Rothenfels

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rothenfels (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rothenfels
Rothenfels
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rothenfels hervorgehoben
49.8913888888899.5919444444444154Koordinaten: 49° 53′ N, 9° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Marktheidenfeld
Höhe: 154 m ü. NHN
Fläche: 12,07 km²
Einwohner: 982 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97851
Vorwahl: 09393
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 181
Stadtgliederung: 2 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 34
97851 Rothenfels
Webpräsenz: www.rothenfels.de
Bürgermeister: Michael Gram
Lage der Stadt Rothenfels im Landkreis Main-Spessart
Hessen Baden-Württemberg Würzburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Miltenberg Landkreis Bad Kissingen Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Forst Lohrerstraße Rechtenbach Esselbach Ruppertshüttener Forst Ruppertshüttener Forst Partensteiner Forst Partensteiner Forst Langenprozeltener Forst Herrnwald Haurain Hafenlohr Fürstlich Löwensteinscher Park Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Forst Aura Forst Aura Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Schollbrunn Bischbrunn Thüngen Partenstein Mittelsinn Hasloch Neuhütten (Unterfranken) Rechtenbach Rechtenbach Hafenlohr Hafenlohr Lohr am Main Lohr am Main Zellingen Wiesthal Urspringen Rothenfels Roden (Unterfranken) Rieneck Retzstadt Obersinn Obersinn Obersinn Neustadt am Main Neuendorf (Unterfranken) Marktheidenfeld Triefenstein Kreuzwertheim Karsbach Karlstadt Karbach (Unterfranken) Himmelstadt Gräfendorf Gössenheim Gemünden am Main Frammersbach Frammersbach Fellen Eußenheim Erlenbach bei Marktheidenfeld Birkenfeld (Unterfranken) Aura im Sinngrund Aura im Sinngrund Arnstein (Unterfranken) Burgsinn Steinfeld (Unterfranken) Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Rothenfels ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld. Sie ist nach Einwohnern die kleinste Stadt Frankens.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Rothenfels liegt rechts des Mains zwischen Lohr am Main und Marktheidenfeld. Eingezwängt zwischen dem Fluss und einem Steilhang besteht die Stadt aus wenig mehr als einer Hauptstraße. Seit 2006 wird der Maindamm, Teil der alten und stillgelegten Eisenbahnstrecke Lohr am Main – Wertheim, als Umgehungsstraße genutzt.

Oberhalb der Stadt befindet sich die Burg Rothenfels, an die sich der Stadtteil Bergrothenfels anschließt.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Rothenfels gliedert sich in zwei Stadtteile[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gemeinde
Neustadt am Main
Fürstlich Löwensteinscher Park
(Gemeindefreies Gebiet)
Nachbargemeinden Stadt
Marktheidenfeld
Gemeinde
Hafenlohr

Name[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name Rothenfels besteht aus den mittelhochdeutschen Wörtern rôt und velse und bedeutet roter Fels oder rote Felsen.[4]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[4]

  • 1171 Rotenuels
  • 1219 Rotenuelse
  • 1220 Rotenfels
  • 1241 Rotinvels
  • 1536 Rothenfels

Geschichte[Bearbeiten]

Der um 1148 im Schutz der Burg Rothenfels entstandene Ort wurde 1342 erstmals als Stadt in einer Urkunde des Mainzer Fürstbischofs von Wolfskehl erwähnt. Die Orte Rothenfels, Bergrothenfels und Windheim schlossen sich im Jahr 1686 zu einem Gemeindeverband zusammen.

Während der Säkularisation 1803 fiel das würzburgische Rothenfels an das Fürstenhaus Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, 1806 an das Fürstentum Aschaffenburg. 1813 kam Rothenfels an das Königreich Bayern. 1822 wurden Bergrothenfels und Windheim aus der Gemeinde ausgegliedert und erneut selbstständig.

Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Lohr am Main gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Rothenfels lag. 1871 kam Rothenfels jedoch anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter zum Bezirksamt Marktheidenfeld und kehrte am 1. Januar 1880 ins Bezirksamt Lohr zurück. Wie überall im Deutschen Reich wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Rothenfels war nun eine der 26 Gemeinden im Landkreis Lohr am Main (Kfz-Kennzeichen LOH). Mit Auflösung des Landkreises Lohr kam Rothenfels 1972 in den neu gebildeten Landkreis Main-Spessart (Kfz-Kennzeichen MSP).

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Bergrothenfels wieder eingegliedert[5]. Windheim gehört heute zur Gemeinde Hafenlohr.

Religion[Bearbeiten]

Rothenfels ist katholisch geprägt. Zum Dekanat Lohr (Bistum Würzburg)[6] gehört die Pfarrei Mariä Himmelfahrt[7] in der Kernstadt mit der Filiale St. Josef der Arbeiter[8] in Bergrothenfels.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Von 1996 bis 2014 war Rosemarie Richartz (Stadtrat 96) Bürgermeisterin von Rothenfels. Seit 2014 ist Michael Gram (Unabhängige Bürger/Freie Bürger/SPD) neuer Bürgermeister.[9]

Stadtrat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Stadtrat:

2002 2008
Stadtrat 96 7 7
Unabhängige Bürger/Freie Bürger/SPD   5 5
gesamt 12 12

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Stadt findet man einige sehenswerte Fachwerkhäuser mit Statuen.

Auf einem Felssporn über der Stadt erhebt sich die Burg Rothenfels. Als ein beliebtes Ausflugsziel zwischen Würzburg und Aschaffenburg bekannt, hat sich die Burg Rothenfels vor allem, aus der Tradition der katholischen JugendbewegungQuickborn“ kommend, als ein christliches Bildungs- und Tagungshaus in freier Trägerschaft einen Namen gemacht. Die Burg ist auch eine Jugendherberge des DJH.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Rothenfels

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rothenfels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/223504&attr=OBJ&val=1744
  3.  Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld: Entwicklung der Einwohnerzahlen seit 1981. 2014 (online, abgerufen am 9. Mai 2014).
  4. a b  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 194.
  5.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 514
  6.  Bistum Würzburg: Alle Dekanate. 2014 (online, abgerufen am 9. Mai 2014).
  7.  Marktheidenfeld - St. Josef, Bräutigam der Muttergottes: Pfarrgemeinde Rothenfels. 2014 (online, abgerufen am 9. Mai 2014).
  8.  Marktheidenfeld - St. Josef, Bräutigam der Muttergottes: Pfarrgemeinde Bergrothenfels. 2014 (online, abgerufen am 25. Juni 2014).
  9. http://www.main-netz.de/nachrichten/region/lohr/lohr-kurz/art3994,2979286