Rott (Westerwald)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Rott
Rott (Westerwald)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Rott hervorgehoben
50.6363888888897.5141666666667283Koordinaten: 50° 38′ N, 7° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Flammersfeld
Höhe: 283 m ü. NHN
Fläche: 9,79 km²
Einwohner: 354 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57632
Vorwahl: 02685
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 097
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rheinstraße 17
57632 Flammersfeld
Webpräsenz: www.rott-westerwald.de
Ortsbürgermeister: Nikolaus Kölschbach
Lage der Ortsgemeinde Rott im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild

Rott ist eine Ortsgemeinde im Westerwald im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie ist nach der Fläche berechnet die größte Ortsgemeinde im Verwaltungsbereich der Verbandsgemeinde Flammersfeld. Rott ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Ortsgemeinde Rott gehört auch der Ortsteil Kaffroth sowie die Wohnplätze Alte Silberwiese, Belkertshof, Hof Fernblick und Bahnhof Peterslahr.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Rott gehörte zum Kirchspiel Flammersfeld in der Grafschaft Sayn und wurde in den Urkunden des Kirchspielgerichts erstmals im Jahr 1478 genannt. Nach der Teilung der Grafschaft Sayn gehörte Rott bis 1799 zur Grafschaft Sayn-Hachenburg.[4] Bis 1806 stand der Ort unter der Herrschaft von Nassau-Weilburg und bis 1815 gehörte er zum Herzogtum Nassau. Zu dieser Zeit hieß der Ort Roth. 1815 wurde die Region dem Königreich Preußen zugeordnet, verwaltungsmäßig gehörte Rott zur Bürgermeisterei Flammersfeld im 1816 neu gebildeten Kreis Altenkirchen.

Bis 1856 gingen die Rotter Kinder nach Flammersfeld zum Unterricht. Von 1894 bis zum Jahr 1965 verfügte Rott dann über eine eigene Dorfschule. Anlass für ihren Bau war die Überfüllung der Schule in Eichen, wo inzwischen die Kinder von Rott unterrichtet wurden. Der Bau der Schule ohne Utensilien und Lehrmittel kostete damals 11.000 Mark. Im Schuljahr 1895/96 betrug die Zahl der Kinder 44, darunter 27 Jungen und 17 Mädchen. Alle Kinder waren bis zur Schließung der Schule in einem Klassenraum untergebracht, unabhängig vom Jahrgang.

In der Schulchronik ist in der Dorfgeschichte unter anderem zu lesen, dass der Gemeinderat 1923 den Bau einer Lichtanlage für der Ort beschloss. 1928 wurde Rott an die bereits bestehende Postbuslinie NeuwiedHorhausen angeschlossen, die bis Flammersfeld erweitert wurde. 1984 wurde ein über 100 Jahre alter Bruchsteinofen vor dem Abriss gerettet, demontiert, renoviert und in einem eigens errichteten Backes wieder aufgebaut, der seitdem von der Dorfgemeinschaft genutzt wird.

Am 7. November 1970 wurden die Ortsteile Dasbach und Heckenhahn aus der Gemeinde Rott und dem Landkreis Altenkirchen ausgegliedert und der Gemeinde Asbach (Westerwald) im Landkreis Neuwied zugeordnet.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Rott bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 141
1835 197
1871 198
1905 223
1939 201
Jahr Einwohner
1950 213
1961 227
1970 306
1987 330
2005 456

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Rott besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[6]

Denkmäler[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rott (Westerwald) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 9 (PDF; 2,3 MB)
  4. Hellmuth Gensicke: Landesgeschichte des Westerwaldes. 3. Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1999, S. 433; ISBN 3-922244-80-7
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 158 (PDF; 2,1 MB)
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen