Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien

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Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH
Logo der Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien
Rechtsform GmbH
Gründung 16. Januar 2002
Sitz Freyburg (Unstrut), Deutschland

Leitung

  • Gunter Heise, Geschäftsführerender Gesellschafter, Sprecher der Geschäftsführung
  • Michael John, Geschäftsführer
  • Manfred Hilpert, Geschäftsführer
Mitarbeiter 542 (2011)
Umsatz 832 Mio. EUR (2011)
Branche Nahrungsmittelindustrie
Produkte Sekt, Spirituosen, WeinVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.rotkaeppchen-mumm.de

Die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH (kurz RMSK) in Freyburg (Unstrut) ist Deutschlands größter Sekthersteller und produziert darüber hinaus Wein und Spirituosen wie Weinbrand, Kornbrand, Likör.

Konzernentwicklung[Bearbeiten]

Die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien entstanden am 16. Januar 2002 aus der Übernahme der Sektmarken Mumm, Jules Mumm und MM Extra der kanadischen Seagram Company Ltd. samt den Produktionsstandorten in Eltville am Rhein und Hochheim am Main durch die Rotkäppchen Sektkellerei GmbH.

Die Geldermann Privatsektkellerei, die Sekt ausschließlich in traditioneller Flaschengärung herstellt, wurde am 27. Januar 2003 von Rotkäppchen-Mumm übernommen, und am 21. Dezember 2005 kaufte man die Marke Kloss & Foerster – Name der Firma, die seit 1894 Sekt unter dem Namen Rotkäppchen herstellte – zurück. 2006 wurde die im Besitz der Rotkäppchen-Mehrheits-Eigentümer, der Familie Eckes-Chantré, befindliche Eckes Spirituosen & Wein GmbH an Rotkäppchen-Mumm verkauft, so dass seit dem 1. Januar 2007 auch die Firma Nordbrand Nordhausen – seit dem 23. Mai 1991 100-prozentige Tochter der Eckes AG – zu den Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien gehört. Die Weinmarke Blanchet kaufte Rotkäppchen-Mumm im November 2009 von der Mainzer Racke GmbH & Co. KG.[1][2]

58 Prozent des Konzerns gehören heute der Familie Eckes-Chantré, 42 Prozent den Gesellschaftern Gunter Heise, Jutta Polomski (bis 2007 Mitglied der Geschäftsführung[3]), Lutz Lange und Ulrich Wiegel, die die Firma 1993 im Rahmen eines Management-Buy-out zusammen mit Harald Eckes-Chantré und seinen Töchtern Petra Roller und Christina Oelbermann von der Treuhandanstalt gekauft hatten.

Chef de Cave ist der Önologe und Getränketechnologe Udo Gruber, der an der Hochschule Geisenheim studiert hat.

Produktionsstandorte[Bearbeiten]

Durch die Übernahme der verschiedenen Firmen verfügt Rotkäppchen-Mumm über 5 Produktionsstandorte in Sachsen-Anhalt, Hessen, Thüringen und Baden-Württemberg.

Produktionsstandort Firma Marken
Freyburg/Unstrut Rotkäppchen Sektkellerei GmbH Rotkäppchen Sekt
Mocca Perle
Rotkäppchen Qualitätswein
Eltville am Rhein Matheus Müller Sektkellereien GmbH MM Extra
Eltville am Rhein Blanchet GmbH Blanchet[Anm. 1]
Eltville am Rhein Chantré & Cie. GmbH Chantré[Anm. 2]
Collection de Chantré
Hochheim am Main Godefroy H. von Mumm & Co. Sektkellereien GmbH Mumm Sekt
Jules Mumm
Nordhausen Echter Nordhäuser Spirituosen GmbH Echter Nordhäuser
Eckes Edelkirsch[Anm. 3]
Mariacron[Anm. 4]
Zinn 40
Nordhausen Nordbrand Nordhausen GmbH Goldbrand
Goldkrone
Goldene Aue
Nordgold
Breisach am Rhein Geldermann Privatsektkellerei GmbH Geldermann
Kloss & Foerster

Anmerkungen

  1. das Sortiment der Marke Blanchet konzentriert sich auf französische Weine
  2. von Ludwig Eckes eingeführt und nach dem Geburtsnamen seiner Frau Marianne Chantré benannt
  3. erstmals 1931 vertrieben von der 1857 gegründeten Weinbrennerei Peter Eckes in Nieder-Olm
  4. hervorgegangen aus der ehemaligen Klosterbrennerei in Oppenheim

Umsatz[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 verkaufte das Unternehmen 169,7 Millionen Flaschen Sekt. Das entspricht einem Marktanteil von 47,8 % in Deutschland, davon hat allein die Marke Rotkäppchen Sekt einen Marktanteil von 33,5 %. Neben dem Sekt konnte Rotkäppchen-Mumm im Jahr 2011 45,8 Millionen Flaschen Spirituosen (Marktanteil 8,4 %) sowie 19,4 Millionen Flaschen Wein absetzen. Der Konzernumsatz summierte sich auf 831,7 Millionen Euro. Es wurden 542 Mitarbeiter beschäftigt.[4]

Sektmarken verkaufte Flaschen[Anm. 1]
in Millionen
Entwicklung
gegenüber 2010
Rotkäppchen Sekt 116 +2,9 %
MM Extra 019,2 +4,3 %
Mumm 017,9 +6,5 %
Jules Mumm 013,5 +16,8 %
Geldermann 002,3 +4,5 %
Spirituosenmarken verkaufte Flaschen[Anm. 2]
in Millionen
Entwicklung
gegenüber 2008
Chantré und Mariacron 016,5 +4,3 %
Nordbrand Nordhausen 018,9 −2 %
Echter Nordhäuser 009,7 −1 %
Weinmarken verkaufte Flaschen[Anm. 1]
in Millionen
Entwicklung
gegenüber 2008
Blanchet 010,3 +16 %
Rotkäppchen Qualitätswein 006,1 +13 %
Rotkäppchen Alkoholfrei 003 +20 %

Anmerkungen

  1. a b Sekt und Wein werden auf 0,75-Liter-Flaschen normiert
  2. Spirituosen werden auf 0,7-Liter-Flaschen normiert

Literatur[Bearbeiten]

  • Ralf Kahmann: Eine prickelnde Geschichte. Die Rotkäppchen Sektkellerei 1856–2006. Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH, Freyburg/Unstrut 2006, ISBN 3-00-018731-6

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rotkäppchen-Mumm schluckt Blanchet. In: Handelsblatt vom 23. Oktober 2009
  2. Geschluckt: Freshfields und Neussel & Martin begleiten Blanchet-Übernahme. JUVE.de vom 27. Oktober 2009
  3. Rotkäppchen Sektkellerei: Pressemitteilung vom 17. Juli 2007 (PDF, 9 kB)
  4. Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien: Pressemappe vom 17. April 2012 (zip, 158 KB)