Rott (Fluss)

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Rott
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Die Rott – Frimhöring bei Ruhstorf

Die Rott – Frimhöring bei Ruhstorf

Daten
Gewässerkennzahl DE: 188
Lage Niederbayern, Bayern, Deutschland
Flusssystem Donau
Abfluss über Inn → Donau → Schwarzes Meer
Quelle Müllerthann (Gemeinde Wurmsham)
48° 20′ 59″ N, 12° 21′ 0″ O48.34978611111112.350005555556472
Quellhöhe ca. 472 m ü. NN[1]
Mündung von links gegenüber Schärding in den Inn48.45342513.425613888889301Koordinaten: 48° 27′ 12″ N, 13° 25′ 32″ O
48° 27′ 12″ N, 13° 25′ 32″ O48.45342513.425613888889301
Mündungshöhe ca. 301 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 171 m
Länge 111,4 km[2]
Einzugsgebiet 1200,01 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen [2]
Abfluss am Pegel Ruhstorf[3]
AEo: 1051,55 km²
Lage: 11,4 km oberhalb der Mündung
NNQ
MNQ 1965/2007
MQ 1965/2007
Mq 1965/2007
MHQ 1965/2007
HHQ (03.08.1991)
1,29 m³/s
3,33 m³/s
9,31 m³/s
8,9 l/(s km²)
124 m³/s
295 m³/s
Linke Nebenflüsse Bina, Sulzbach
Rechte Nebenflüsse Geratskirchner Bach, Grasenseer Bach, Altbach
Durchflossene Stauseen Rottauensee

Die Rott ist ein 111 km langer Fluss in Niederbayern und auf einem oberen Abschnitt auch Oberbayern, der nach einem im Wesentlichen östlichen Lauf bei Neuhaus am Inn im Landkreis Landshut und gegenüber der oberösterreichischen Stadt Schärding von links in den unteren Inn mündet.

Etymologie[Bearbeiten]

Die Urkundenformen des Flussnamens, „ad Rota“ (769) und „flumen qui dictur Rota“ (773), sowie die mundartliche Form Roud verweisen auf ein Etymon „Rotaha“, was so viel wie „roter Bach“ bedeutet.

Geographie[Bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten]

Die Rott entsteht bei Müllerthann in der Gemeinde Wurmsham im Landkreis Landshut auf etwa 472 m ü. NN einem kleinen bewaldeten Sumpf und läuft ihr erstes halbes Dutzend an Kilometern ungefähr südöstlich, wobei sie bald über die Gemeindegrenze in den Landkreis Mühldorf am Inn wechselt.

Bei Oberbergkirchen nimmt sie dann den ersten nicht ganz kleinen Zufluss Ritzinger Bach auf und fließt dann eher in dessen Zuflussrichtung ostnordöstlich. Sie durchquert dabei die Stadt Neumarkt-Sankt Veit, wonach sie gegen die untere Kreisgrenze zu immer östlicher läuft. Nach dem Übertritt in den Landkreis Rottal-Inn mündet bald bei Markt Massing aus dem Nordwesten die Bina, weiter ost- und abwärts dann in der Stadt Eggenfelden von Südwesten der Geratskirchner Bach. Etwas vor der Kreisstadt Pfarrkirchen durchläuft sie bei Postmünster den Rottauensee. Nach dem Siedlungsbereich der Stadt läuft wiederum von Südwesten der Grasenseer Bach zu und bald darauf mündet eben schon auf der Gemarkung von Markt Bad Birnbach in etwa selber Laufrichtung der Altbach.

Weiter abwärts läuft die Rott in den südlichen Landkreis Passau ein und passiert dort Pocking auf ihrer Rechten und dann den Markt Ruhstorf an der Rott auf der anderen Seite. Auf ihren letzten drei Kilometern Lauf mündet der Sulzbach, der unterste ihrer größeren Zuflüsse. Just oberhalb der Gemeinde Neuhaus am Inn am bayerischen Ufer und gegenüber der oberösterreichischen Stadt Schärding mündet sie dann nur 16 km oberhalb von dessen eigener Mündung in die Donau von links in den Inn.

Die Rott entspringt auf etwa 472 m ü. NN, hat eine Länge von etwa 111,4 km und mündet auf etwa 301 m ü. NN, womit sie ein mittleres Gefälle von rund 1,5 ‰ hat.

Von der Quelle bis zur Bezirksgrenze bei Massing ist die Rott ein Gewässer III. Ordnung, danach ein Gewässer II. Ordnung, von der Einmündung der Bina bis zur Mündung in den Inn schließlich ein Gewässer I. Ordnung.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Die Rott entwässert 1200 km² in Ober- und vor allem Niederbayern in östlicher Richtung zum Inn. Ihr Einzugsgebiet erstreckt sich ostwärts etwa 83 km weit etwa von der Quelle des Ritzinger Bach bei Wurmsham bis zur Mündung; quer dazu ist es maximal 19 km breit. Es grenzt im Nordwesten und Norden an das der zur Donau laufenden Vils, im Nordosten fließen jenseits seiner Grenze die kleinere Wolfach und einige Bäche zur Donau, zuletzt auch zum aufnehmenden Inn. Von der Mündung im Osten über den Südosten bis über den mittleren Süden laufen etliche kleine bis sehr kleine Bäche dem hier nahe parallel laufenden Inn zu, der größte davon ist der Kößlarner Bach. Im Südwesten konkurriert nahe und etwa parallel die Isen zum Inn.

Anliegergemeinden[Bearbeiten]

in der Reihenfolge der Erstberührung.

Hochwasser[Bearbeiten]

In früheren Zeiten führten die Rott-Hochwässer zu großen Schäden, etwa im Jahre 1954. Deshalb wurde bei Postmünster ein Rückhaltebecken angelegt, in dem sie bei Normalfüllung zum über 50 ha großen Rottauensee aufgestaut ist, im Hochwasserrückhalt kann es bis zu 3 km² bedecken.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rott – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem BayernAtlas. Siehe bei den → Weblinks.
  2. a b Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Inn, Seite 83 des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2012 (PDF, 2,8 MB)
  3. Pegel Ruhstorf Bayerischer Hochwassernachrichtendienst, Auf: hnd.bayern.de, Aufgerufen am 21. Februar 2013