Rotstrich-Apistogramma

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rotstrich-Apistogramma
Hongsloi-04.jpg

Rotstrich-Apistogramma (Apistogramma hongsloi)

Systematik
Ordnung: Cichliformes
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Unterfamilie: Cichlinae
Tribus: Geophagini
Gattung: Apistogramma
Art: Rotstrich-Apistogramma
Wissenschaftlicher Name
Apistogramma hongsloi
Kullander, 1979
Männchen des Rotstrich-Zwergbuntbarschs ohne Balzfärbung

Der Rotstrich-Apistogramma (Apistogramma hongsloi) ist eine Art aus der Familie der Buntbarsche. Er zählt zu den Arten, die mittlerweile häufig in Aquarien gehalten werden.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Männchen des Rotstrich-Apistogrammas erreichen eine Körperlänge von bis zu sieben Zentimeter. Weibchen bleiben deutlich kleiner und erreichen ausgewachsen eine Körperlänge von bis zu viereinhalb Zentimeter. Der Körper des Fisches ist mäßig hochrückig. Die Schwanzflosse ist gerundet. Beim Männchen kommen eine stark ausgezogene After- und Rückenflosse hinzu. Die Färbung der Art ist sehr variabel, wobei noch geklärt wird, ob es sich um geographische Varianten oder Rassen handelt. Bekannt ist eine blaugelbe Rasse, bei der die Bauchflosse der Männchen kräftig zitronengelb ist, der größte Teil des Körpers jedoch ein leuchtendes Hellblau aufweist. Im Rio Cataniapo vorkommende Männchen weisen dagegen eine beigefarbenen Grundton auf und sind viel schlichter gefärbt.

Die Weibchen weisen grundsätzlich eine gelbe Grundfärbung auf. Während der Brut haben Weibchen ein intensiver gefärbtes Brutkleid [1].

Verbreitungsgebiet[Bearbeiten]

Im Vergleich zu anderen Arten der Apistogramma kommen die Rotstrich-Apistograma in einem verhältnismäßig großen Verbreitungsgebiet vor. Sie sind im Einzugsbereich des oberen und mittleren Orinoko in Kolumbien und Venezuela zu finden.

In diesem Verbreitungsgebiet sind die Fische ausschließlich in den flachen und strömungsarmen Randbereichen nachgewiesen. Sie verbergen sich vor Fressfeinden in den dichten Beständen von Wasserpflanzen.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Rotstrich-Apistogramma sind Höhlenbrüter. Die Weibchen legen das Gelege unter Wurzeln und ähnlichen Verstecken ab. Die Brutpflege wird allein von den Weibchen vorgenommen.

Im Aquarium[Bearbeiten]

Rotstrich-Apistogramma gelten als eine robuste und anpassungsfähige Art. Sie gedeihen jedoch am besten in Aquarien mit weichem Wasser und einem pH-Wert im sauren Bereich, da das ihren natürlichen Lebensbedingungen entspricht. Wichtig ist für sie gleichfalls, dass das Aquarium dicht bepflanzt ist, da die Fische sich gerne im dichten Pflanzenbestand verstecken. Das Aquarium sollte eine Mindestlänge von 100 Zentimeter aufweisen und 150 Liter fassen. Sie können mit Salmlern und ruhigen Cichliden vergesellschaftet werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wally Kahl / Burkard Kahl / Dieter Vogt, Kosmos Atlas Aquarienfische, Seite 214, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co Stuttgart 2003

Literatur[Bearbeiten]

  • Horst Linke, Wolfgang Staeck: Kleine Buntbarsche - Ein Handbuch für Bestimmung, Pflege und Zucht, Tetra Verlag, Bissendorf 2001, ISBN 3-89745-100-X