Roumbou I

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Landgemeinde Roumbou I
Landgemeinde Roumbou I (Niger)
Landgemeinde Roumbou I
Landgemeinde Roumbou I
Koordinaten 14° 41′ N, 6° 59′ O14.6905555555566.9755555555556Koordinaten: 14° 41′ N, 6° 59′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Maradi
Departement Dakoro
Einwohner 13.330 (2012)
Politik
Bürgermeister Tsahirou Boubou (2004)
Partei PNDS-Tarayya

Roumbou I (auch: Roumbou) ist eine Landgemeinde im Departement Dakoro in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Roumbou I liegt in der Sahelzone. Durch die Gemeinde verläuft das Tarka-Tal, das seinen Ursprung in der Gemeinde Tarka hat. Die Nachbargemeinden von Roumbou I sind Bermo im Norden, Bader Goula im Osten, Birni Lallé im Süden und Azagor im Westen. Das Gemeindegebiet ist in 19 administrative Dörfer, elf traditionelle Dörfer, sieben Weiler und eine Wasserstelle gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Roumbou I[2] (auch: Roumbou, Roumbou-Sakabal oder Sakkabal).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Landgemeinde Roumbou I entstand 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus einem Teil des Kantons Birni Lallé.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte die Landgemeinde 8834 Einwohner.[3] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 13.330.[4] In Roumbou I leben unter anderem Angehörige der sesshaften Tuareg-Untergruppe Ibroubak und der Hausa.[5]

Politik[Bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen im Juli 2004 wurde Tsahirou Boubou (PNDS-Tarayya) zum Bürgermeister gewählt.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einem für Ernährungskrisen anfälligen Übergangsgebiet zwischen der Zone des Agropastoralismus des Südens und der Zone der Fernweidewirtschaft des Nordens. Es kommt häufig zu Landnutzungskonflikten zwischen den sesshaften Ackerbauern und den regelmäßig aus den Nachbargegenden kommenden transhumanten Viehzüchtern.[7] In Roumbou-Sakabal befindet sich ein regional bedeutender Wochenmarkt.[5] Die weitere Infrastruktur im Hauptort beschränkt sich auf eine französischsprachige Grundschule (école traditionnelle), eine Koranschule, ein Gesundheitszentrum (centre de santé integré) und eine kleine Trinkwasserleitung.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version (PDF-Datei; 106 kB)).
  3. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version (PDF-Datei; 2,99 MB)), S. 54.
  4. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  5. a b Abdoulaye Mohamadou: Décentralisation et pouvoir local au Niger. International Institute for Environment and Development, London 2009, ISBN 978-1-84369-726-8, S. 11–12.
  6. Maires du PNDS (PDF-Datei; 24 kB). Website des PNDS-Tarayya, abgerufen am 6. Oktober 2012.
  7. a b  Mahaman Moha: Les relations entre agriculteurs et éleveurs en contexte de crise alimentaire à Roumbou-Sakabal. In: Afrique contemporaine. Vol. 225, Nr. 1, 2008, ISSN 0002-0478, S. 137–139 (Online-Version).