahlreichen Spielarten vor (Weißroter, Brauner, Silberweißer Veltliner, Gelbling) und ist daraus selektioniert worden.[1]

Liste von Rebsorten

Der Rote Veltliner ist eine autochthone österreichische Weißweinsorte. Werden die Erträge niedrig gehalten, so erbringt die Sorte intensiv aromatische, konzentrierte und exatraktreiche Weine.[2] Diese sind ausgesprochen lagerfähig und mit kräftiger Säure ausgestattet. Allerdings stellt der Rote Veltliner hohe Ansprüche an die Lage: Er ist sehr empfindlich gegen Pilzkrankheiten und Frost. Die Sorte ist überaus ertragsreich. Wird keine Ertragsregulierung durchgeführt, so geraten die Weine eher dünn. Hingegen ist der Rote Veltliner bei entsprechender weingärtnerischer Pflege und Vinifizierung eine gefragte Rarität.[3]

Herkunft[Bearbeiten]

Österreich, Niederösterreich.

Abstammung und Verwandtschaft[Bearbeiten]

Der Rote Veltliner ist die Stammsorte der Veltliner-Gruppe. Er kommt in zahlreichen Spielarten vor (Weißroter, Brauner Veltliner, Silberweißer Veltliner, Gelbling) und ist aus diesen selektioniert worden. Diese autochthone Rebsorte nimmt eine besondere Stellung innerhalb der Veltliner-Gruppe als natürlicher Kreuzungspartner bei Neuburger, Zierfandler und Rotgipfler ein.[4] Der Rote Veltliner ist aber nicht mit dem Grünen Veltliner verwandt.

Anbaufläche und Verbreitung[Bearbeiten]

Gemessen an der Gesamtanbaufläche Österreichs, wo der Rote Veltliner hauptsächlich vorkommt, ist sein Anteil mit 193 Hektar bzw. 0,4 Prozent (Stand 2009) gering. Zu finden ist die Sorte vor allem am Wagram, im Kamptal und im Kremstal, vereinzelt auch im Weinviertel und in Wien.[4] Die hauptsächlichen Standorte des Roten Veltliners befinden sich am Wagram, wo beachtliche Premiumqualitäten erzeugt werden.[3]

Rebflächen sind auch in der Slowakei, in Ungarn und Kroatien bekannt.

Synonyme[Bearbeiten]

Ariavina, Bakor, Belo Oka, Buzyn, Cerveny Muskatel, Crvena Valtelina, Crvena Valtelinka, Csucsos Bakor, Debela Ariavina, Dreimänner, Erdezha Shopatna, Erdezka Rabolina, Fedleiner, Feldleiner, Feldleiner Rothlichter, Feltliner, Fleisch Roter Velteliner, Fleisch Traminer, Fleischroter Traminer, Fleischtraube, Fleischtraube Rot, Grosbrauner Velteliner, Große Fleischtraube, Großer Traminer, Großwiener, Herera Rhaetica, Herera Valtellina, Kecskecsecs, Krdeca, Maucnjk, Mavenick, Moseavina, Moslavina, Muscateller, Muskatel Cerveny, Nagy Veltelini, Nagysagos, Nyulsölö, Piros Veltelini, Rabolina, Raifler, Raisin de Saint Valentin, Ranfler, Ranfolica, Ranfolina, Ranfoliza, Raufler, Raufolica, Rebalina, Reifler, Rhaetica, Riegersburger Rothköpfel, Riegersburger Rothtöpfel, Rivola Tchervena, Rossera, Rossola, Rote Fleischtraube, Roter Riesling, Roter Välteliner, Rotgipfler, Rothe Shopatna, Rothe Velteliner, Rother Zierfahnler, Rothgipfler, Rothlichter, Rothreifler, Rotmehlweisser, Rotmuskateller, Rotreifler, Rudeca, Ryvola Cervena, Saint Valentin Rose, Saint Valentinrose, Shopatna, Somsölö, Spaete Ranfoliza, St. Valentin, Tarant Cerveny, Tarant Rot, Todtraeger, Traminer, Uva di Saint Valentini, Uva di Saint Valentino, Valentin, Valentin Rouge, Valteliner Tardif, Veltelin Piros, Veltelin Rosso, Veltelini Piros, Veltlinac Crveni, Veltliner Rot Weiss, Veltliner Roth, Veltlini Piros, Veltlinske Cervene, Veltlinski Rozovii, Vernyeges Veltelini, Verrnyeges Veltelini, Weisser Raifler, Weissholzige Ribula Maucnjk, and Ziegelroth.[5]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ferdinand Regner: Verzeichnis der österreichischen Qualitätsweinrebsorten und deren Klone, 2008, LFZ Klosterneuburg
  2. Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon, 3. Auflage, Hallwag Verlag, München 2007, ISBN 978-3-8338-0691-9, S. 610.
  3. a b Gefragte Rarität: Roter Veltliner, Johann Werfring, „Wiener Zeitung“, 30. August 2013, Beilage „Wiener Journal“, S. 22–23.
  4. a b Roter Veltliner auf oesterreichwein.at
  5. Veltliner Rot in der Datenbank Vitis International Variety Catalogue des Instituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof (englisch), abgerufen am 3. Dezember 2010

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]